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Kosten des Tierheims Ostermünchen steigen

Wer bezahlt die Kastration streunender Katzen?

Nicht alle Katzen haben, wie Schecki auf diesem Bild, ein Plätzchen in einem warmen Bett mit Kuscheltier, sondern streunen draußen umher und werden bei Meldung vom Tierheim abgeholt und versorgt.
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Nicht alle Katzen haben, wie Schecki auf diesem Bild, ein Plätzchen in einem warmen Bett mit Kuscheltier, sondern streunen draußen umher und werden bei Meldung vom Tierheim abgeholt und versorgt.

Wenn Fundtiere vom Tierheim kastriert werden, wer kommt dann für die Kosten auf? Mit diesem Thema befasste sich kürzlich auch der Albachinger Gemeinderat in Sitzung.

Albaching – Mit zwei Gegenstimmen fiel schließlich der Beschluss, dem Tierheim Ostermünchen einen einmaligen Zuschuss über 950 Euro für die Kastration von Katzen zu gewähren.

Das Tierheim hatte im Jahr 2021 25 Katzen aus dem Gemeindebereich kastrieren lassen, was nicht zum vertraglich vereinbarten Umfang der Fundtierpauschale gehört. Als „Akt der vorbeugenden Fundtiervermeidung“ seien diese Kastrationen laut Aussage des Tierheims durchgeführt worden. Alle Arbeiten im Zusammenhang mit der Abholung und Unterbringung der Tiere werden ehrenamtlich durchgeführt, aber auf den Tierarztkosten über 2581 Euro im vergangenen Jahr würde der Verein der „Interessengemeinschaft (IG) Mensch und Tier“ sitzen bleiben. Deshalb hatte der IG-Vorsitzende Tilman Rieger bei Bürgermeister Rudolf Schreyer (GWA) um einen Zuschuss für die Kastrationskosten gebeten: für 19 Kastrationen zu je 50 Euro einmalig 950 Euro. Die Kosten für die weiteren Kastrationen übernimmt das Tierheim komplett selbst.

Kosten für Tierheim steigen

Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen sind die Kommunen dazu verpflichtet, Fundtiere aus dem Gemeindegebiet entgegenzunehmen und zu verwahren. Da dies die Gemeinden kaum selbst ausführen können, nimmt das Tierheim solche Fundtiere auf. Für die Unterbringung, Verpflegung und tierärztliche Versorgung für einen Zeitraum von maximal 28 Tagen je Tier hingegen müssen die Gemeinden selbst aufkommen.

Seit 2016 besteht mit dem Tierheim eine Vereinbarung über eine „pauschale Abgeltung des Aufwendungsersatzes“ bei Fundtieren mit anfänglich 20 Cent und maximal 50 Cent je Einwohner und Jahr. Aufgrund vermehrter Fundtiere, überwiegend Katzen, wurde die Vereinbarung im Jahr 2019 angepasst. Rieger hat diese kürzlich gekündigt und Schreyer um ein Gespräch für neue Verhandlungen gebeten.

Gemeinderätin Marlene Langmeier fragte in der anschließenden Diskussion, warum man in den Fällen, in denen Katzen von Bauernhöfen aufgenommen würden, die Besitzer nicht zur Kasse bitten könne. Die Herkunft der Tiere könne man nicht nachweisen, so Schreyer. Nach der Abholung gemeldeter Tiere mache das Tierheim das „gesamte medizinische Programm“.

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August Seidinger (GWA) erklärte, dass er die Arbeit des Tierheims sehr schätze, dennoch sei es seiner Ansicht nach „nicht Aufgabe der Gemeinde, sämtliche Kastrationskosten zu übernehmen“. Sein Vorschlag war, im Voraus bei der Gemeinde anzufragen, wenn Tiere abzuholen seien. Rieger, der als Besucher in der Sitzung anwesend war, erwiderte: „Wir haben nicht immer den zeitlichen Vorlauf.“ Wenn es möglich sei, gebe er künftig vorher Bescheid. Er betonte auch, dass es sich um einen „erheblichen logistischen Aufwand“ handle und dass die meisten Tätigkeiten ohnehin ehrenamtlich gestemmt würden.

In einem nächsten Schritt will der Bürgermeister mit Rieger einen neuen Vertrag ausarbeiten.

MN

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