Die optimale Bienennahrung

Blühpflanzenpionier Hans Schmid aus Bernöd in der Gemeinde Schnaitsee inmitten seines Bienenparadieses, das heuer vorwiegend im Blau der Wegwarte leuchtet.
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Blühpflanzenpionier Hans Schmid aus Bernöd in der Gemeinde Schnaitsee inmitten seines Bienenparadieses, das heuer vorwiegend im Blau der Wegwarte leuchtet.

Waldhausen – „Vor sechs Jahren habe ich den Versuch, die bestmögliche Nahrung für die Bienen zu kreieren, selbst in die Hand genommen.

Ich wollte damals eine optimale Lösung finden“, erklärt Biobauer Hans Schmid seine Beweggründe für den langjährig geplanten Versuch.

Dann aber kam im vergangenen Jahr das bedauerliche Aus wegen des bestehenden Umbruchsgebots. Das verbietet es, landwirtschaftliches Grünland in Ackerland umzuwandeln. Wenn ein Acker fünf Jahre als Dauergrünland bewirtschaftet wird, darf die Wiese nicht mehr umgebrochen, also nicht mehr umgepflügt werden.

„Aber ich wollte nicht aufgeben und habe heuer die 330 Meter lange und etwa 20 Meter breite Fläche ein weiteres Mal mit verschiedenen Blühpflanzenmischungen, die ich mir zu einem großen Teil selber zusammengestellt habe, eingesät.“ Beim Vorstellungstermin der neuen Anbauflächen zeigte sich die Vielfalt an blühenden Kulturpflanzen und Wildblumen. Vogelwarte, Kornblumen, Margeriten, Schafgarben, der Natternkopf, Sonnenblumen und viel mehr blühen um die Wette. Schmid zeigt auf ein paar Quadratmeter mit viel üppigeren Pflanzen. „Da sind wohl beim Umpflügen ein paar Pflanzen ‚versehentlich‘ vergessen worden.“ Diese seien nach sechs Jahren jetzt viel massiver, höher und intensiver gewachsen.

Der Biobauer erläutert, dass die Fläche nur einmal im Jahr gemäht wird. Dann wird gekreiselt, damit die Samen ausfallen. Schmid zeigt auch eine Versuchsfläche, die er mit den vorgeschlagenen zwei Gramm pro Quadratmeter eingesät hatte. „Das ist aber zu wenig. Mindestens drei bis vier Gramm Saatgut sind notwendig, um den gewünschten Erfolg zu erzielen.“

Er möchte alle Möglichkeiten ausprobieren und seine Schlüsse ziehen. „Meine Bienen sollen hier ein Paradies vorfinden“, kommt der engagierte Naturschützer ins Schwärmen, der sein Wissen auch weitergeben möchte. Seine Versuchsflächen an der Straße zwischen Schnaitsee und Waldhausen sind zu besichtigen. „Aber auch alle Gartenbauvereine, Bienenzuchtvereine und weitere Interessenten sind nach Bernöd eingeladen“, sagt Schmid. ju

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