Obings Dorfzentrum erhält ein neues Gesicht

Für dieser Bereich um den ehemaligen „Gasthof Kufner“ und um das Anwesen „Linner“ an zentraler Stelle in Obing in der Wasserburger Straße hat der Obinger Gemeinderat eine Bebauungsplanänderung auf den Weg gebracht.
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Für dieser Bereich um den ehemaligen „Gasthof Kufner“ und um das Anwesen „Linner“ an zentraler Stelle in Obing in der Wasserburger Straße hat der Obinger Gemeinderat eine Bebauungsplanänderung auf den Weg gebracht.

Rund um die ehemaligen Gasthof „Kufner“ entsteht eine neue Ortsmitte in Obing. Ein Bebauungsplanentwurf zurrt die Details fest.

Von Inge Graichen

Obing – Der ehemalige Gasthof „Kufner“ an der Wasserburger Straße in Obing wird abgebrochen. An seiner Stelle entsteht, wie berichtet, ein neues Gebäude, das Platz bietet für eine Tagespflegeeinrichtung für Senioren, eine Sozialstation und Seniorenwohnungen. Nun beschloss der Gemeinderat mit einer Gegenstimme, den Bebauungsplan „Dorfzentrum Obing-Mitte“ dementsprechend zu ändern – unter Einbeziehung der geplanten Umbaumaßnahmen am benachbarten Anwesen „Linner“.

Fassaden- und Dachgestaltung festgelegt

Bei der Behandlung des Entwurfs für die Bebauungsplanänderung klärten die Gemeinderäte einige wichtige Einzelfragen, unter anderem dass an der Südfassade Balkone mit 1,20 Metern Tiefe gebaut werden können entsprechend dem Dachüberstand, mit dem sie dann eine Linie bilden. Auf der Ostseite sollen Balkone mit 1,70 Metern erlaubt sein.

Für die Dacheindeckung beim Kufner-Anwesen können laut Gemeinderatsmehrheit sowohl Ziegel als auch Blech verwendet werden. Vier Gemeinderäte sprachen sich dagegen dafür aus, ein Blechdach aus Edelstahl festzulegen, weil das dem Bestand entspreche, – auch an einigen ähnlichen Gebäuden in Obing und Frabertsham. Die Dachneigung wurde auf den Bereich zwischen zehn und 18 Grad festgelegt, das bestehende Dach auf dem Kufnerwirt hat 18 Grad.

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Die Zusammenlegung eines Teils der Stellplätze beider Bauvorhaben in einer gemeinsamen Tiefgarage sah den Obinger Gemeinderäten positiv. Für die oberirdisch angelegten Stellplätze war es den Gemeinderäten wichtig, dass diese zwar den Bauvorhaben zugerechnet werden und Bewohnern und Besuchern zur Verfügung stehen, aber auch für die Allgemeinheit offen sind, also eine gegenseitige Nutzung festgelegt wird. Zur Ausgestaltung der Außenanlagen insbesondere im Stellplatzbereich vor dem Gebäude an der Wasserburger Straße sollte gemeinsam mit den Bauherrn überlegt werden, wie dort noch eine ergiebigere Eingrünung erreicht werden kann und dies dann in den städtebaulichen Verträgen festgehalten werden – ebenso wie die Gestaltung der Südfassaden beider ortsprägender Gebäude, beschloss der Gemeinderat.

Verbreiterung der Bräugasse gewünscht

In dem Plan zur Bebauungsplanänderung wurde einstimmig eine Verbreiterung der Fahrbahn der Bräugasse vorgesehen. Allerdings müsste dazu von der Gemeinde noch Grund erworben werden. Darum sollte sich die Kommune zeitnah kümmern, war die Auffassung der Gemeinderäte.

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