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Es gibt auch Skepsis

Obing spricht sich für Bahnstrecke Obing-Bad Endorf aus: Bekommt „Leo“ eine neue Chance?

„Leo“ wird die Cheimgauer Lokalbahn im Volksmund liebvoll genannt. Seit Jahrzehnten wird die Strecke von einem Verein betreiben. Nun sprach sich der Obinger Gemeinderat für eine Reaktivierung aus.
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„Leo“ wird die Cheimgauer Lokalbahn im Volksmund liebvoll genannt. Seit Jahrzehnten wird die Strecke von einem Verein betreiben. Nun sprach sich der Obinger Gemeinderat für eine Reaktivierung aus.
  • VonInge Graichen
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Gibt es eine neue Chance für die Reaktivierung der Chiemgauer Lokalbahn „Leo“? Das sagt die Gemeinde Obing dazu.

Obing – In der vorangegangenen Gemeinderatssitzung berichtete Obings Bürgermeister Sepp Huber (FW) von einem Treffen der Anrainer-Gemeinden der Bahnstrecke Obing - Bad Endorf mit Vertretern des Chiemgauer- Lokalbahn-Vereins und der Betriebsgesellschaft zur Zukunft dieser Bahnlinie berichtet.

Gemeinden müssen zustimmen

Dabei habe sich ergeben, dass eine Reaktivierung der LEO-Strecke für den Öffentlichen Personennahverkehr möglich sein könnte, wenn alle Gemeinden an der Strecke diese Bestrebungen unterstützten. Der Gemeinderat Obing hielt nun in einem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss fest, dass sich die Gemeinde Obing für die Reaktivierung der Bahnlinie Obing - Bad Endorf ausspricht. Dazu erklärt die Kommune ihre grundsätzliche Bereitschaft für die rückwärtige Erschließung der Bahnhaltepunkte, also die Schaffung von Bushaltebuchten und Buszufahrt, Radlständern, Wegen zum Bahnhof, entsprechender Beschilderung. Außerdem will die Gemeinde bei der Anpassung der Busfahrpläne mitarbeiten, damit nicht parallel zum Zug Buslinien in Konkurrenz fahren, die Buslinien viel mehr als Zubringer aus der Fläche fungieren.

Prozess dauert mehrere Jahre

Laut Bürgermeister Huber (FW) sind zunächst einmal zustimmende Beschlüsse zur Reaktivierung der Bahnlinie in dieser Form von allen anliegenden Gemeinden sowie von den beteiligten Landkreisen notwendig, damit der Reaktivierungsprozess überhaupt in Gang kommt. Außerdem seien diese grundsätzlichen Beschlüsse wichtig, um später dann auch auf öffentliche Fördermittel zugreifen zu können, ergänzte Gemeinderat Hans Schloder (FW), der an dem Treffen von Lokalbahn und allen Gemeinden teilgenommen hatte.

Die Reaktivierung gehe nicht von heute auf morgen, er rechne mit einem Zeitraum von fünf bis zehn Jahren, so Schloders Einschätzung, doch müsse man jetzt den Prozess starten, denn unter anderem sei dann die Ertüchtigung der Strecke notwendig, beispielsweise um dort mit größerer Geschwindigkeit fahren zu können.

Strecke in Gestaltung des Orts aufnehmen

Fanni Mayer (CSU) mahnte an, dass die Bahnstrecke Obing - Bad Endorf in die Nahverkehrspläne der Landkreise aufgenommen werden muss. Lisa Voit (BL) plädierte dafür, Bahnstrecke und Bahnhof in die Planung der Neugestaltung des Ortszentrums aufzunehmen und sah ebenso wie Ingrid Wimmer (PAO) in dem zustimmenden Beschluss zur Reaktivierung der Strecke als Teil des öffentlichen Nahverkehrs einen wichtigen Schritt im Aufbruch in eine neue Mobilität.

Gemeinderat Martin Maier (CSU) zeigte sich zwar skeptisch, dass auf der LEO- Strecke jemals wieder ÖPNV möglich sein wird, stimmte aber dennoch dem grundsätzlichen Beschluss zu, der Voraussetzung für die Reaktivierungsbemühungen ist.

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