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Aus dem Gemeinderat

Obing will Solaranlagen aufstellen

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  • VonInge Graichen
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Der Obinger Gemeinderat setzt sich mit erneuerbaren Energien auseinander: Entsteht beim Kreisverkehr an der neuen B 304 eine Freiflächenphotovoltaikanlage?

Obing – Immer mehr Gemeinderatsgremien in der Region müssen sich gegenwärtig mit Vorhaben zur Errichtung von Freiflächenphotovoltaikanlagen auseinandersetzen, so nun auch der Gemeinderat Obing.

Dem Rat lag ein Antrag von Sebastian Huber aus Kleinornach vor, der auf 2,3 Hektar eine Photovoltaikanlage plant. Die Fläche ist angrenzend an den Kreisverkehr der neuen B 304 östlich von Obing und an die Straße zum Golfplatz. Die Anlage soll eine Leistung von etwa zwei Megawatt haben und den Strom im Rahmen eines Power Purchase Agreements an einen festen Abnehmer liefern.

Problem: der Flächenverbrauch

Dem Antrag folgte ein intensiver Austausch von Argumenten zum Für und Wider solcher Anlagen. Über die Notwendigkeit der Erzeugung erneuerbarer Energien in der Region war sich der Gemeinderat grundsätzlich einig, Problem sei jedoch der Flächenverbrauch.

Dem hielt Zweite Bürgermeisterin Fanni Mayer (CSU) entgegen, in den sonnenreichen Chiemgau passe diese Form der Energieerzeugung am besten: „Eine Biogasanlage bräuchte die fünfzigfache Fläche für die selbe Ausbeute.“ Und bisher sei Obing eh noch nicht sehr stark an der Stromerzeugung aus regenerativen Energien beteiligt, deshalb befürworte sie das zur Debatte stehende Vorhaben auf jeden Fall, auch wenn man weiterhin Biogasanlagen wegen ihrer Grundlastfähigkeit ebenfalls brauche.

Gemeinderatsmitglied Armin Plank (PAO) ergänzte, es gehe nicht um Flächenverbrauch: „Der Boden unter den Modulen wird nicht versiegelt und kann weiterhin genutzt werden, und zwar eher extensiv beispielsweise durch Beweidung mit Schafen, sodass sogar die natürliche Artenvielfalt in unserer Landschaft gefördert wird.“

Gemeinderat Andreas Voderhuber junior (BL) dagegen sah die Inanspruchnahme von guter landwirtschaftlicher Fläche weiterhin kritisch, die Nutzung von Dachflächen für Photovoltaikanlagen befürworte er jedoch. Antragsteller und Landwirt Sebastian Huber meldete sich zu Wort, das ihm vom Gemeinderatsgremium auch erteilt wurde: „Sonst würde ich an dieser Stelle Mais anbauen, der in der Biogasanlage ebenfalls der Stromerzeugung dienen würde, aber eben nicht so effektiv.“

Wie sinnvoll die Aufstellung eines Standortkonzeptes für Freiflächenphotovoltaikanlagen mit gewissen Richtlinien sei, stellte Hans Schloder (FW) infrage. Er bezweifelte, ob dies bei der Beurteilung weiterer entsprechender Anträge wirklich hilfreich sei. Von Korbinian Stettwieser (PAO) wurde das unterstützt mit dem Hinweis, dass in nächster Zeit viele Neuerungen bei der Nutzung erneuerbarer Energien unter anderem in der Speichertechnologie sowie bei den energiepolitischen Voraussetzungen zu erwarten seien.

Standortplanung nicht sinnvoll

Der Obinger Gemeinderat sah letzten Endes mit zwölf zu eins Stimmen das konkrete Vorhaben als sinnvoll an und signalisierte seine Bereitschaft, den Flächennutzungsplan entsprechend zu ändern und einen Bebauungsplan für die Fläche aufzustellen.

Der Bauherr solle die Planung fortführen und weitere Fragen unter anderem zur Einspeisung klären. Die von Bürgermeister und Verwaltung ins Spiel gebrachte grundsätzliche Standortplanung für die gesamte Gemeinde hielt das Gremium erst einmal nicht für erforderlich und bevorzugte die Einzelfallentscheidung.

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Der Standort der geplanten Freiflächenphotovoltaikanlage zwischen Hochbruck und Kleinornach beim östlichen Kreisverkehr der Ortsumfahrung Obing.

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