Obing schafft Ordnung auf dem Friedhof

Blick vom Obinger Kirchturm auf den Friedhofsbereich, der nun renoviert wird. Notwendig wurden die Maßnahmen, um die Standsicherheit der Grabsteine zu erhalten und zudem eine einheitliche Anordnung zu schaffen.
+
Blick vom Obinger Kirchturm auf den Friedhofsbereich, der nun renoviert wird. Notwendig wurden die Maßnahmen, um die Standsicherheit der Grabsteine zu erhalten und zudem eine einheitliche Anordnung zu schaffen.

Neue Fundamente, neue Pflanzungen, neue Ausstattungen: So läuft es mit der Sanierung auf dem Obinger Friedhof.

Von Inge Graichen

Obing – Die Arbeiten auf dem Obinger Friedhof gehen planmäßig voran. Neue Grabsteinfundamente wurden bereits eingezogen. Ein barrierefreier Zugang zur Kirche wird geschaffen.

Notwendig wurden die Maßnahmen, um die Standsicherheit der Grabsteine zu erhalten. Zudem sollte eine einheitliche Anordnung auf dem Friedhof geschaffen werden, um langfristig würdige Beerdigungen zu gewährleisten. So wurde vor etwa zehn Wochen damit begonnen, mit einem Kran die Grabsteine zur Seite zu heben und die Einzelfundamente der Grabsteine abzubauen. Die neuen Streifenfundamente wurden bereits eingezogen. Die Arbeiten gehen zügig voran.

Grabsteine sind wieder an ihrem Platz

Inzwischen ist der Hauptteil der Grabsteine zurück an seinem Platz und die Steinmetze haben die Einfassungen der Gräber wiederhergestellt. Demnächst kann der große Kran abgebaut werden. Des Weiteren werden die Wege zwischen den Gräbern mit Kies und Splitt aufgefüllt. Besonders bearbeitet wird noch der Weg hin zum Südportal der Kirche. Hier soll ein barrierefreier Zugang zur Kirche geschaffen werden. Dazu wird der Weg etwa ab der Michaelskapelle bis hin zum südlichen Eingang in die Kirche leicht angehoben, damit die zwei Stufen am Portal nicht mehr notwendig sind.

Natürlich werden auch die Wege entlang der Südseite der Kirche der neuen Zugangshöhe angeglichen.

Neue Bepflanzung in sechs Wochen möglich

Der Belag des Weges soll mit glatten Betonpflastersteinen ausgeführt werden. Diese Arbeiten werden noch fünf bis sechs Wochen in Anspruch nehmen. Ab dann können die Gräber von den Grabbesitzern wieder neu bepflanzt werden.

+++

Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

+++

Zum Auffüllen der Gräber wird von der Kirchenverwaltung einfacher Humus bereitgestellt. Erst wenn die Gräber bepflanzt sind, werden die Wege zwischen den Gräbern mit Splitt aufgeschüttet, um eine saubere Anlage zu erhalten, erläutert Kirchenpfleger Martin Wagner.

Entlang der Kienberger Straße wird wieder eine Hecke gepflanzt. Der Altbestand musste bei der Baumaßnahme entfernt werden.

Das große Kreuz, das am Weg zur Kirche stand, bekommt einen neuen Platz. Zur Zeit steht es an der Ostseite der Kirche und soll während der Baumaßnahme übergangsweise ein Ort der Ruhe und des Gedenkens an die verstorbenen Angehörigen sein. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird es an der Kienberger Straße aufgestellt und würdig gestaltet. Dort ist auch eine Ruhebank angedacht, ebenso wie ein zusätzlicher Brunnen zur Wasserentnahme.

Zweiter Bauabschnitt soll folgen

Die aktuelle Baumaßnahme umfasst allerdings nur einen Teil des Friedhofs. „Ein zweiter Bauabschnitt wird, wie geplant, aus finanziellen Gründen wohl erst in mehreren Jahren möglich werden. Dann sollen der Rest des südlichen Friedhofs, der Eingangsbereich mit dem Tor und die Containerplätze saniert und neu gestaltet werden“, betont Martin Wagner und bedankt sich bei allen Grabbesitzern für das Verständnis und die Zusammenarbeit bei der Durchführung dieser Baumaßnahme.

Die Grabbesitzer werden nach seinen Worten schriftlich benachrichtigt, wenn die Gräber wiederfreigegeben werden. Dann können die Gräber wieder bepflanzt, gepflegt und besucht werden.

Kommentare