Obing hat mehr Einnahmen als erwartet

2,3 Millionen Euro sind voraussichtlich am Ende des Jahres in der Obinger Gemeindekasse.
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2,3 Millionen Euro sind voraussichtlich am Ende des Jahres in der Obinger Gemeindekasse.

Durch eine Reihe von Änderungen in Einnahmen und Ausgaben wurde für die Gemeinde Obing die Verabschiedung eines Nachtragshaushalts erforderlich, der die Zahlen des Haushaltsplans den aktuellen Entwicklungen anpasste.

Von Inge Graichen

Obing – Durch eine Reihe von Änderungen in Einnahmen und Ausgaben wurde für die Gemeinde Obing die Verabschiedung eines Nachtragshaushalts erforderlich, der die Zahlen des Haushaltsplans den aktuellen Entwicklungen anpasste.

Rücklagen in Höhe von 2,3 Millionen Euro

Einerseits kommt es im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie voraussichtlich zu Steuermindereinnahmen insbesondere beim Einkommenssteueranteil der Gemeinde.

Dies wird allerdings durch die staatlichen Mittel von etwa 350 000 Euro zur Kompensation der Mindereinnahmen weitgehend ausgeglichen. Andererseits wurden weit mehr Grundstücke im Baugebiet „An der Schalkhamer Straße, Teil II“ verkauft als veranschlagt, sodass aus Grundverkauf samt Vorausleistungen für Erschließungskosten insgesamt Mehreinnahmen im Vermögenshaushalt von fast 1,2 Millionen Euro entstanden.

Dadurch konnte der Gesamthaushalt sogar von 13,8 auf gut 14 Millionen Euro erhöht werden. Da außerdem bei den geplanten Ausgaben im Vermögenshaushalt einiges noch nicht 2020 realisiert wird, unter anderem der Ausbau der Rad-Infrastruktur für 157 000 Euro, und 300 000 Euro für den Grunderwerb für das Gewerbegebiet erst später fällig werden, können nun 633 000 Euro der allgemeinen Rücklage zugeführt werden, statt einer Rücklagenentnahme von 775000 Euro.

Außerdem stimmte der Obinger Gemeinderat einstimmig der von Kämmerin Isabella Bauer überarbeiteten Finanzplanung bis 2023 zu.

Für 2021 sieht der Finanzplan sowohl die Ausgaben für die teilweise schon abgewickelten Grunderwerbe als auch für die Umsetzung des Projekts „Radinfrastruktur“ vor.

Für kommende Aufgaben gerüstet

Alles Weitere sei nicht auf bestimmte Zahlen festlegbar und daher im Finanzplan nicht berücksichtigt. So konnten die Aufgaben und Ausgaben, die mit der Neugestaltung der Ortsdurchfahrt und des Ortskerns insgesamt auf die Gemeinde Obing zukommen werden, noch nicht beziffert werden. Auch eine mögliche Erweiterung der Kindertagesstätte sei aktuell zahlenmäßig nicht erfassbar.

Mit einem voraussichtlichen Rücklagenstand von 2,3 Millionen Euro zum Ende des Jahres 2020 sei die Gemeinde Obing aber für die kommenden Aufgaben gut gerüstet, hieß es im Gemeinderat. Das Gremium verabschiedete den Nachtragshaushalt einstimmig.

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