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Noch keine Aufsicht am Badeweiher in Griesstätt? „Wenn was passiert, sind wir dran“

Am Wasserwachtsteg (im Hintergrund) steht am Weitsee die Badeaufsicht auch für den neuen Sprungturm parat. Unterforsthuber

Schnaitsee hat sie für den Weitsee, Griesstätt für den Kettenhamer Weiher noch nicht - eine Badeaufsicht.

Schnaitsee/Griesstätt – Obwohl die Wetteraussichten für diese Tage in unserer Region nicht so prickelnd sind, laden Freibäder und Naturseen gerade in der Urlaubszeit täglich zum Baden ein. Wie der Weitsee bei Schnaitsee. „Unser neuer Sprungturm wurde schnell zu einem Markenzeichen. Besonders bei jüngeren Badegästen ist er ein Anziehungspunkt“, freut sich Bürgermeister Thomas Schmidinger über den florierenden Betrieb im gemeindlichen Seebad.

Bei Gefahr sofort eingreifen und helfen

Springen oder rutschen – was für die Gäste zum Vergnügen wird, jagt manchem Naturbad-Betreiber mehr und mehr Sorgenfalten auf die Stirn. Denn mittlerweile haben sie mit verschärften Vorschriften zu kämpfen – speziell bei der Verkehrssicherungspflicht beziehungsweise Aufsichtspflicht und der Unfallhaftung. Vor allem dann, wenn Wasserrutschen, Badeinseln oder Sprungtürme im Spiel sind.

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Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) aus November 2017 müssen Bademeister oder Aufsichtspersonen das Geschehen im Wasser ständig im Blick haben, um bei gefährlichen Situationen sofort eingreifen und helfen zu können.

„Hier am Weitsee haben wir keine Probleme damit“, betont Schmidinger.

Badeaufsicht täglich vor Ort am Weitsee

„Wir haben viel Geld für den neuen Sprungturm ausgegeben. Da mussten wir schon eine gewisse Sicherheit haben, dass wir den Betrieb aufrecht erhalten können. Wir haben täglich eine Badeaufsicht vor Ort. Eine Mutter, die mit ihren Kindern oft am See ist, ein pensionierter Polizist und ein Student wechseln sich hier ab.“ Das klappe vorzüglich, so der Bürgermeister. „Alle drei haben das erforderliche Rettungsabzeichen.“

Verschärfte Bedingungen

Der Bürgermeister prangert eher das Verhalten der Bürger im Schadensfall an. „Es wird bei jedem Unfall oder sogar bei einer Wunde nach einer Unachtsamkeit ein Schuldiger gesucht. Das ist heutzutage halt so.“

Er versichert im Gespräch mit der Wasserburger Zeitung, dass der Weitsee weiterhin ein Schmuckstück im Fünfseen-Gebiet und eine unvermindert attraktive Anlaufstation für Badegäste sein werde.

Kommunen sind gefordert

Das BGH-Urteil sei zwar schon im Herbst 2017 gefallen, aber im vergangenen Jahr seien die verschärften Bedingungen für den Betrieb von Naturbadeseen von betroffenen Gemeinden erstmals thematisiert und vielfach juristische Gutachten in Auftrag gegeben worden, wie eine BGH-Pressesprecherin der Wasserburger Zeitung auf Anfrage erklärte. Jetzt seien die Kommunen gefordert, zu handeln.

Handlungsbedarf in Griesstätt?

Handlungsbedarf sieht auch Griesstätts Bürgermeister Robert Aßmus nach dem Gespräch mit unserer Zeitung. Die Gemeinde betreibt den Kettenhammer Weiher mit Liegewiese, Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich, einem Sprungsteg und einem Badefloß.

Bürgermeister will Thema in den Gemeinderat bringen

Angesprochen auf die Verkehrssicherungspflicht und Aufsicht während des Badebetriebs gemäß des BGH-Urteils räumt Aßmus ein, „dass wir noch nichts gemacht haben“. Während des Hauptbetriebs an den Wochenenden führe allerdings die Wasserwacht die Aufsicht; ansonsten gebe es die obligatorischen Hinweisschilder „Benutzung auf eigene Gefahr“. Dass dies nicht reichen könne, werde ihm jetzt bewusst. „Wenn was passiert, sind wir dran.“ Deshalb werde er das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Gemeinderatssitzung setzen, so der Bürgermeister zur Zeitung.

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