Besondere Figuren

Der Nikolaus der Krampus schmücken das Museum Wasserburg – trotz Corona

Die beiden Figuren Nikolaus und Krampus wurde Anfang 20. Jahrhunderts geschnitzt.
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Die beiden Figuren Nikolaus und Krampus wurde Anfang 20. Jahrhunderts geschnitzt.

Sie halten Trotz Schließung wegen Corona wacker die Stellung: der Nikolaus und der Krampus, die auch heuer im Schaufenster des städtischen Museums Wasserburg stehen. Die beiden Figuren sind nicht nur wegen ihrer Geschichte etwas Besonderes.

Wasserburg – Alle Jahre wieder schmücken der heilige Nikolaus und sein finsterer Gefährte Krampus in der Vorweihnachtszeit das Museum. Die beiden Figuren, die vielen schon von Kindesbeinen an vertraut sind, stehen auch heuer wieder bis zum 8. Dezember im Schaufenster. Dort halten sie wacker die Stellung und trösten darüber hinweg, dass die Schließung des Hauses weiter anhält, wodurch auch die Krippenausstellung verschoben werden muss.

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Krampus steckt den bösen Buben in den Sack

Seit ungefähr 100 Jahren ziehen die Figuren Kinder (und auch Erwachsene) in ihren Bann. Anfang des 20. Jahrhunderts schnitzte Sebastian Mayr ihre Gesichter und Hände.

Der Seilermeister Josef Hochwind beteiligte sich ebenfalls mit großem handwerklichen Geschick und Erfinderreichtum. Er ist verantwortlich dafür, dass Krampus den bösen Bub immer wieder in den Sack gesteckt wird. Eine Mechanik im Rumpf der Figur macht diese Bewegung möglich.

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Zuerst waren der Nikolaus und sein Begleiter im Laden des Seilers Hochwind in der Ledererzeile aufgestellt. Später übernahm das Möbelhaus Reheis das Seiler-Anwesen und damit auch den Weihnachtsschmuck. Als Josef Reheis das Geschäft schließen musste, schenkte er die Figuren im Jahr 2004 an das Museum und bat darum, sie weiterhin den Kindern zu zeigen. Dieser Tradition nahm sich die Einrichtung gerne an.

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Neben der traditionellen Mitra als Kopfbedeckung und dem Bischofstab balanciert dieser Nikolaus auf seinem Buch drei goldene Kugeln. Sie spielen auf eine alte Legende an, in der sich der Heilige als barmherziger Schenker auszeichnet: Ein Vater war in Geldnot geraten und konnte seine drei Töchter nicht mehr standesgemäß verheiraten. Als er sogar erwägen muss, sie dem Gunstgewerbe zuzuführen, taucht der Nikolaus des Nachts als Retter in der Not auf. Heimlich wirft er den schlafenden Töchtern jeweils eine goldene Kugel aufs Bett und sichert damit ihre Mitgiften.

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