SCHNAITSEER SOZIALKREIS ZIEHT BILANZ

„Nie auf taube Ohren gestoßen“

Der Schnaitseer Sozialkreis hat eine erfolgreiche Bilanz gezogen. Insgesamt wurden in erster Linie durch Spenden beim Sozialfonds 10700 Euro eingenommen.

Schnaitsee – Bei der Sitzung mit der Sozialreferentin und Dritten Bürgermeisterin Anita Meisl an der Spitze gedachten die Mitglieder des verstorbenen Robert Schüler (67). „Robert Schüler hat in den Jahren, in denen er in Schnaitsee lebte, viel für die Allgemeinheit getan. Er war ein steter Helfer im Hintergrund“, so Rosi Schönhuber. Dem schloss sich auch VdK-Vorsitzender Leo Knöckl uneingeschränkt an. „Der Robert war auch im VdK sehr aktiv.“

Meisl blickte auf die Seniorenkonferenz in Traunstein, die sie zusammen mit der Behindertenbeauftragten Marianne Fraitzl besucht hatte. Hier wurde auch die Notfallmappe vorgestellt, die aber durchaus nicht nur positive Reaktionen hervorrief. Eigentlich hätte diese Aufgaben schon längst die Gesundheitskarte erfüllen sollen. „Aber bisher gab’s keinen Erfolg. Jetzt soll alles wieder auf die Patienten abgewälzt werden“ – war die allgemein kritische Meinung zur Notfallmappe.

Obwohl, besonders bei der Herstellung, die Aktion mit den „Herzen für Schnaitsee“ nicht ganz optimal verlief, war der Erfolg doch sehr erfreulich. Dieser schlug sich auch beim Sozialfonds nieder. Insgesamt wurden in erster Linie durch Spenden beim Sozialfonds 10 700 Euro eingenommen. Über 6000 Euro wurden dort ausbezahlt, wo es notwendig war. Es wurden Lebensmittel- und Tankgutscheine ausgegeben. Für Familien gab es auch Gutscheine für Unternehmungen mit Kindern, wie etwa zu einem Besuch im Wildpark Oberreith. „Das ist ein sehr sensibles Thema. Wir leisten diese Unterstützungen absolut anonym“, sagte Rosi Schönhuber von der Gemeindeverwaltung. Sie dankte allen Unterstützern der Sozialarbeit: „Wir sind nie auf taube Ohren gestoßen, wenn wir um Hilfe nachgefragt haben.“

In einem weiteren Punkt wurde die Änderung vom bisherigen Rufbus zum Seniorentaxi hin sehr positiv beurteilt. Besonders die Haustürabholung und dass die Krankenhäuser angefahren werden, gefiel den Mitgliedern im Sozialkreis.

Auch das neue Landespflegegeld wurde vorgestellt. Damit wird den Menschen eine finanzielle Anerkennung zuteil, die sich um Pflegebedürftige kümmern. Dabei werden jährlich 1000 Euro ausbezahlt. Für weitere Fragen steht der Sozialkreis Schnaitsee zur Verfügung.

Für den Herbst plant der Sozialkreis in Zusammenarbeit mit dem VdK, der Kirche und weiteren Vereinen und Gruppen einen Infoabend zur Patientenverfügung mit Karl Schulz vom Landratsamt. Der Termin und der Ort werden rechtzeitig bekannt gegeben.

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