RENATE HERKE PRÄSENTIERT IHR ZWEITES KINDERBUCH

„Nichts ist erfunden – außer dem Kind“

Renate Herke hat ihr zweites Kinderbuch über Wasserburg geschrieben. Vorgestellt wird es am Dienstag. Bauer
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Renate Herke hat ihr zweites Kinderbuch über Wasserburg geschrieben. Vorgestellt wird es am Dienstag. Bauer

Wasserburger Geschichten stehen bei Jung und Alt hoch im Kurs. Renate Herke präsentiert am Dienstag, 13. Dezember im Theater der Englischen Fräulein ihr zweites Kinderbuch mit dem Titel „Ausgerechnet Wasserburg“. Der Schauspieler Thomas Meinhardt vom Metropoltheater wird ab 19 Uhr lesen. Einen musikalischen Rahmen steckt das „Trio Tonale“.

Wasserburg – Im Mittelpunkt steht das zweite Kinderbuch von Renate Herke, von dem allein schon der Untertitel „Eine Stadt in Gefahr“ Spannung verspricht. Im ersten Buch, das auch schon die „Wasserburger Bücherstube“ verlegte, erzählte die Autorin, wie es vor 100 Jahren in der Schule war. Den Anlass dazu gab das 100. Jubiläum der Grundschule am Gries. In diesem „Schulherz“ unternimmt ein Kind eine Zeitreise und entdeckt so einiges. Der Leser kann Vergangenheit und Aktuelles allein schon an den zwei verschiedenen Schrifttypen unterscheiden.

Zur Autorin war Renate Herke über ihren Beruf gekommen: „Als Lehrerin für evangelische Religionspädagogik muss ich viele Geschichten erzählen.“ Das brachte sie auf die Idee, auch einmal eine eigene Geschichte abzufassen. Und sie verbuchte mit dem ersten Kinderbuch „Schulherz“ nicht nur bei jungen Lesern einen Erfolg. Auch Omas und Opas warfen einen Blick hinein und stellten fest: „So war’s einmal.“

„Als Lehrerin für evangelische Religionspädagogik muss ich viele Geschichten erzählen“

Der zweite Band bringt eine Weiterführung, aber nicht zur Schule am Gries, sondern zur Stadt Wasserburg. Wieder startet ein Kind in die Vergangenheit und staunt über den Brand von Wasserburg, den Salzhandel, die Schifffahrt und vieles andere mehr – und muss die Stadt retten. Renate Herke saß dafür Monate im Archiv: „Nichts ist erfunden – außer dem Kind.“

Renate Herke wohnt in Haag. Geboren ist sie in der Oberpfalz, aufgewachsen in Altötting. In München studierte sie Religionspädagogik, bevor sie an die Schule nach Wasserburg kam, an der sie mittlerweile 41 Jahre unterrichtet. Ihr Alltag ist nicht einfach, da sich die evangelischen Kinder auf fünf bis sechs Schulen verteilen. So muss sie die Pausen für Anfahrten nutzen.

Den direkten Anstoß zum Schreiben eines Kinderbuches erhielt sie über einen Drehbuchkurs. Sie hatte, wie sie bemerkt, schon vorher „1000 Hobbies“, unter anderem Singen in der Operette. Zum Umsetzen ihrer Kinderbücher verhalf ihr auch das Glück, dass es „eine interessierte Verlegerin für Wasserburger Geschichten“ gibt. Diese, Stefanie Bertram-Kempf, brachte das Buch in ihrem Verlag „Wasserburger Bücherstube“ heraus. Sie organisierte auch die Buchvorstellung am kommenden Dienstag um 19 Uhr im Theatersaal des Förderzentrums.

Die Idee wurde beiden bestätigt: Wasserburger Geschichten in Form von Kinderbücher kommen an. „Ich kenne Kinder, die das Buch auf Anhieb ausgelesen haben, weil sie es so spannend finden“, so Renate Herke. Gerade im technischen Kommunikationszeitalter sei Lesen wieder gefragt: „Kinder lieben Geschichten“. Dabei stehe auch die Historie nach wie vor hoch im Kurs. Die jungen Leser des Kinderbuchs befragten ihre Eltern und Großeltern zur Vergangenheit und erfuhren als Bestätigung zum Beispiel: „Wir konnten wirklich das Einmaleins von oben bis unten aufsagen.“

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