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Sternwarte Oberreith gewährt einen guten Blick

Nicht nur Bub Lenni war begeistert: So war die Sonnenfinsternis in der Region

Gegen 11.15 Uhr schiebt sich der Mond am gestrigen Dienstag vor die Sonne.
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Gegen 11.15 Uhr schiebt sich der Mond am gestrigen Dienstag vor die Sonne.
  • VonKarlheinz Günster
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Mit dem Teleskop der Sternwarte Oberreith war das Ereignis am heutigen Dienstag gegen 11.15 Uhr gut zu sehen: Der Mond schob sich vor die Sonne. Besucher aus Nah und Fern sahen sich das Ereignis gemeinsam an. Ein Bub aus Tacherting zeigte das größte Interesse.

Unterreit – Kommen wieder Wolken, bricht jetzt die Sonne durch? Ja?, dann schnell zum Teleskop und durchschauen. Dichtes Gedränge gab es in der Oberreither Sternwarte gestern nicht, aber immer wieder schauten Menschen vorbei, um das Schauspiel, wie sich der Mond vor die Sonne schiebt, genau betrachten zu können.

Teleskop mit 1,30 Meter Brennweite

Thomas Hilger, Vorsitzender des Vereins „Astronomie im Chiemgau“ und sein Kollege Oskar Pircher empfingen die Besucher und ermutigten sie, durch das Teleskop zu schauen. Alternativ dazu ermöglichten ein Fernglas mit entsprechendem Schutzfilter und spezielle Brillen einen Blick auf das Ereignis. Denn ohne Schutz sollte niemand direkt in die Sonne schauen. Die Hobby-Astronomen hatten extra zwei Teleskope aufgebaut, eines davon mit 1,30 Meter Brennweite. Das genügte für eine formatfüllende Darstellung der Sonne. Die verwendeten Filter ließen dabei nur den 100.000sten Teil des Lichtes passieren. Ein anderer Filter ermöglichte den Blick auf den Wasserstoff in der Sonnenatmosphäre.

In der Sternwarte Oberreith wurde die partielle Sonnenfinsternis von Alt und Jung genau beobachtet.

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Gut zu sehen war dabei ab etwa 11.15 Uhr für rund zwei Stunden die abgedunkelte Sonne, über die sich der Mond als Kreis schob und etwa 20 Prozent dessen Fläche einnahm. „Das ist zuwenig, als dass wir es hier vor Ort auf der Erde merken würden“, erklärte Oskar Pircher, erst bei 50 Prozent sei ein Effekt zu sehen, aber auch nur bei klarem Himmel. Hier streuten aber stets die Wolken das Licht.

Alle Blicke sind nach oben auf Sonne und Mond gerichtet.

Das sei anders als die totale Sonnenfinsternis im Jahr 1999. Kleinere solcher Ereignisse gebe es etwa zweimal im Jahr, es sei dann nur der Ort auf der Erde zu bestimmen, auf dem das sichtbar sei.

Zuschauer aus Nah und Fern

Eine Scheibe schiebt sich vor eine Kugel – was sich zunächst nicht wirklich spannend anhört, reicherten die beiden Vereinsmitglieder mit anschaulichen Detailinformationen an.

Was man in der Sternwarte noch sehen könne, vor allem nachts, das erfuhren die Besucher auch. Für einige war das eine schöne Abwechslung, sie waren sowieso im Wildpark, verbrachten ihren Urlaub hier, wie ein Familienvater aus Dresden mitteilte. Eine weitere Familie kam aus Frankfurt. Doch bei dem Buben Lenni aus Tacherting war mehr dahinter, er interessiere sich für alles, was mit Sternen zu tun hat und sei äußerst wissbegierig, teilte seine Mutter mit.

Wer das Ereignis verpasst hat: Die nächste Sonnenfinsternis in der Art ist 2025, die totale wird für das Jahr 2081 erwartet.

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