Neues Wohnen in Marsmeier

Neue Wohnhäuser sind hier mitten in Marsmeier geplant. Günster

Maitenbeth – Die Feinheiten für den neuen Bebauungsplan „Am Schmiedsee“ hat der Maitenbether Gemeinderat in seiner aktuellen Sitzung besprochen.

Sie fand trotz der Ausgangsbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie statt. Die Gemeinde müsse das Vorhaben voranbringen, erklärte Bürgermeister Josef Kirchmaier (Bürgerliste), denn einigen Bauherren „pressiert’s“.

Zwölf Parzellen auf 18 000 Quadratmetern

Vorgesehen sind zwölf Parzellen, die sich auf 18 000 Quadratmeter verteilen, da auch Bestand mit einbezogen wird. Letztlich komme die Kommune auf eine neue versiegelte Fläche von unter 10 000 Quadratmetern, was keinen Ausgleich erfordere.

Die Grundstücksgrößen betragen überwiegend rund 500 Quadratmeter, vereinzelt 950 Quadratmeter. Dieses Misch- und Wohngebiet, erklärte Planer Andreas Gilnhammer, liege mitten in Marsmeier und grenze nördlich an die frühere Schreinerei an.

Innerhalb dieses Areals betrage der Höhenunterschied drei Meter, wobei sich die jeweiligen Bezugspunkte nach der Zufahrt des Grundstücks richten würden. Es handle sich um einen sickerfähigen Untergrund. Zu klären war im Rat, ob „ortstypische“ Ein- und Zweifamilienhäuser im Plan vorzugeben waren oder ob man dem Trend der Zeit entsprechend auf der knapp verfügbaren Fläche mehr Wohnraum schaffen wolle. Für Letzteres entschied sich der Rat nach kurzer Diskussion. Möglich sind demnach mehr Wohnungen, die allein durch die Zahl der Stellplätze bei zwei Stück je Wohneinheit begrenzt sind. Dem stimmte auch Bernd Achterling (Bürgerliste) zu: „Wir brauchen Wohnungen.“

Planer Gilnhammer befürchtete hingegen eine mögliche „zugepflasterte Wüste“ angesichts der vielen Autos, das ziehe weitere an, gab er zu bedenken. Achterling sah aber auch auf kleinen Grundstücken eine Tiefgarage als Option, das sei alleine eine Frage der Kosten, meinte er. Gemeinderat Josef Posch (Bürgerliste) stimmte als einziger gegen diesen Geschosswohnungsbau. Das Gremium besprach noch Details wie Baufenster und dass Garagen an der Grenze möglich und die Firstrichtung frei wählbar seien.

Mit drei Gegenstimmen ermöglichte der Rat auch andere Dachformen, etwa ein Pultdach. Zwerchgiebel sind erlaubt. Zäune sollen für Kleintiere unten offen, Wege und Stellplätze nicht komplett versiegelt sein, alle 300 Quadratmeter soll ein Baum die Häuser auflockern.

Vergabe nach Ansiedlungsmodell

Wünschenswert, jedoch keine Pflicht, sei eine Solar- und eine Fotovoltaikanlage. Dabei gebe es die Überlegung, das Gebiet an die Erdgasversorgung anzuschließen. Und zu dulden sei die angrenzende Landwirtschaft. Bei der Vergabe der Grundstücke greift die Gemeinde Maitenbeth auf ein Ansiedlungsmodell zurück, erklärte Bürgermeister Josef Kirchmeier. Im nächsten Schritt werden nun die Änderungen in den Plan eingearbeitet, dann folgt die Beteiligung der Öffentlichkeit.

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