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Gedruckte und digitale Geschichte eines Ortes

Neues Heimatbuch über Amerang ist geplant

Rupert Rußwurm (hinten, von links) und Gust Voit stellen das Projekt dem Gemeinderat vor.
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Rupert Rußwurm (hinten, von links) und Gust Voit stellen das Projekt dem Gemeinderat vor.
  • VonChrista Auer
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Die Gemeinde Amerang möchte ein neues Heimatbuch in gedrucktem und digitalem Format veröffentlichen. Es soll ein „lebendiges Buch“ werden. Man muss mit 80.000 Euro Kosten rechnen. Leader und Spenden sollen dabei hilfreich sein.

Amerang – Vergangenheit verstehen, um die Zukunft zu gestalten – unter dieser Prämisse ist die Geschichte der Gemeinde Amerang wichtig. So haben beispielsweise Dekan Josef Dürnegger und Oberlehrer Hans Kneißl, Konrad Linner senior oder Wolfganz Klautzsch in der Vergangenheit historische Begebenheiten in drei Büchern festgehalten.

Nun plant die Gemeinde ein neues Heimatbuch, das in gedruckter Form an die von Wolfgang Klautzsch 1989 anlässlich der 1200 Jahrfeier verfasste Chronik anknüpft.

Eine digitale Fassung ist ebenfalls geplant.

Die geplante digitale Fassung soll mit QR-Codes und Links die bereits erschienenen historischen Beschreibungen zugänglich machen und mit relevanten Inhalten auf einer lebendigen Internetplattform verknüpfen.

Initiator Wolfgang Klautzsch konnte für die Mitarbeit bereits Altbürgermeister Gust Voit, Rupert Rußwurm und Dr. Otto Hellwig gewinnen.

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Auch der Ortsheimatpfleger Mathias Schneider ist mit im Boot. Nun wurde das angedachte Konzept für das aufwendige Projekt dem Gemeinderat vorgestellt.

Es soll ein „lebendiges Buch“ werden.

Rußwurm, der den Vorsitz dieser Arbeitsgruppe führt, erläuterte Aufbau, Umfang und Kosten des Projekts. Auf etwa 500 Seiten solle nichts Altes wiederholt, sondern die Themen wie beispielsweise Landschaft, Infrastruktur, Flucht und Vertreibung oder Ortsentwicklung fortgeführt und neue Ereignisse mit Textbeiträgen und aussagekräftigen Bildern aufgegriffen werden.

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Auch die Möglichkeiten der digitalen Welt sollen miteinbezogen werden, um beispielsweise das inzwischen vergriffene, alte Ameranger Heimatbuch als E-Book kostenfrei zugänglich zu machen oder zu ausgewählten Themen Hintergrundinformationen anzubieten. „Es soll keine wissenschaftliche Abhandlung werden“, betonte Rußwurm.

Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 80.000 Euro.

Noch in diesem Jahr solle das Autorenteam aus Ameranger Bürgern gefunden werden. Außerdem sollen von Anfang an alle Vereine und Initiativen der Gesamtgemeinde mit in die Planung und Ausführung eingeschlossen werden.

Es sei geplant, die eingebrachten Texte und die zahlreichen Bilder im nächsten Jahr zusammenzustellen und 2023 die Fertigstellung und Drucklegung des Bildbandes vorzunehmen.

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Die geschätzten Kosten für die gedruckte und die digitale Version lägen bei insgesamt rund 80.000 Euro.

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Nun müsse geschaut werden, wie die nötigen Geldmittel aufgebracht werden könnten. Der Verkaufspreis für das gedruckte Exemplar, dass Weihnachten 2023 erhältlich sein solle, soll 30 Euro betragen. Die restliche Finanzierung könne bestenfalls über Fördermittel aus LEADER, aber auch durch Spenden und Zuwendungen von einheimischen Firmen und von Bürgern gestemmt werden.

Gemeinderat spricht sich für das Projekt aus.

Die Gemeindekasse sollte so weit wie möglich nicht belastet werden, betonte Voit. Die Gemeinderäte zeigten sich durchaus angetan von dem Konzept, „auch wenn wir über die Kosten noch mal reden müssen“, wie Zweiter Bürgermeister Werner Fröwis (CSU) festhielt. Grundsätzlich war sich der Rat aber einig, dass das „Jahrzehnteprojekt“ fortgeführt und nicht auf Kosten reduziert werden soll.

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