Neues Gewerbegebiet prägt den Haushalt in Obing

Etwas verloren im großen Raum des Foyers der Obinger Grundschule: Die Gemeinderäte beschließen jeder am eigenen Tisch über den Haushalt 2020. Graichen

In Foyer der Grundschule statt im Sitzungssaal im Rathaus hat aus Rücksicht auf die Auflagen in der Corona-Krise der Gemeinderat Obing getagt. Er verabschiedete einstimmig den bereits vorberatenen Haushalt 2020 als Satzung.

Von Inge Graichen

Obing – Der Obinger Etat umfasst in Verwaltungs- und Vermögenshaushalt zusammengerechnet Ausgaben von 13,8 Millionen Euro – fast 18 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Diese stärkere Steigerung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass für den Grunderwerb für das neue Gewerbegebiet an der Kienberger Straße 1,5 Millionen Euro und für die Erschließung des Baugebietes „An der Schalkhamer Straße – Teil II“ knapp 1,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden – auch wenn das späterhin durch den Verkauf von Grundstücken wieder ausgeglichen wird.

+++

Lesen Sie auch: Der Corona-Ticker – Aktuelle Entwicklungen zu Covid-19 in der Region, Bayern und der Welt

+++

Außerdem enthalten sind in den 5,8 Millionen Euro Ausgaben im Vermögenshaushalt nochmals 800.000 Euro für den Straßenbau an der Honauer Straße. Neben den Investitionen in Grunderwerb und Baumaßnahmen sind 292.000 Euro zur Tilgung von derzeit laufenden Krediten ein wichtiger Posten im Obinger Vermögenshaushalt 2020. Zur Zwischenfinanzierung des Grunderwerbs ist 2020 eine Kreditaufnahme von 600.000 Euro vorgesehen, soass der Schuldenstand zum Ende des Jahres voraussichtlich leicht ansteigt auf fast 2,6 Millionen gegenüber 2,3 Millionen Ende 2019. Außerdem wird die Rücklage um 775.000 Euro reduziert, enthält dann aber immer noch gut 900.000 Euro, teilt die Kämmerei weiter mit.

+++

Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

+++

Außerdem stimmte der Obinger Gemeinderat der von Kämmerin Isabella Bauer vorgelegten Finanzplanung bis 2023 zu. Konkret sind für 2021 für den Straßenbau an der Honauer Straße und für Grunderwerb für das neue Gewerbegebiet an der Kienberger Straße noch weitere Ausgaben prognostiziert.

Rücklagen bilden für Ortskerngestaltung

Die Aufgaben – und Ausgaben –, die mit der Neugestaltung der Ortsdurchfahrt und des Ortskerns insgesamt auf die Gemeinde Obing zukommen werden, konnten noch nicht beziffert werden.

Um vorbereitet zu sein, sollen jedoch die Rücklagen wieder aufgestockt werden – mit Zuführungen von knapp 100.000 Euro im Jahr 2021, im Jahr 2022 mit Mitteln in Höhe von 350.000 Euro und 2023 von über 400.000 Euro.

Kommentare