Neues Einsatzfahrzeug bis 2023

Wie wertvoll kleine Feuerwehren wie Titlmoos sind,zeigte sichbeim Einsatz beim Strohfeldbrand in Stadlern, der von Kreisbrandrat Richard Schrank auf der Versammlung besonders gelobt wurde. RE

Babensham/Titlmoos – Spätestens im Frühjahr 2023 soll die Feuerwehr Titlmoos ein neues Einsatzfahrzeug bekommen.

Das verkündete Bürgermeister Josef Huber auf der Jahresversammlung und dankte zugleich der Wehr, die im Ortsteil Titl moos ganz klar die Nummer eins im Dorfleben ist. Besonders lobende Worte hatte er für die Jugendarbeit dabei: „Herausragend war eure Gemeinschaftsübung an der Motocross-Strecke mit den Wehren aus Kling, Unterreit und Elsbeth. Mein Respekt für diesen Tag.“

Lob für dieJugendarbeit

Auch Kreisbrandrat Richard Schrank aus Kolbermoor spendete großes Lob für die kleine Wehr, die im nördlichsten Zipfel des Landkreises beheimatet ist: „Eure Jugendarbeit lebt. Damit habt ihr eine tolle Basis für die Zukunft.“ Schrank erwähnte auch die pragmatischen und in den Augen von Stadtfeuerwehren manchmal unkonventionellen Mittel, „mit denen auf dem Land Probleme gelöst werden.“ Hier hob er den Einsatz von Odlfässern und Pflügen beim großen Brand eines Strohfeldes in Stadlern hervor. Der Kreisbrandrat gab zudem Hinweise zu der Effizienz von Rauchmeldern und zum Vorgehen bei Suizidgefährdung: „Vorsicht bei Wohnungsöffnungen. Eure Sicherheit steht immer an erster Stelle.“

Kommandant Anton Axenböck blickte auf neun Einsätze zurück. Dazu gehörten der Strohfeldbrand bei Stadlern, ein Traktorbrand in Hinterstetten und der Brand in Ed. Zudem waren technische Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen, bei eingeschlossenen Personen, bei einer Tierrettung und bei Straßenschäden zu leisten. Die insgesamt 32 Aktiven, unter denen sieben junge Damen sind, leisteten 117 Einsatzstunden. Der Wehr gehören fünf Atemschutzträger an. Acht Übungen wurden absolviert und ein Leistungsabzeichen „THL“ (Technische Hilfeleistung) mit Erfolg geschafft. Viel Zeit verbrachten die Verantwortlichen bei den Sichtungen für die Anschaffung des neuen Fahrzeugs.

Jugendleiter Andreas Grünauer absolvierte mit den fünf Jugendlichen zehn Übungen. „Wir haben die Wasserentnahme, Höhenrettung mit Seilsicherung und die Verkehrsabsicherung geübt. Zudem wurden die Anwärter zum Übertritt in die Aktivengruppe vorbereitet.“ Detailliert blickte Grünauer auf die Gemeinschaftsübung mit den Nachbarwehren zurück. „Bei unserer Bergwanderung wurde deutlich, dass auch hier das Zusammenwirken gefragt ist.“ Vorsitzender Walter Scheitzen eder verlas den Schriftführerbericht in Vertretung seiner Frau. Neben mehreren Festen wurde auch das Firstbaumfahren beim Feuerwehrhaus in Waldhausen besucht. Der Vereinsausflug nach Innsbruck war ein Erlebnis für alle Teilnehmer.

Neues Zeltangeschafft

Der Kassenbericht von Richard Götz war besonders wegen des großen Erfolgs des Vatertags-Frühschoppens überaus positiv. Im Ausblick auf 2020 kündigte Scheitzeneder an, dass für das Vatertagsfest ein neues Zelt angeschafft würde. „Die enorm vielen Gäste sollen, auch wenn mal Schlechtwetter ist, im Trockenen sitzen.“ Am 28. Juni ist die Wehr bei den Schnaitseern zum 150-jährigen Jubiläum zu Gast. Ein großes Ziel für die Titlmooser ist ein schnelleres Internet, dessen stockende Verwirklichung Scheitzeneder scharf kritisierte. Vor der Versammlung hatte man beim vorerst letzten Gottesdienst in der Pfarrei Schnaitsee in der Filialkirche „Sankt Paulus Bekehrung“ der verstorbenen Mitglieder gedacht.

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