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Wirtschaftsförderungsverband hat getagt

Neuer WFV-Vorsitzender Andreas Bonholzer sagt, „Wasserburg geht gestärkt aus der Krise“

Leinen los: Der neue Vorsitzende des Wirtschaftsförderungsverbands Wasserburg, Andreas Bonholzer, geht an Bord, um den Einzelhandel in ruhiges Gewässer zu steuern.
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Leinen los: Der neue Vorsitzende des Wirtschaftsförderungsverbands Wasserburg, Andreas Bonholzer, geht an Bord, um den Einzelhandel in ruhiges Gewässer zu steuern.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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„Ich gestalte gerne“, sagt Andreas Bonholzer – deshalb, so ist er überzeugt, ist das neue Amt als Vorsitzender des Wirtschaftsförderungsverbandes Wasserburg (WFV) genau richtig für ihn. Das sehen auch die Mitglieder so: Sier wählten das 45-jährige stellvertretende Vorstandsmitglied der Sparkasse Wasserburg zum Nachfolger von Moritz Hasselt.

Wasserburg – Bonholzer war vom WFV gefragt worden, ob er sich vorstellen könne, den Vorsitz zu übernehmen, berichtet er im Vorfeld der wegen Corona mehrfach verschobenen Mitgliederversammlung. Bonholzer nahm das Angebot, nach eineinhalb Jahren aktiver Mitarbeit an Vorstandssitzungen noch mehr Verantwortung zu übernehmen, gerne an.

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Denn als stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse stehe er schon seit Jahren in engem Kontakt mit den Wirtschafttreibenden in Wasserburg. „Ich sehe uns als Geldinstitut in der Verantwortung“, sagt er. Außerdem arbeite er gerne mit Menschen und im Team – auch dieses Miteinander werde im Vorstand des Wirtschaftsförderungsverbandes seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert, so Bonholzer. Ihm steht als Stellvertreter sein Vorgänger im Amt, Hasselt, zur Seite.

Ärmel hochkrempeln und anpacken

Der neue Vorsitzende sieht es als größte Herausforderung seiner Amtszeit, die Folgen der Pandemie zu bewältigen. Der Wirtschaftsförderungsverband habe in der Krise die Mitglieder intensiv unterstützt – mit Ausgabe von Masken und Infektionsmitteln, als diese noch rar waren, mit Teststationen, organisiert von den Wasserburger Löwen, und Kampagnen, die auf die vielen Testmöglichkeiten in der Stadt hinwiesen.

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Außerdem geplant: eine Gutscheinaktion. „Der WFV ist sehr aktiv, das wollen wir weiter ausbauen“, kündigt Bonholzer an.

Soziale Netzwerke besser nutzen

Außerdem möchte er gerne die Möglichkeiten der sozialen Netzwerke intensiver nutzen – als Kommunikationsplattform für den Einzelhandel und die Gastronomie in der Stadt. Die neuen Medien ermöglichen nach seiner Überzeugung neue Absatzwege. Einzelne Geschäftsleute oder Gewerbetreibende seien in diesem Bereich bereits stark unterwegs, doch viele seien nach wie vor skeptisch.

Grundsätzlich findet Bonholzer, dass der WFV strukturell sehr gut aufgestellt ist – vor allem auch, weil der Verband nicht nur als Organisator von Großveranstaltungen wie dem Frühlingsfest und dem Christkindlmarkt verstanden werde, sondern auch als Interessenvertretung der Mitglieder. Der WFV werde sich auch unter seinem Vorsitz einbringen in die Stadtpolitik, die Anliegen der Geschäftsleute und Gewerbetreibenden sowie Selbstständigen offensiv vertreten.

„Ärmel hochkrempeln und anpacken“, nennt Bonholzer seinen Arbeitsstil. Es sei wichtig, auf Herausforderungen wie die Pandemie mit Konzepten zu reagieren: Statt großer Feste also einen Altstadtbiergarten zu organisieren, nennt er als Beispiel.

Grundsätzlich findet er für die Zeit nach der Pandemie: Weitere große Veranstaltungen und Feste brauche es nicht in Wasserburg. „Wir sind mit dem Frühlingsfest und dem Christkindlmarkt gut unterwegs – dazu kommen noch unsere beliebten musikalischen Samstage. Das reicht.“

Christkindlmarkt: sehr wünschenswert

Könnte es heuer wieder klappen mit einem Christkindlmarkt? Bonholzer sagt, „ich würde es mir sehr wünschen“. Er gibt jedoch auch offen zu, dass der WFV nicht nur abhängig von der Entwicklung der Infektionszahlen sei, sondern sich auch die Frage stelle, „ob wir uns den Christkindlmarkt leisten können“. Denn zwei Mal sei das Frühlingsfest, dessen Erlöse notwendig seien, um den Weihnachtsmarkt zu veranstalten, schließlich ausgefallen.

Der WFV lebe zudem von Mitgliedsbeiträgen, Spenden und der Unterstützung der Stadt. Der neue Vorsitzende hofft, dass sich die Situation in den nächsten Monaten weiter entspannt – „auch weil sich viele impfen lassen“. „Ich bin kein Virologe, kein Arzt. Doch für mich steht fest: Dieses Virus bekämpfen wir nur, wenn es möglichst wenig Wirte findet.“

Vision von einem eigenen Online-Markt

Grundsätzlich ist er überzeugt, dass die Stadt Wasserburg eine große Chance hat, die Krise gut zu überstehen. Der Einzelhandel werde geprägt von sehr vielen inhabergeführten Geschäfte, weniger von Filialisten. Auch die Gastronomie, die besonders schwer zu kämpfen gehabt hätte, werde aus der Kriser gestärkt herauskommen, ist Bonholzer überzeugt. Derzeit verspüre auch sie bei den Kunden einen großen Nachholeffekt.

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Trotzdem ist dem WFV-Vorsitzenden bewusst, dass auch die Wasserburger Geschäftswelt von den neuen Internetriesen bedroht wird. „Amazon und Ebay werden wir nicht überholen können, wir müssen unseren eigenen Weg finden“, sagt er. Einen Online-Marktplatz Wasserburg zu gründen, „spukt mir als Vision im Kopf herum“. Doch so einfach sei es nicht: Eine solche Plattform müsse professionell gemanagt und regelmäßig gepflegt werden. Wichtig sei es, zu vermitteln: „In Wasserburg bekommt der Kunde alles.“ Diese Vielfalt im Angebot sei ein „Riesenschatz“, der helfe, dass das Geld in der Stadt bleibe.

ZUR PERSON:

Andreas Bonholzer ist 45 Jahre alt. Er wurde in Rosenheim geboren und lebt mit seiner Familie in Zaisering. Bonholzer ist Vater einer 18-jährigen Tochter und eines 14-jährigen Sohnes. Er hat bei der Sparkasse Rosenheim gelernt, wechselte 2012 zur Sparkasse Wasserburg. Die Arbeit im Bankenbereich ist sein Traumberuf – „ich kann mir nichts anderes vorstellen“, schwärmt er. Bei der Sparkasse Wasserburg ist Bonholzer 2019 zum stellvertretenden Vorstandsmitglied aufgestiegen. ER ist zuständig für die Geschäftsstellen und die private Baufinanzierung. Der neue WFV-Vorsitzende findet Entspannung beim Gassi gehen mit dem Familienbund, beim Bergwandern und Radfahren. Kommunalpolitische Erfahrungen sammelte Bonholzer von 2014 bis 2020 als Gemeinderat in Vogtareuth. In dieser Zeit war er auch Dritter Bürgermeister.

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