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Das plant die neue junge Vorsitzende

Haager Theaterverein will das Dornröschendasein überwinden  

Der neue Vorstand (von links) mit Gaby Preuß, Christl Fischer, Johanna Furch und Florian Furch.
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Der neue Vorstand (von links) mit Gaby Preuß, Christl Fischer, Johanna Furch und Florian Furch.
  • VonLudwig Meindl
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Zurzeit ist nicht viel los bei der Theatergruppe „Haager Bühne“. Doch das soll sich ändern - angefangen mit der neuen Vorsitzenden Johanna Furch. Das ist geplant.

Haag – Mit Johanna Furch bekommt die „Haager Bühne“ eine neue Vorsitzende. Sie will das Theater, das die vergangenen zwei Jahre oft unfreiwillig pausieren musste, wieder in Schwung bringen. Gaby Preuß soll als „Profi“ zur Seite stehen.

Die bisherige Vorsitzende Christl Fischer stellte nach vier Jahren ihr Amt zur Verfügung: „Eigentlich wollte ich nur zwei Jahre machen“, erinnerte sie. Die „ Haager Bühne “, die aktuell 50 Mitglieder zähle, sei „überaltert“ und habe keinen ausreichenden Nachwuchs. Trotzdem wünsche sie, „dass es weitergeht“.

Enttäuscht: keine Auftritte im Schlosshof

Die Versammlung im Hofcafé wurde mit zwei Jahren Verspätung durchgeführt. Die knappe Bilanz der Vorsitzenden hieß: „Es war nicht viel los. Wir haben wenig auf die Bühne gebracht.“ So hatten sich Haags Laienschauspieler an einem Gastspiel im Bürgersaal beteiligt. Ein Stück habe man „mangels Engagement der Mitglieder“ nicht besetzen können. Ein Weiteres sei der Pandemieverordnung zum Opfer gefallen.

Einstimmig löste die Versammlung das „Problem mit der Satzung“, die bislang offiziell nicht anerkannt war. Nach Vorbild eines Musters wurde sie jetzt überarbeitet. Änderungen betrafen unter anderem das Vermögen bei Vereinsauflösung. Es soll nicht wie bisher an die Gemeinde, sondern an das Rote Kreuz gehen.

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Enttäuschung zeigten die Mitglieder, dass sie als Haager Theaterleute im Gegensatz zu Auswärtigen von der Gemeinde nicht nach Aufführungen im Schlosshof gefragt worden waren. „Den Schlosshof können wir uns abschminken“, so Christl Fischer.

Kassier Karl Fischer verbuchte für 2019 ein Plus, für 2020 ein Minus und für 2021 ein Plus. Eine Anregung kam von Theatertechniker Bernhard Schmid: „Langfristig müssten wir über neue Mikrofone nachdenken.“ Er schlug vor, die Organisation über Josef Zistler auszuführen, mit dem die „Bühne“ zusammenarbeite.

Johanna Furch wurde einstimmig als neue Vorsitzende gewählt, als Stellvertreterin Gaby Preuß, Kassier ist fortan Florian Furch. Das Amt der Schriftführerin wird Johanna Furch weiter ausführen. Als Kassenprüfer bestätigte die Versammlung Gabi Furch und Gudrun Reich.

„Voll motiviert“ gab sich die neue Chefin der Haager-Bühne. Mit dem nun gewählten Vorstand könne man „wieder was auf die Beine stellen“. Eine klare Ausrichtung wolle sie nicht vorgeben, habe aber schon Vorstellungen: „Es muss nicht immer Bauerntheater sein. Interessant wäre auch, selber Stücke zu schreiben.“ Wieder aufleben lassen wolle sie das Kindertheater: „Das war früher in Haag ganz groß.“ Sie werde jetzt ihre Fühler ausstrecken, so Johanna Furch, um Jüngere für die „Haager Bühne“ zu aktivieren. Wichtig sei ihr, Gaby Preuß als „erfahrene professionelle Schauspielerin“ an ihrer Seite zu haben.

Die vom damaligen Haager „Kulturchef“ Erwin Kohl 1991 ins Leben gerufene „Haager Bühne“ startete als „Laienschauspielgruppe“ mit klassischen Stücken wie „Der Zerbrochene Krug“ von Kleist und Ludwig-Thoma-Aufführungen. Gründungsmitglieder waren neben Kohl Margot Reger, Wera Schlegel, Gisela Schönhuber, Hans Furch, Gerhard Glasl, Thomas Sax und Christiane Jahna. Ein Höhepunkt wurde das große Freilichttheater „Feinde ringsum“ von Rudolf Münch, das 1995 im Schlosshof zum Grafschaftsjubiläum unter Leitung von Erwin Kohl und Wera Schlegel aufgeführt wurde.

Schon länger große Probleme mit dem Nachwuchs

Großes Echo fanden stets die Kindertheater mit Stücken wie „Pippi Langstrumpf“ und das „Dschungelbuch“. Robert Morawietz brachte „turbulente Einakter“ auf die Bürgersaalbühne und hatte große Lacherfolge. Wera Schlegel ließ die „Schlosskobolde“ ihr Unwesen treiben. Gaby Preuß führte Regie bei „Von allen Geistern verlassen“.

Im Rahmen des Ferienprogramms fuhr die „Haager Bühne“ in Münchener Filmstudios. Anna und Ewald Wegerer eröffneten die Märchenstube für Kinder. An Nachwuchs mangelte es schon im Jahr 2016. Die „Bühne“ feierte 25-jähriges Jubiläum. Dann folgten ruhigere Jahre.

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