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Nachruf

Missionsschwestern vom Heiligen Erlöser trauern um Schwester Antonia

Schwester Antonia Halerie
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Schwester Antonia Halerie

Trauer um eine Seelsorgerin, die sich zeitlebens liebevoll den Armen zuwandte: Die Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser nahmen in der Pfarrkirche St. Georg in Wang Abschied von Schwester Antonia Halene, die im Kloster St. Theresia verstorben war.

Unterreit – Sr. Antonia, Jahrgang 1934, stammte aus dem Münsterland und fühlte sich bald angezogen von der noch jungen und „modernen“ Gemeinschaft der Garser Schwestern, die 1957 in Gars gegründet worden war.

Geboren als elfte von 14 Kindern, hatte sie in Münster ein Theologiestudium begonnen, das sie in München fortsetzte. Über die dortigen Redemptoristen kam sie in Kontakt mit den Schwestern, trat im August 1959 in die Gemeinschaft ein und legte im Oktober 1960 ihre ersten Gelübde ab. Das 60-jährige Professjubiläum hatte sie noch im vergangenen Jahr zusammen mit drei Mitschwestern feiern dürfen.

Seelsorge in Bolivien

Trotz ihrer noch jungen Ordenszugehörigkeit wurde sie bald mit Leitungsaufgaben betraut, bevor ihr Leben im Jahr 1974 eine ganz neue Ausrichtung bekam. Zusammen mit vier weiteren Mitschwestern ließ sie sich auf das „Abenteuer Bolivien“ ein: Die Gemeinschaft stellte sich dort der Herausforderung einer Neugründung mit einem seelsorglichen Auftrag. Mit ganzem Herzen und großer Leidenschaft wirkte Sr. Antonia in der Glaubensverkündigung in Rurrenabaque und entlang des Rio Beni. Ab 1980 war sie dann maßgeblich beteiligt am Aufbau der Gemeinschaft in Chile.

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Auch nach der Rückkehr nach Deutschland im Jahr 2001 blieb sie stets offen für andere Kulturen: Mit Freude und Engagement unterstützte sie junge Menschen bei ihrem Sprachstudium. Durch ihre gastfreundliche und kommunikative Art bereicherte sie die Generalatsgemeinschaft in München. Als im Herbst des vergangenen Jahres ihre Kräfte weniger wurden, zog sie in das Provinzhaus St. Theresia in Stadl, damit man ihrer gesundheitlichen Situation besser gerecht werden konnte.

„Im Herzen der Kirche werde ich die Liebe sein“

Provinzoberin Sr. Ruth Maria Stamborski betonte in ihrer Ansprache zwei Aspekte, die das Leben von Sr. Antonia ausmachten: Stets darauf ausgerichtet, ihrer Berufung und Sendung als Missionsschwester vom Heiligsten Erlöser treu zu bleiben, war es ihr ein Herzensanliegen, „den Armen die erlösende Botschaft zu verkünden“ – wie es der Heilige Alfons von Liguori als Auftrag für die Redemptoristen formuliert hatte. Und mit dem Leitwort der Heiligen Theresia von Lisieux, der Patronin der Schwesterngemeinschaft, wollte Sr. Antonia immer den Weg der Liebe gehen: „Im Herzen der Kirche werde ich die Liebe sein!“ Das hätte sie verwirklicht durch ihre liebevolle, zugewandte Art, die jede Begegnung zu einem Geschenk gemacht hätten.

Sr. Ruth Maria sagte von Herzen Danke für das Lebens- und Glaubenszeugnis von Sr. Antonia. Die Gemeinschaft hätte mit ihr eine große Beterin verloren. Auch Sr. Marlene Parra dankte Sr. Antonia im Namen der Schwestern aus der Provinz Chile für das Wagnis der Gründung in Zeiten der Militärdiktatur, in der Ordensleute – gerade aus dem Ausland – nicht willkommen gewesen seien. Trotzdem hätte sie die Gemeinschaft wesentlich mitgeprägt und zur Selbstständigkeit geführt.

Von Mitschwestern, Verwandten und Bekannten wurde Sr. Antonia im Anschluss an den Gottesdienst zu ihrer letzten Ruhestätte auf dem Wanger Friedhof begleitet.

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