Nachruf auf Katharina Hiebl aus Wasserburg

Versehen mit den Sterbesakramenten der Kirche starb in Wasserburg Katharina Hiebl im 86.

Lebensjahr.

Sie kam in Pamering bei Amerang zur Welt und wuchs mit sechs Geschwistern auf dem Bauernhof der Eltern auf. Die Mutter starb früh, so hieß es für die Kinder von klein an, in Haus und Hof mit anzupacken, wobei Katharina lieber in der Natur und mit dem Vater auf dem Feld war. Nach der Schulzeit hatte sie als Magd zwei gute Jahre in Machtlfing bei Andechs, dann fand sie Arbeit beim „Drachsler“ in Reisach. In der Freizeit fuhr sie öfters mit dem Fahrrad nach Wasserburg, über den Köbingerberg am „Hiebl-Hof“ vorbei. Nicht zuletzt, weil es ihr der fesche, junge Bauer angetan hatte, mit dem sie 1957 den Bund der Ehe schloss. Das Paar bekam fünf Kinder und auch ein Pflegesohn fand in der Familie Aufnahme.

Ihr Mann verdiente nebenher als Metzger dazu, so waren Katharina Hiebl die Kinder und oft die Arbeit um Haus und Hof überlassen. Das hinderte sie nicht, auch den Garten zu bewirtschaften, in dem die Blumen ihr ganzer Stolz waren. Ausflüge mit der Metzgerzunft und dem Trachtenverein genoss sie sehr, war es doch auch gemeinsame Zeit mit ihrem Ehemann. Nach der Hofübergabe 2002 an Sohn Robert arbeiteten beide noch mit. Als „Kurbi“ dann schwer erkrankte, pflegte sie ihn aufopferungsvoll, bis er ins Alten- und Pflegheim St. Konrad umziehen musste. Dort besuchte sie ihn täglich, auch wenn es ihr inzwischen selbst nicht mehr gut ging.

Im September 2017 feierten sie noch ihren 60. Hochzeitstag, doch einen Monat später starb ihr Mann, unter dessen Tod sie sehr litt. Nach einer großen Operation vor zwei Jahren konnte sie sich nicht mehr erholen und begab sich nun selbst in die Obhut des Altenheims. Dort lebte sie sich gut ein und erzählte bei Festen und Feiern im Heim oft „Kurbis“ Witze und alte Geschichten aus ihrem gemeinsamen Leben. Nach mehrwöchiger, schwerer Krankheit kam nun der Tod als Erlöser.

Die Trauerfeier zelebrierte Stadtpfarrer Dr. Paul Schinagl im Altstadtfriedhof, wo Katharina dann im Familiengrab ihre letzte Ruhestätte fand. Abgesandte des Trachtenvereins Almrausch begleiteten ihr langjähriges Mitglied mit der Vereinsfahne und bedachten Hiebl, ebenso wie der Bayerische Bauernverband, Ortsgruppe Rosenheim, mit einem ehrenden Nachruf. mep

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