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Als junger Mann wollte er Priester werden: Johann Suittenpointner aus Unterreit (90) ist tot

Johann Suittenpointner ist verstorben. In Unterreit ist der 90-Jährige zur Ruhe gebettet worden.
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Johann Suittenpointner ist verstorben. In Unterreit ist der 90-Jährige zur Ruhe gebettet worden.
  • vonMarianne Fill
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Ein langer Erdenweg ging für Johann Suittenpointner zu Ende. Im Frühjahr feierte er noch seinen 90. Geburtstag mit seiner Familie, jetzt ist er unerwartet am Ziel seines Lebens angekommen. Er fand unter Teilnahme seiner Familie seine letzte Ruhestätte im Friedhof in Unterreit.

Unterreit – Sein Leben begann am 3. März 1930 als drittes von sieben Kindern. Nach seiner Schulzeit in Mittergars arbeitete er bei verschiedenen Bauern als Knecht. Von 1952 bis 1955 besuchte er das Priester-Spätberufenenseminar in Fürstenried. Bedauerlicherweise musste er das Studium abbrechen und den elterlichen Hof übernehmen.

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Im Jahr 1963 trat er mit Elisabeth Pfaffenberger aus Pfaffenberg an den Traualtar, fünf Kinder gingen aus der glücklichen Ehe hervor. Jetzt trauern mit ihnen zwölf Enkel und sechs Urenkel, die ihm immer viel Freude bereiteten. Nachdem das elterliche Erbe mit Fleiß bewirtschaftet wurde, übergab er den Hof an Sohn Hans. Er genoss den Ruhestand, war aber immer bereit mitzuhelfen, wenn er gebraucht wurde.

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Seine größte Leidenschaft waren seine Bienen, die er als Imker bis zum Schluss pflegte. Neben der Sorge um seine Familie übernahm er auch zehn Jahr das Amt als Ortsobmann des Bauernverbandes, außerdem gehörte er als Mitglied dem Imkerverein und der Feuerwehr Elsbeth an. Der Verstorbene war bis zuletzt aufgeschlossen für die moderne Technik, der Umgang mit seinem Tablett bereitete ihm keine Schwierigkeiten. Rüstig bis zum letzten Tag durfte er gemeinsam mit seiner Gattin und der Familie seines Sohnes das „Austraglerleben“ genießen.

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