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Johann Dapperger aus Maitenbeth verstorben

Johann Dapperger
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Johann Dapperger

Unter konsequenter Einhaltung aller vorgeschriebenen Corona-Auflagen erwies eine große Trauergemeinde auf dem Rechtmehringer Gemeindefriedhof dem im Alter von 81 Jahren verstorbenen Johann Dapperger aus Maitenbeth die letzte Ehre.

Maitenbeth – Umrahmt von Panflötenmusik zelebrierte Pfarrer Marek Kalinka die würdevolle Trauerfeier.

Bürgermeister Thomas Stark aus Maitenbeth und Franz Schefthaler vom Schützenverein Waldwinkel Brand erinnerten in ihren Grabreden an die Verdienste des Verstorbenen, Sohn Hans ließ das Leben seines Vaters Revue passieren.

Johann Dapperger wurde am 16. August 1939 in Maitenbeth/Brandstätt geboren und ist dort zusammen mit seinen Geschwistern Maria, Lotte, Anne und Alois auch aufgewachsen. Nach dem Schulbesuch in Rechtmehring hat er zunächst bei mehreren umliegenden Bauern als Knecht ausgeholfen, ehe er mit 17 Jahren auf den „Johamoahof“ nach Soyen kam und dort acht Jahre lang den verstorbenen Bauern vertrat. In dieser Zeit lernte er bei einem Tanzkurs auch seine spätere Frau Hanni kennen. 1964 heirateten sie, vier Kinder kamen zur Welt, sechs Enkel und drei Urenkel folgten. Anschließend war er zehn Jahre lang bei der Firma Sax als Kraftfahrer tätig und wechselte dann zur Firma Tröstl, wo er 22 Jahre lang beschäftigt war.

1992 entdeckte der Verstorbene seine große Leidenschaft, das Busfahren, und blieb ihr auch bis 2018 treu. Weit über die Gemeindegrenzen hinaus war er bekannt, wenn er als Busfahrer für die Steinhöringer Behinderteneinrichtung unterwegs war. Es tat ihm im Herzen weh, als er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr fahren konnte.

Solange es seine Gesundheit zugelassen hat, war Hans Dappberger auch immer ein äußerst geselliger Mensch, der es verstand, die Stammtische in Brand und Brandstätt ganz alleine zu unterhalten.

Johann Dapperger war sechs Jahre lang Schützenmeister beim Schützenverein Waldwinkel Brand und dort auch als begeisterter Schütze bei den Rundenwettkämpfen aktiv. Zwölf Jahre lang hat er dem Gemeinderat Maitenbeth angehört.

2012 wurde ein Krebs bei ihm festgestellt, der zwar operativ entfernt werden konnte, von dem er sich aber nie wieder so richtig erholen konnte. In den vergangenen zwei Jahren kämpfte er mit einer fortschreitenden Demenz und das Krebsleiden kehrte zurück, an dem er am 15. November im Krankenhaus in Gabersee auch verstorben ist. rl

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