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Nachruf

„Er hinterlässt eine große Lücke“: Sepp Kern aus Amerang mit 58 Jahren überraschend früh verstorben

Sepp Kern
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Sepp Kern
  • VonChrista Auer
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Mit 58 Jahren ist Sepp Kern aus Amerang überraschend verstorben.

Amerang – Amerang trauert um Sepp Kern. Die Nachricht vom tragischen Tod des 58-jährigen, der kürzlich bei einem Krankenhausaufenthalt völlig überraschend verstorben ist, löste im ganzen Ort Trauer und tiefe Betroffenheit aus.

Der gebürtige Ameranger war von Jugend an im Gemeindeleben verwurzelt und gesellschaftlich engagiert. Langjährige Wegbegleiter beschreiben ihn als ruhigen, besonnenen, verantwortungsvollen und hilfsbereiten Menschen, für den stets die Menschen im Vordergrund gestanden hätten. Schon in der Vorstandschaft der Katholischen Landjugend hat Sepp Kern Verantwortung für eine Gemeinschaft übernommen und auch später gehörte ehrenamtliches Engagement zum Leben des Verstorbenen.

Landjugend, Feuerwehr, Trachtenverein

Lange Jahre hat er sich als tragendes Mitglied des Organisationsteams das Ameranger Kinderferienprogramms mitgestaltet. Von 1996 bis 2008 prägte er als Mitglied des Gemeinderats die positive Entwicklung des Ortes Amerang und der Gesamtgemeinde mit. Im Zweckverband zur Wasserversorgung trug er als Verbandsrat von 1996 bis 2014 wesentlich zur Qualitätssicherung des Versorgungsbetriebes bei.

Als langjähriger aktiver Feuerwehrmann war Sepp Kern bei zahllosen Einsätzen dabei und hat sich um die Öffentlichkeitsarbeit gekümmert.

Untrennbar mit seiner Person verbunden ist auch das Fotografieren. Es gab kaum eine öffentliche Veranstaltung, die der begeisterte Hobby-Fotograf nicht mit seiner Kamera begleitet und so für die Nachwelt dokumentiert hat. Angefangen bei der 1200-Jahrfeier 1988, über die vielen Feste von Maibaumaufstellen bis Erstkommunionen, bis zur legendären Liveübertragung des Abrisses des alten Rathauses und des Schmid-Anwesens, an deren Stelle das heutige neue Rathaus steht. Mit einem unschätzbaren Fundus an Bildern hat er die neuere Geschichte der Gemeinde festgehalten.

Darüber hinaus war Sepp Kern seit seiner Jugend im Trachtenverein. Erst vor wenigen Wochen wurde er für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt. Als Gründungsmitglied der Theatergemeinschaft hat er selber auf der Bühne gestanden, später die Vorstellungen mit der Kamera begleitet. Im Sportverein hat er als Mitbegründer der Stadionzeitung SVA-Aktuell 20 Jahre die Öffentlichkeitsarbeit mitgestaltet. Mit großer Fachkompetenz in allen Fragen der elektronischen Datenverarbeitung und der digitalen Kommunikation hat der Verstorbene bei der Digitalisierung der Verwaltung Pionierarbeit geleistet und sich damit große Verdienste für Gemeinde erworben.

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Er schuf und gestaltete die erste Homepage der Gemeinde, entwarf Formulare und Tabellen und begleitete viele Jahre federführend die Entwicklung der EDV-Struktur der Gemeindeverwaltung und der Schule. Besonders in den vergangenen Jahren war er dort ein unverzichtbarer Begleiter der Digitalisierung des Unterrichts und stand den Lehrerinnen und der Schulleitung allzeit mit Rat und Tat zur Seite. „Mitten aus dem Leben gerissen, hinterlässt er eine große Lücke in unserer Dorfgemeinschaft“, betont Bürgermeister Konrad Linner.

Ehemann und Familienvater von zwei Töchtern

Sepp Kern wurde am 29. April 1964 geboren. Gemeinsam mit seinen drei Brüdern wuchs er in Amerang auf.

Nach dem Besuch der Grundschule Amerang und der Hauptschule Eiselfing absolvierte er eine Ausbildung zum Heizungsbauer. Später schloss er die Meister- und Technikerschule sehr erfolgreich und mit Auszeichnung ab. Sein Faible für den EDV-Sektor machte er zum Nebenberuf.

Am 22. Oktober 1993 heiratete er seine Sabine. Zwei Töchter machten das Glück perfekt. Sepp Kern war ein Familienmensch und er liebte seinen Garten. Eine große Leidenschaft war das Reisen. Gerne in fremde Länder und häufig auch an seinen Lieblingsort Rovinj, in Kroatien. Nach dem Seelengottesdienst in der Pfarrkirche wurde er nun im engsten Familienkreis auf dem Ameranger Friedhof beigesetzt.

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