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Stimmen zum Ableben einer „Institution“

„Entsetzliche Lücke“ - Tod von Wasserburgs Theater-Chef Bertram sorgt für tiefe Trauer und eine wichtige Frage

Die Kulturszene im Wasserburger Land trauert um Uwe Bertram, Leiter des Theaters Wasserburg.
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Die Kulturszene im Wasserburger Land trauert um Uwe Bertram, Leiter des Theaters Wasserburg.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Tiefe Betroffenheit hat der Tod von Wasserburgs Theaterleiter Uwe Bertram ausgelöst. Zwei Persönlichkeiten, die ihn sehr gut gekannt haben, reden über ihre Trauer. Und es bleibt die Frage: Wie geht es jetzt weiter mit dem Theater?

WasserburgWasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl ist überzeugt: „Mit dem Tod von Uwe Bertram verliert die Stadt Wasserburg eine ganz wichtige Person des Kulturlebens. Er war eine Institution.“

Die Stadt habe Uwe Bertram das Theater Wasserburg zu verdanken – „ein einmaliges Projekt, das seines gleichen sucht: ein Privattheater auf hohem Niveau in einer Kleinstadt“. Dass dies gelungen sei, habe Wasserburg der herausragenden Kompetenz von Uwe Bertram zu verdanken – als Schauspieler, Regisseur, Intendant – und „als Theatermann mit hoher Dynamik, der sprühte vor Ideen“.

Dass es weitergehen werde mit dem Theater, hätten das Haus und die Kulturstadt ebenfalls Uwe Bertram zu verdanken. Noch kurz vor seinem Tod habe er in vielen intensiven Gespräche mit Kölbl den Weg zur Vertragsverlängerung mit der Stadt für die kommunale Immobilie vorbereitet. Dass es weitergehe, liege auch daran, dass Uwe Bertram ein Team um sich geschart habe, dass sein Lebenswerk in seinem Sinne weiterführen werde.

„Ich werde ihn sehr vermissen, denn Uwe Bertram hat mich in den vergangenen 20 Jahren intensiv begleitet. Als ich anfing als Bürgermeister, stand das Haus des heutigen Theaters leer. Es ist Uwe Bertram meisterlich gelungen, was Tolles daraus zu machen“, sagt Kölbl. Denn Uwe Bertram war nach Erfahrungen des Bürgermeisters nicht nur sehr gut vernetzt in der Schauspielszene, „er war auch ein geschickter Verhandler und Entwickler von innovativen Konzepten sowie ein genialer Motivator seines Teams“. Sein Werk werde deshalb weiter bestehen – über seinen Tod hinaus.“

Lebenswerk wird fortgeführt

Edith Stürlinger, Kulturreferentin in Wasserburg, ist ebenfalls geschockt: „Uwe Bertram hinterlässt als Theatermacher und Mensch eine entsetzliche Lücke! Mein Mitgefühl gilt seiner Familie, seiner Gefährtin und dem ganzen Team seines professionellen Privattheaters.“

In weiser Voraussicht habe er in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass sein Lebenswerk fortgeführt werden könne. „Es ist einer seiner großen Verdienste, dass er mit Nik Mayr, Constanze Dürmeier, Regina Alma Semmler und Annett Segerer ein hochengagiertes und wiederum professionelles Team um sich geschart hat. Sie werden nun eigenverantwortlich sein Werk, mit ihrer ganz persönlichen Handschrift, hervorragend fortführen, davon bin ich überzeugt“, sagt sie. Und beendet ihre Aussage mit einem ganz persönlichen Satz an ihren Freund und Wegbegleiter: „Uwe, ich werde unsere Butterbrezen-Sitzungen schmerzlich vermissen!“

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