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Ein Ort trauert

Ein letzter Pfiff auf der Schiedsrichter-Pfeife ertönt am Grab von Hans Simmeth aus Schnaitsee

Hans Simmeth
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Hans Simmeth

Dieser Tage wurde ein überaus geschätztes und geehrtes Gemeindemitglied zu Grabe getragen: Hans Simmeth. Er starb im Alter von 88 Jahren. Das Requiem feierte Pfarrer Mario Friedl, es wurde von der Volksmusikgruppe „D‘ Weinberger Sänger“ mit der „Waldlermesse“ stilvoll musikalisch umrahmt.

Schnaitsee – Den Klängen einer Trachtenmusik-Kapelle folgten dem Trauerzug die Fahnenabordnungen von Männerverein Schnaitsee, TSV Schnaitsee, Schützenverein, Freiwilliger Feuerwehr und den Trachtenvereinen von Schnaitsee, Waldhausen und Reichertsheim. Auf dem Schnaitseer Kirchenfriedhof fand der Verstorbene seine letzte Ruhestätte.

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Grußworte der Vertreter von Männerverein, TSV, der Fußball-Schiedsrichtergruppe Inn und den Trachtenvereinen hoben das hohe Ansehen und die Wertschätzung für den Verstorbenen hervor.

Hans Simmeth wurde 1934 geboren. Er wuchs zusammen mit drei Geschwistern auf. 1968 heiratete er. Drei Kinder trauern heute um ihren Vater.

Hans Simmeth erlernte das Handwerk des Schreiners. Bis zu seinem Ruhestand 1995 arbeitete er beim Straßenbauamt als Straßenwärter.

Fußball und Trachtenwesen waren seine Leidenschaft

Seine liebsten Freizeitbeschäftigungen waren der Fußballsport und das Trachtenwesen. Ab 1952 war er Mitglied des TSV Schnaitsee und war Spieler der Ersten Mannschaft. Aber auch seine handwerklichen Tätigkeiten beim Bau des ersten Sportheimes 1960, des Sportplatz-Neubaus 1961 sind hervorzuheben. Die Hecke entlang der Kirchensurer Straße hat er zusammen mit seinem Bruder Max beim Straßenbau selbst ausgebaut und wieder eingepflanzt.

In den Jahren 1965 bis 1967 war er Betreuer der Jugendmannschaft, die eine überragende Rolle im Chiemgau spielte. 1969 legte er die Schiedsrichter-Prüfung ab. Bis 2005 nahm er diese Tätigkeit wahr und kümmerte sich auch um die Jung-Schiedsrichter. 2019 wurde ihm die Ehrung für 50 Jahre Schiedsrichter-Amt zu teil. Für diese Leistung wurde ihm am Grabe ein letzter Pfiff auf der Schiedsrichter-Pfeife gewidmet.

Über viele Jahre hinweg gestaltete er die Ehrentafeln vieler Vereine mit seiner Brandmalerei-Kunst. Seine zweite Leidenschaft – das Trachtenvereins-Wesen wurde ihm bereits in die Wiege gelegt. Sein Vater war Gründungsmitglied des Gebirgstrachten-Erhaltungsvereins „D‘ Schneebergler Schnaitsee“. Offiziell begann die Trachtler-Karriere von Hans Simmeth 1946 in der Kinder- und Jugendgruppe. Danach war er zwölf Jahre lang Vorplatter.

Während seiner Vereinszeit kümmerte er sich um die Patenschaften für sieben Nachbar-Trachtenvereine. Besondere Verdienste erwarb er sich bei der Ausrichtung des Trachtenfestes mit Fahnenweihe im Jahre 1982. Ab 1996 war er auch Mitglied des Trachtenvereins Waldhausen und begleitete zahlreiche Feste, sowie Wallfahrten nach Maria Eck.

Das Goldene Gau-Ehrenzeichen erhalten

Seine Verdienste wurden mit dem Goldenen Gau-Ehrenzeichen belohnt. 2020 wurde er vom Gauverband I für seine 70-jährige aktive Trachtenarbeit geehrt. Auch bei den Eisschützen war er als einer der oftmals spielentscheidenden Schützen beliebt.

Bis zum Juli 2020 lebte Hans Simmeth in Schnaitsee. Nach einem Krankenhaus-Aufenthalt kam er in das Betreuungszentrum Wasserburg, wo er nun verstarb. Mit ihm verliert die Gemeinde Schnaitsee einen ihrer profilierten Bürger.

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