Nachruf

Wasserburg - Viel zu früh mit nur 57 Jahren verstarb Anneliese Voggenauer aus Wasserburg.

Geboren in Ebersberg, wuchs sie mit fünf Geschwistern auf. Mit 14 kam sie nach Stockdorf ins Internat, um zur Hauswirtschaftshelferin ausgebildet zu werden. Anschließend folgte eine Weiterbildung zur Krankenpflegehelferin in Dinkelsbühl. 1973 fand die Verstorbene im Krankenhaus Wasserburg eine Anstellung.

Sie lernte ihren späteren Ehemann Nikolaus kennen, feierte mit ihm 1976 Hochzeit. Vier Kindern schenkte sie das Leben, wobei zwei im frühen Kindesalter verstarben. In den nachfolgenden Jahren musste sie zudem den Tod der Eltern und eines jüngeren Bruders verkraften. 1992, nun allein erziehend, zog sie ins Pfarrzentrum St. Jakob, übernahm die Hausmeisterei, war Mesnerin in Teilzeit und arbeitete in Nebenjobs, um sich und den Kindern das Auskommen zu sichern. Anneliese Voggenauer brachte sich zunehmend bei kirchlichen Aktionen und Veranstaltungen ein, kümmerte sich um die Jugend der Pfarrei und die Ministranten.

Nach ihrer Vollanstellung konnte sie sich vermehrt für ihre Aufgaben um Kirche und Pfarrzentrum einsetzen. Sie war eine liebevolle und fürsorgliche Mutter und Schwiegermutter, auch den Enkeltöchtern eine wichtige Bezugsperson. Ihr Leben war rund um die Uhr mit Pflichten und Zukunftsplänen ausgefüllt, als sie im Frühjahr 2012 den Kampf mit einer Leukämieerkrankung aufnehmen musste und verlor.

Nun verabschiedeten sie Pfarrer Wolfgang Fischer, Geistlicher Rat Dr. Haderstorfer, eine große Anzahl Ministranten und viele Trau-ernde mit einem Requiem in St. Jakob und begleiteten sie anschließend auf ihrem letz-ten Erdenweg im Altstadtfriedhof. mep

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