Debatte im Gemeinderat

Nachdenken bis Februar: Ein neuer Spielplatz im Zentrum von Griesstätt?

Soll hier im Ecker-Garten ein neuer Spielplatz entstehen? Der Grünen-Vorschlag wurde im Gemeinderat lebhaft diskutiert, eine Entscheidung soll aber erst im neuen Jahr fallen.
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Soll hier im Ecker-Garten ein neuer Spielplatz entstehen? Der Grünen-Vorschlag wurde im Gemeinderat lebhaft diskutiert, eine Entscheidung soll aber erst im neuen Jahr fallen.
  • vonKarlheinz Günster
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Was passt am besten in den Ecker-Garten in Griesstätt? Ein Maibaum, ein Bolzplatz oder ein Volleyballfeld? Diese Frage diskutierte der Gemeinderat aufgrund eines Antrags der Griesstätter Grünen ausgiebig. Ein Beschluss wurde nicht befasst. Bis Februar wollen die Gemeinderäte grübeln.

Griesstätt – 3 Spielplätze gibt es bereits in der Gemeinde, alle in Richtung Süd-Osten gelegen. Die seien aber zu klein, böten zudem wenig Unterschiedliches an oder seien wie der Pausenhof der Schule nicht durchgehend nutzbar, argumentierte Katharina von Sommoggy (Grüne). Ein Spielplatz in der Ortsmitte dagegen würde den Dorfkern beleben, hätte eine positive Außenwirkung für Besucher und Durchreisende und lade allgemein zum Verweilen ein. Eine Spielmöglichkeit für Kinder könne sich auch bei Festivitäten der Vereine als Bereicherung für die teilnehmenden Eltern und Kinder erweisen. Denn neben der Belebung des Ortskernes sollten vor allem Familien und Kinder gefördert und Raum für Kontakte aller Art geschaffen werden.

Grundsätzlich ablehnen wollte eine Aufwertung des Ortskerns keiner im Gemeinderat, aber Bedenken wurden eingebracht. So erschien Michael Kaiser (GfuG) die Dimension des Platzes in der großen Variante mit rund 17 mal elf Metern im Gartenbereich als zu groß geraten. Er plädierte für einen Alternativstandort. Jürgen Gartner (GfuG) erinnerte an die Sicherungspflicht der Gemeinde wegen der sich in diesem Bereich befindlichen Parkplätze und an die Bedürfnisse anderer Zielgruppen, wie der von älteren Mitbürgern, die eher Ruhebänke bräuchten.

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Dass der überplante Bereich sehr groß erscheine, bemängelte Anton Strahlhuber (GfuG), der auch feststellte, dass einem Maibaum nichts im Wege stehen dürfe. Zudem hatte er wie Rudolf Liedl (GfuG) Bedenken wegen des Versicherungsschutzes. Martin Hofmeister (Grüne) sah hierin kein Problem, da seiner Meinung nach Spielgeräte das Aufstellen eines Maibaumes nicht behindern würden.

Helmut Schuster (BfG) wollte die Wünsche von Jugendlichen besser berücksichtigt sehen. Ein Bolzplatz und ein Volleyballnetz im Bereich Wertstoffhof träfe den örtlichen Bedarf eher, meinte er. Auch Bürgermeister Robert Aßmus (parteifrei) sah Chancen in diesem Areal. Er wollte ein Zeichen gesetzt sehen, dass Eltern und Kinder der Gemeinde wichtig seien und regte – falls eine Entscheidung im Rahmen einer möglichen familienfreundlichen Planung für diesen Standort fallen würde – an, auch ein Kletterspielgerät mit einzuplanen.

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Christian Graf brachte schließlich als Spielplatz auch den im Gemeindebesitz befindlichen Garten neben dem Rathaus ins Spiel, der sich ebenfalls eignen würde.

Schließlich forderte Lorenz Freiberger (GfuG) die Erstellung eines Nutzungskonzeptes vor einer Entscheidung und Martin Fuchs (BfG) wollte wie Jürgen Gartner (GfuG) alle Altersgruppen mit ihren Bedürfnissen berücksichtigt sehen.

Bedürfnisse aller Altersgruppen

Dieser Mehrgenerationenaspekt überlagerte in der Diskussion schließlich das ursprüngliche Anliegen, sodass Michael Kaiser vorschlug, jetzt über den Grünen-Antrag nicht abzustimmen, da er in der vorliegenden Form wohl abgelehnt würde. Die Angelegenheit sollte besser nach einer intensiven Nachdenkphase im Februar nochmals auf die Tagesordnung. Da es im Grünen-Antrag bereits geheißen hatte, „Andere Vorschläge und Ideen für eine Platzierung des Spielplatzes werden gerne angenommen.“, verschob man einstimmig eine Entscheidung über einen Spielplatz im Ortskern.

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