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AUS DEM BAUAUSSCHUSS

Nach 5:5-Stimmenpatt: Nein zum Neubau eines Mehrfamilienhauses in Haag

Auf dem seit Jahren weitgehend ungenutzten Grundstück in der Münchener Straße in Haag möchte ein Investor ein Mehrfamilienhaus mit 22 Mietwohnungen bauen.
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Auf dem seit Jahren weitgehend ungenutzten Grundstück in der Münchener Straße in Haag möchte ein Investor ein Mehrfamilienhaus mit 22 Mietwohnungen bauen.
  • VonLudwig Meindl
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In Haag plant ein Investor ein großes Mehrfamilienhaus mit 22 Mietwohnungen – an der Münchener Straße im Westen der Marktgemeinde. Die erste Debatte im Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderats verlief kontrovers. Der knappen Ablehnung lässt der Bauherr nun eine Neuauflage der Planung folgen.

Haag – Auf dem seit Jahren weitgehend ungenutzten Grundstück in der Münchener Straße in Haag soll ein Mehrfamilienhaus mit 22 Mietwohnungen entstehen. Investor ist die „Elektropark Weiß GmbH“ aus Edling. Die Wohnungen haben eine Größe von 65 bis 130 Quadratmeter, so Bürgermeisterin Sissi Schätz (SPD) zur Sitzung im Haager Bürgersaal einleitend. Bei diesen Größenverhältnissen fänden auch Familien mit Kindern darin Platz finden.

Im Einzelnen umfasst die Planung 14 Wohnungen mit 65, 6 mit 110 und zwei mit 130 Quadratmetern. Davon sollen sieben behindertengerecht eingerichtet werden und 15 barrierefrei. Der Bauherr plant in Holzbauweise mit 22 überbreiten Stellplätzen in der Tiefengarage und im Außenbereich. Einbezogen sind abschließbare Abstellräume für Fahrräder.

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Die Ausführung des Mehrfamilienhauses ist in der Bauausführung KFW 40 Plus geplant. Das bedeutet „Effizienzhaus“ mit „besonders energiesparendem Baustandard“. Da die Gebäude kaum Wärme verlieren und den geringen Bedarf effizient decken, sind sie vom Staat gefördert. Vorgesehen sind eine CO2-neutrale Heizungsanlage mit Holzpellets und eine Photovoltaikanlage mit 30-KW-Batteriesspeicher. Die Etagen verbindet ein Aufzug.

Die Debatte des Haager Bauausschusses verlief kontrovers. Bedenken hatten vor allem Dr. Bernhard Grabmeyer (Freie Wähler) und Christine Huber (Grüne) wegen der geplanten Tiefgaragenausfahrt zur Rudolf-Diesel-Straße. „Die Einmündung ist zu gering“, so Grabmeyer. Städtebauliche Bedenken äußerte 2. Bürgermeister Stefan Högenauer (CSU). Er kritisierte die „Massivität des Gebäudes“ und verwies auf den Gegensatz der umliegenden Bebauung mit Einfamilienhäusern und Doppelhaushälften.

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Bürgermeisterin Schätz mahnte an, dass der Bauausschuss noch vor Kurzem die neue Bayerische Bauordnung mit der reduzierten Abstandsflächenregelung gelobt habe, die verdichtetes Bauen ermögliche. Hier müsse man konsequent sein und dieses verdichtete Bauen dann auch zulassen.

Die Abstimmung über das gemeindliche Einvernehmen endete mit einem Patt von 5:5 Stimmen. Somit war das gemeindliche Einvernehmen nicht erteilt. Da auf dem Grundstück grundsätzlich Baurecht nach Paragraph 34 der Bayerischen Bauordnung besteht, wird der Investor eine geänderte Planung insbesondere der Tiefgaragenausfahrt vorlegen. Sie wird dem Bauausschuss erneut zur Beratung vorgelegt.

„Ich hoffe, das Mehrfamilienhaus bekommt dann die Zustimmung des Ausschusses, denn wir brauchen dringend Wohnungen in Haag“, so Schätz.

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