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Nach Tankrabatt-Aus: Unmut in der Region

Kein Benzin: Tankstellen geht der Sprit aus - sprunghafter Preisanstieg sorgt für Kunden-Frust

Sprunghafter Preisanstieg bei einer Tankstelle in Wasserburg: Zwischen dem 31. August (links) und dem 1. September legte der Preis von Super beispielsweise über Nacht 34 Cent zu.
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Sprunghafter Preisanstieg bei einer Tankstelle in Wasserburg: Zwischen dem 31. August (links) und dem 1. September legte der Preis von Super beispielsweise über Nacht 34 Cent zu.
  • Sophia Huber
    VonSophia Huber
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Schock an den Tankstellen in der Region: Kaum ist die Zeit des Tankrabattes beendet, steigen die Preise massiv an. Das sorgt für Unmut unter den Autofahrern – viele reagierten gestern stinksauer. Diesen Ärger bekommen auch die Tankstellenbetreiber zu spüren. Dabei ist der Grund für die hohen Preise nicht nur dem fehlenden Rabatt geschuldet.

Wasserburg – „Eigentlich sollte ich Gesellschaftskritik machen“, erklärt Robert Zeislmeier, Inhaber der gleichnamigen Tankstelle in Wasserburg am Telefon. „Die, die am wenigsten dafür können, kriegen den ganzen Frust ab.“ Den ganzen Tag habe er sich bereits Vorwürfe anhören müssen, wie: „Ihr steckt euch da was ein.“ Dabei könne er an den Preisen grundsätzlich wenig tun. „Ich schaue mir die Marktpreise an und rechne dann mein Kontingent aus“, erklärt Zeislmeier. Von dem Preis, den die Kunden bezahlen, bleibe nur wenig übrig. „69 Prozent sind Steuern“, meint er und setzt hinzu: „Die letzten Wochen mussten wir sogar draufzahlen, auch wenn mir das keiner glaubt.“

Super reicht nicht

Der auslaufende Tankrabatt sei aber nur ein Faktor, der die Preise so in die Höhe treibe. Das Hauptproblem sei, dass es kaum Benzin mehr gebe. „Wir sind schon seit Wochen auf Kante“, erklärt er. „Und gestern sind wir leergelaufen.“ Super und Super E 10 waren nicht mehr verfügbar, auch weil viele am letzten Tag des Rabattes noch einmal volltanken wollten. „Wir hatten noch Glück mit dem Diesel. Der ist bei vielen anderen auch ausgegangen.“ 40 bis 50 Prozent der Tankstellen in der Region hätten mit leeren Tanks zu kämpfen.

„Logistik stimmt nicht mehr“

Eine Benzinknappheit bestätigt auch ein anderer unabhängiger Tankstellenbetreiber in der Region, der lieber anonym bleiben möchte. „Wir sind nicht leergelaufen wie viele andere“, meint er, „aber es ist schon seit Wochen knapp.“

Das Problem sei aber nicht, dass die Ware nicht verfügbar wäre, sondern viel mehr, dass sie in Bayern und Österreich nicht ankomme. Die Bahn komme nicht hinterher, es gebe zu wenig Lokführer, die die Tankwaggons von Hamburg nach München fahren würden. Das hänge auch mit dem Neun-Euro-Ticket zusammen, das einen großen Teil des Bahnpersonals im Personen- statt im Güterverkehr gebunden habe, so seine Überzeugung. „Und jetzt stimmt die ganze Logistik nicht mehr“, erklärt der Tankstellenbesitzer. „Viele Tankstellen beziehen ihre Ware eigentlich aus München, jetzt müssen sie nach Ingolstadt fahren, das sind immerhin zwei Stunden mehr.“

Zusätzlich komme nun hinzu, dass das Niedrigwasser im Main-Donau-Kanal den Schiffsverkehr und damit auch die Benzinlieferungen ausbremse. „Das stimmt einfach alles nicht mehr zusammen“, so der Betreiber. All dies treibe eben auch die Preise in die Höhe.

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