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PERSONELLE UND FINANZIELLE NEUAUFSTELLUNG

Nach 25 Jahren: Führungswechsel bei der Volkshochschule Haag

Ehrungen bei der Volkshochschule Haag (von links): Galina Hild, Thomas Stark, Herbert Schlesinger, Inge Keller und Eva Hörfurter.
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Ehrungen bei der Volkshochschule Haag (von links): Galina Hild, Thomas Stark, Herbert Schlesinger, Inge Keller und Eva Hörfurter.
  • VonLudwig Meindl
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Die Haager Volkshochschule (VHS) hat sich finanziell und personell neu aufgestellt. Jetzt hoffen die Akteure auf einen Herbst mit Präsenzunterricht. In den Pandemie waren Kurse ausgefallen, Investitionen mussten verschoben werden.

Haag – Für die Haager Volkshochschule (VHS) ging eine Ära zu Ende. Inge Keller übergab nach 25 Jahren die Leitung an Eva Hörfurter. Vorsitzender Herbert Schlesinger bekam nach fünf Jahren in Bürgermeister Thomas Stark einen Nachfolger. Beiden galt das Lob, die VHS zu der Institution gemacht zu haben, die sie heute ist.

Die Wahlen brachten ausschließlich einstimmige Befürwortungen. Neu ins Amt kamen Bürgermeister Thomas Stark (Maitenbeth) als Vorsitzender, Eva Hörfurter als Leiterin, Galina Hild als zweite Vorsitzende und Bürgermeister Ullrich Gaigl (St. Wolfgang) als zweiter Beirat. Gesetzt für die Vorstandschaft bleibt weiterhin Bürgermeisterin Sissi Schätz (Haag) als erste Beisitzerin. Bestätigt wurden Ludwig Meindl als Schriftführer, Eva Hörfurter als Kassiererin und Elisabeth Obermeier als Kassenprüferin.

Solidarität wie im Schulverband

„Die Erwachsenenbildung ist eine kommunale Aufgabe“, betonte Bürgermeister Stark. So liege es nahe, dass in der VHS auch Bürgermeister Ehrenämter übernähmen. In die Zukunft sehe er optimistisch, da er von kompetenten Mitarbeitern unterstützt werde. Bürgermeisterin Schätz kommentierte: „Die VHS steht jetzt finanziell dank des Zusammenhalts der Gemeinden im Haager Land auf sicheren Füßen. Ich sehe hier die gleiche Solidarität wie in unserem Schulverband. Das zeigt den hohen Stellenwert der Erwachsenenbildung.“

Schlesinger legte den Bericht für die Jahre 2018 und 2019 vor. Die Volkshochschule habe neue Schwerpunkte gesetzt, unter anderem, Kontakte mit Kursleitern, Teilnehmern, Gemeinden und Firmen zu pflegen, eine solide Finanzsituation zu schaffen und ein kundenorientiertes Angebot. „Wir sind wie nie zuvor ins Gespräch gekommen“, so Schlesinger. Sein Dank galt der Vorstandschaft und dem „VHS-Management“ durch Inge Keller, Eva Hörfurter und Karin Heinzmann-Boher.

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Aus der Statistik des Vorsitzenden ergaben sich knapp 3000 VHS-Kursteilnehmer für 2015, 2561 für 2016, 2516 für 2017, 2433 für 2018, 2751 für 2019 und 1566 für das „Corona-Jahr“ 2020. Den Einbruch nach 2015 erläuterte Eva Hörfurter mit dem Abklingen des „Zumba-Booms“.

Finanzielle Hilfe aus dem Haager Land

Schlesinger erinnerte an die Idee von Bürgermeisterin Schätz, den Namen mit „Volkshochschule im Haager Land“ neu zu definieren. Dank gelte den Gemeinden für die finanzielle Hilfe 2018: „Bis dahin finanzierte sich die VHS selbst.“ Persönlich danke er den anwesenden Bürgermeistern Sissi Schätz (Haag), Franz Stein (Reichertsheim), Robert Otter (Gars), Thomas Stark (Maitenbeth), Christoph Greißl (Kirchdorf) und Ullrich Gaigl (Isen) – sowie Ludwig Meindl und Korbinian Hörfurter für langjährige Unterstützung.

Gelder aus dem Rettungsschirm an Dozenten weitergegeben

Geschäftsführerin Inge Keller würdigte die neue Mitarbeiterin Karin Heinzmann-Boher: „Sie passt unwahrscheinlich gut und ist eine große Unterstützung.“

In der „Corona-Zeit“ seien alle Kurse ausgefallen. Gelder aus dem Rettungsschirm habe man an Dozenten weitergeleitet. Nun seien die Planungen für das Semesterprogramm im Herbst angelaufen. Stets befinde sich die Volkshochschule auf der Suche nach Räumlichkeiten. Geplante Investitionen habe man wegen der Krisen- und Finanzsituation verschoben.

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Eva Hörfurter bilanzierte die Finanzen 2018 und 2019 mit Zuschüssen, Gebühren und Ausgaben. Die öffentliche Unterstützung habe man benötigt. Jetzt habe die Haager Volkshochschule wieder solide Zahlen. Die Sommerkurse seien bereits gestartet. Für den Herbst hoffe sie auf einen Aufschwung. Als Charakterzeichen der neuen Leiterin Eva Hörfurter erkannte Inge Keller in 21 Jahren ihres Einsatzes Korrektheit und steten Verlass. Eva Hörfurter habe zusätzlich als Hausmeisterin gewirkt.

Ziel: lebenslanges Lernen

Herbert Schlesinger habe sich sehr viel Arbeit gemacht, sei Verhandlungspartner der Gemeinden und Helfer in schweren Zeiten gewesen. Er selber resümierte: „Ich durfte manches lernen.“ Das passe zum Motto der VSH „Lebenslanges Lernen“.

Ehrungen bei der VHS Haag

Geehrt wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft Inge Keller, für 20 Jahre Eva Hörfurter, Irmgard Krug und Ludwig Meindl. Präsente zur Verabschiedung erhielten Herbert Schlesinger, Inge Keller und Irmgard Krug. Ein besonderes Lob galt Inge Keller, die vor 25 Jahren das kleine VHS-Büro am Schachenwald übernommen hatte und sich zum Ziel setzte, „die Haager zu motivieren“. Aus den damals 50 Kursen wurden bis heute 203. „Inge Keller machte die VHS zur bekannten Institution“, so Herbert Schlesinger. Eva Hörfurter bestätigte: Inge Keller habe als „Ur-Haagerin“ den Bekanntheitsgrad gefördert.

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