Nach 100 Tagen im Amt sagt Unterreits Bürgermeister Seidl: „Fühle mich am richtigen Platz“

Fühlt sich mit seiner neuen Aufgabe als Unterreiter Bürgermeister sichtlich wohl: Christian Seidl.
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Fühlt sich mit seiner neuen Aufgabe als Unterreiter Bürgermeister sichtlich wohl: Christian Seidl.

Mit 92,5 Prozent wurde Christian Seidl (Freie Wähler) im März bei den Kommunalwahlen zum neuen Bürgermeister von Unterreit gewählt. Nach 100 Tagen im Amt zieht der Rathauschef Bilanz. Stets im Blick hat er die Wohnraumnot. Er will sich einsetzen, dass die jungen Leute und Familien in ihrer Gemeinde bauen können.

Von Marianne Filll

Unterreit – Mit 92,5 Prozent wurde Christian Seidl (Freie Wähler) im März bei den Kommunalwahlen zum neuen Bürgermeister von Unterreit gewählt. Nach 100 Tagen im Amt zieht der Rathauschef Bilanz.

Seit 100 Tagen im Amt, wie fühlen sie sich in ihrem neuen Aufgabenbereich?

Christian Seidl: In meinem neuen Aufgabenbereich und Beruf fühle ich mich sehr wohl und am richtigen Platz. Zum Amtsantritt bin ich von den Arbeitskollegen und Mitarbeitern im Rathaus sehr gut aufgenommen worden. Das Arbeiten mit dem kompetenten und engagierten Personal in den verschiedenen Fachbereichen in beiden Rathäusern unserer Verwaltungsgemeinschaft verläuft äußerst harmonisch und zielorientiert. Die Zusammenarbeit in der VG Gars mit Bürgermeister Robert Otter ist geprägt durch einen regelmäßigen Meinungsaustausch, wodurch wir nicht nur persönlich in unserem Wirken, sondern auch im geschäftlichen Bereich profitieren.

Ist das Amt so, wie sie es sich vorgestellt haben?

Seidl: Es ist schon ausfüllender, als ich dachte. Jetzt in der Zeit der Einarbeitung bekommt man immer mehr die nötige Routine für das Tagesgeschäft. Man arbeitet effektiver. Es sind die vielen unterschiedlichen Bereiche, in die man sich einarbeiten muss, um zur Entscheidungsfindung das nötige Hintergrundwissen zu haben. Eine große Hilfe für das Voranbringen der gemeindlichen Projekte ist das große Engagement des neuen Gemeinderats und die konstruktive Zusammenarbeit mit den beiden Bürgermeistervertretern Thomas Mittermair und Anton Manhart.

Was waren Ihre ersten Schritte nach dem Wahlkampf in Sachen Kommunalpolitik?

Neben Grundstücksverhandlungen für den Wohnungsbau, Notarverträgen, die abgeschlossen wurden oder Treffen zur Straßenverlegung mit dem Vermessungsamt, bekamen wir in der Verwaltungsgemeinschaft Gars/Unterreit sehr bald Informationen zu dem neuen Projekt Gigabit-Richtlinie. Der Gemeinderat stellte daraufhin die Weichen zur Realisierung des Glasfaserausbaus Teil III.

Die Internetverbindung ist ein wichtiges Thema.

Seidl: Ich erhielt in den ersten 100 Tagen meiner Amtszeit viele Beschwerden von Privatpersonen, aber auch von Gewebetreibenden über einen schlechten bis gar nicht funktionierenden Internetbetrieb. Mit diesem Ausbauschritt erhoffe ich mir Besserung für die ganze Gemeinde.

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Wirkt sich die Corona-Krise auch in Ihrer Gemeinde aus? Wenn ja, wie?

Seidl: Wir wissen zum heutigen Zeitpunkt noch nicht, wie sich aufgrund der Corona-Krise die finanzielle Situation entwickeln wird. Dennoch glaube ich, dass wir die beschlossenen und bereits begonnenen Projekte weiterführen und zu einem guten Abschluss bringen können. Für die Zukunft möchte ich nicht zu viel versprechen, aber auch eine zu ängstliche Haltung ist meiner Meinung nach nicht richtig. Und es gilt: Lieber kleine Projekt realisieren, als Große nur planen!

Seidl: Eine große Herausforderung sehe ich in der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Es bewerben sich sehr viele einheimische Bürger um ein Baugrundstück und sehe es deshalb als meine Pflichtaufgabe, den jungen Leuten und Familien die Möglichkeit zu schaffen, hier in der heimischen Gemeinde ihren Wunsch zu verwirklichen. Sei es durch die Erschließung neuer Baugebiete im Gemeindebereich oder durch die Möglichkeit in Zukunft andere Wohnungsbauformen zu nutzen. Eine weitere wichtige Aufgabe unserer Gemeinde ist die Bereitstellung sowie Sicherung des Trinkwassers, wie beispielsweise die aktuellen Planungen zum Bau einer neuen Wasserleitung nach Unterzarnham zeigen.

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