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Unterstützung für heimische Künstler

Musik liegt in der Luft: Wasserburger freuen sich auf ein großes Festival

Musik liegt in der Luft – hier beim Auftritt von Ben Leinenbach und dem Trio Mio beim musikalischen Samstag in der Stadt. 2022 soll es sogar ein Musikfestival geben.
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Musik liegt in der Luft – hier beim Auftritt von Ben Leinenbach und dem Trio Mio beim musikalischen Samstag in der Stadt. 2022 soll es sogar ein Musikfestival geben.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Musik macht Mut: Im Lockdown geschah dies in Wasserburg durch die Herausgabe einer CD, auf der sich regionale Künstler präsentierten, die nicht auftreten durften. Der Verkaufserlös fließt in ein Festival. Jetzt wurden die Details der Großveranstaltung bekannt.

Wasserburg – Begeisterung quer durch alle Fraktionen: Der Haupt- und Finanzausschuss hat einstimmig beschlossen, eine Ausfallbürgschaft für das Sommerfestival „Musik macht Mut“ zu übernehmen. Es soll am 1. und 2. oder 8. und 9. Juli in Wasserburg im Kern der Altstadt stattfinden. Veranstalter ist der Kulturkreis.

Solidarität mit den Künstlern groß

Initiator der zweitägigen Veranstaltung ist das Innkaufhaus. Es hatte im Winter 2020/2021, als der Lockdown die Künstler mit einem Berufsverbot belegte, diese mit der Produktion einer CD unterstützt. Ausschließlich heimische Musiker, Bands, Orchester und Ensembles sind hier zu hören. Eine ähnliche Aktion ist auch in diesem Winter geplant.

Die Erlöse aus dem Verkauf der 500 Tonträger im vergangenen Winter sollen nun als Gage für die am Sommerfestival 2022 teilnehmenden Künstler weitergegeben werden. Die Wasserburger hatten die CD-Aktion stark unterstützt. Es kamen über 10 000 Euro zusammen, weil sich viele Bürger mit den Künstlern in Not solidarisch erklärten – auch indem sie zum Teil mehr Geld gaben, als die CD kostete.

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Jetzt können die CD-Käufer die Musiker im nächsten Sommer live erleben. Der Eintritt zum Festival ist frei, es werden jedoch Festzeichen verkauft, so das Konzept des Kulturkreises, dem sich fast alle Kunstschaffenden der Stadt angeschlossen haben. Er hat auch Sponsoren mit im Boot.

Stadt übernimmt Ausfallbürgschaft

Trotzdem gibt es Unwägbarkeiten wie schlechtes Wetter, die eine Durchführung des Festivals gefährden könnten. Sie sollen durch die Ausfallbürgschaft der Stadt in Höhe von 7000 Euro gesichert werden. Der Kulturkreis beantragte außerdem Unterstützung bei der Infrastruktur mit Strom, Wasser sowie Abwasserentsorgung durch den Bauhof und die Stadtwerke. Leistungen in Höhe von 5000 Euro aus der Stadtkasse gibt es hierfür.

Festival legt auch Fokus auf Nachhaltigkeit

Der Ausschuss genehmigte das Festival. Von der zweitägigen Veranstaltung sollen auch die in der Pandemie stark gebeutelten Wirte profitieren. Deshalb wird noch geklärt, ob und wie sie von den Gebühren für Sondernutzungsflächen befreit werden können.

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Die Veranstaltung setzt auch auf Nachhaltigkeit: Die Stadt machte zur Auflage, dass der Storm zu hundert Prozent aus erneuerbaren Energien stammt, ausschließlich wiederverwendbares Geschirr verwendet und für eine Anreise mit Rad und Bus geworben wird. Alle Ausschussmitglieder zeigten sich hoch erfreut über das Engagement des Innkaufhauses und Kulturkreises. „Wir lechzen nach Kultur“, brachte Zweiter Bügermeister Werner Gartner (SPD) ) die Stimmung auf den Punkt.

Wirte sollen auch von der Aktion profitieren

Heike Maas, Fraktionsvorsitzende von CSU, Wasserburger Block-Freie Wähler, zeigte sich ebenfalls begeistert. Sie warb ausdrücklich dafür, dass nur lokale Künstler und Wirte beteiligt werden. Letztere dürften nicht durch Sondernutzungsgebühren für Ausschankflächen bestraft werden, betont auch Steffi König (Grüne).

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Kulturreferentin Edith Stürmlinger (Bürgerforum) sieht im Musikfestival ein Zeichen für den hohen Wert des Ehrenamtes in der Stadt. „Wasserburg kann sich glücklich schätzen, dass sich hier so viele ehrenamtlich für die Kultur einsetzen“, sagte sie. Das sei ein Alleinstellungsmerkmal, viele Kommunen würde die Stadt um dieses Engagement beneiden.

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