Das Museum Wasserburg widmet Schwalben ein Buch, in dem auch steht, wo in der Stadt sie nisten

Beliebter Nistplatz für Schwalben: mitten im Arkadenbogen mit seinem gotischen Kreuzrippengewölbe. re

Das Museum Wasserburg widmet den Museumsschwalben ein Buch. Die kurzweilige und informative Geschichte vermittelt viel Wissenswertes über das Leben der Vögel, bayerische Traditionen und Wasserburger Besonderheiten. Liebevolle Zeichnungen machen es außerdem zu einem echten Hingucker.

Wasserburg – Die Geschichte ist anrührend: Die junge Schwalbe Elise kehrt zu Beginn des Frühlings aus Afrika zurück und nimmt Platz auf dem Fenstergitter vor dem Museum in der Altstadt von Wasserburg. Hier ist sie selbst im Jahr zuvor aus dem Ei geschlüpft und hat erste Flugversuche unternommen. Nun lernt sie ihren Liebsten kennen. Gemeinsam jagen sie durch die Luft, fangen Insekten und bauen ein Nest. Während Elise brütet, erinnert sie sich an Geschichten von früher. Sie nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die hiesige Schwalbenkolonie und plaudert über das Vogelleben.

Autorin Irene Kristen-Deliano (links) und Illustratorin Miriam Witthaut freuen sich über ihr gelungenes Werk.

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Schwalben sind Sympathieträger. Als Kulturfolger haben sie eine enge Beziehung zum Menschen. Sie gelten als Symbol des Sommers, als Glücksbringer und als Reisende zwischen den Kontinenten. Viele Geschichten, Gedichte und Merksprüche ranken sich um sie. Wasserburg hat aufgrund seiner Lage in der Innschleife und seiner besonderen Architektur die besten Voraussetzungen für die lebhaften Luftakrobaten, die Einheimische und Gäste gleichermaßen erfreuen.

... im neuen Buch „Schwalbensommer in Wasserburg“.

Die kurzweilige und informative Geschichte rund um die Museumsschwalbe Elise III vermittelt viel Wissenswertes über das Leben der Tiere.

Das Museum, die Autorin und die Illustratorin

Autorin Irene Kristen-Deliano ist als eine alteingesessene Wasserburgerin, Kulturvermittlerin, Stadtführerin und Autorin aus Leidenschaft stadtbekannt und mit der Geschichte und den Geschichten der Innstadt bestens vertraut. In den letzten Jahren hat sie zahlreiche Bücher veröffentlicht und eine bunte Palette von Führungen erarbeitet. Als Mutter und „Nonna“ ist es ihr ein Anliegen, Wasserburgs Geschichte auch Kindern näher zu bringen.

Wunderschön illustriert: die Luftakrobatin Elise...

Von Schweden nach Wasserburg

Die Illustratorin Miriam Witthaut wuchs in Essen und Uppsala auf. Seit 2015 wohnt sie mit ihrer Familie in einem historischen Haus in der Wasserburger Altstadt. Nach ihrem Abschluss an der Anton Heiligbrunner Realschule absolvierte sie Praktika beim Theater Wasserburg und der Mayer’schen Hofkunstanstalt in München.

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Das gibt es im Wasserburger Stadtmuseum zu sehen

Die städtische Sammlung ist seit 1938 im Haus in der Herrengasse 15 untergebracht. Das Haus stammt im Kern aus dem Mittelalter und wurde Mitte des 15. Jahrhunderts in seiner heutigen Form errichtet. Aus dieser Zeit stammen auch die Arkaden mit ihrem gotischen Kreuzrippengewölbe, auf dessen Schlusssteinen die Schwalben ihre Nester bauen. Ein weiteres Nest wird gern im Innenhof des Museums über dem Glasdach bewohnt.

Im Inneren des Hauses beherbergt das Museum auf vier Etagen 52 Themen aus Wasserburg und der Region, von Römern und Kelten über die Innschifffahrt der reichen Handelsherren bis zur bäuerlichen Wohnkultur und der Arbeit der kleinen Leute im 19. Jahrhundert.

Ein Übersichtsplan

Ein Übersichtsplan über die Nester im öffentlichen Raum der Altstadt lädt ein, diese einmal selbst zu besuchen und die Schwalben und ihre Jungen zu beobachten. Das Buch richtet sich an Erwachsene und Kinder gleichermaßen und eignet sich zum Vorlesen.

Verkauft wird das Buch zum Preis von 5 Euro an folgenden Stellen: Museum Wasserburg, Touristinfo Wasserburg, Bücher Herzog, Fabula, Backstube, Wasserburger Kaffeeröster, Bauernmarkt in der Hofstatt sowie bei der Autorin selbst.

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