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Mit viel Erfolg: Laienschauspieler servierten achtmal ein bayerisches Krimidinner in der Region

"Mord bei da Leich" stets ausverkauft

Völlig fertig sind nach der überraschenden Auflösung des Kriminalfalles (von rechts) Kommissarin Radlmair (Angela Schreier), Polizist Matthias (Zeno Schwarzenbeck), der Bürgermeister (Andreas Hacker) und seine Gattin (Ingrid Wimmer), die an der Aufklärung beteiligte Esoterikerin "Shivani" (Maria Geidobler) lächelt im Hintergrund.   Foto Basler
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Völlig fertig sind nach der überraschenden Auflösung des Kriminalfalles (von rechts) Kommissarin Radlmair (Angela Schreier), Polizist Matthias (Zeno Schwarzenbeck), der Bürgermeister (Andreas Hacker) und seine Gattin (Ingrid Wimmer), die an der Aufklärung beteiligte Esoterikerin "Shivani" (Maria Geidobler) lächelt im Hintergrund. Foto Basler

Auch am Ende der vorerst letzten Aufführung des bayerischen Krimidinners "Mord bei da Leich" - diesmal in Gars-Hochstraß - gab es tosenden Beifall und stehenden Applaus für die "Theaterwahnsinnigen". Das ist eine von Christl Schwarzenbeck aus Au am Inn gegründete Gruppe von Laienschauspielern im Katholischen Kreisbildungswerk Mühldorf.

Gars - Viele von den Schauspielern sind in der Gemeinde Gars zu Hause, wo man ohnehin dem Theater besonders aufgeschlossen ist. Das wurde auch an den am Ende der Vorstellung von Zeno Schwarzenbeck an seine Mitspieler überreichtem Überraschungsgeschenk deutlich: Er zog lauter Oscarfiguren aus seinem Korb.

Bisher gab es die Angebote von "Krimidinnern" eigentlich nur in Großstadt-Regionen oder großen Kreisstädten, und vielfach sind sie mit Profi-Schauspielern besetzt. Nun haben die "Theaterwahnsinnigen" dafür gesorgt, dass "ein weißer Fleck auf der Landkarte" beseitigt wurde: Sie traten seit Oktober 2013 gerade auch in kleineren Orten des Landkreises Mühldorf und in der Region Wasserburg auf und präsentierten in der Regel vor ausverkauftem Haus Wirtshaus-Theater vom Feinsten. Viele Besucher waren so begeistert von der Story, der Inszenierung und der gekonnten Beteiligung des Publikums, dass sie immer wieder feststellten: "Da können sich die Profis eine Scheibe abschneiden!"

Ein Garant für den Erfolg war allerdings auch der mit den Garsern befreundete bekannte Münchner Schriftsteller, Märchenerzähler und Theaterpädagoge "Bertram der Wanderer": Er hat seinen Mitspielern das Stück praktisch "auf den Leib geschrieben" und auch gekonnt Regie geführt.

Abwechselnd ließen sich die Besucher des Krimidinners an den passend dekorierten Tischen vom Vier-Gänge-Menü und der spannenden Handlung des Theaterstücks verwöhnen. Da kam doch beim aufwendigen Leichenschmaus vom Gschwendner Xaver ausgerechnet seine Frau Gundi (Anita Hacker) ums Leben. Der Bürgermeister (Andreas Hacker) fürchtet um den Ruf des Dorfes, verspricht bei seiner Wiederwahl eine eigene Rettungswache und verfolgt akribisch die Ermittlungen des jungen Ortspolizisten Matthias (Zeno Schwarzenbeck) und der Kriminalkommissarin Radlmair (Angela Schreier). Heftige Eifersüchteleien und Streitereien steuern Bürgermeistersgattin (Ingrid Wimmer) und Pfarrhaushälterin (Anita Hacker) bei, Christl Schwarzenbeck liefert als "Sinzingerin" das nie versiegende Ratschkathl-Mundwerk dazu. Wirt Thomas (Peter Wimmer) hat ein Faible für schöne Damen und verzweifelt allmählich, weil er seinen Leichenschmaus überhaupt nicht los wird. Die Esoterikerin "Shivani" (Maria Geidobler) trifft als Urlauberin ihren ehemaligen Studienfreund und jetzigen Ortspfarrer (Bertram der Wanderer) wieder und liefert mit ihm schließlich die entscheidenden Verdachtsmomente und Beweise für den Mord an Gundi. Aber bereits vor dem Hauptgang wurde an allen Tischen heftig diskutiert, wer denn der Mörder sein könnte. Doch wie bei allen guten Krimis wurde man am Ende sehr überrascht über das wirkliche Ergebnis...

Für alle, die sich die "Mord bei da Leich"-Aufführungen in der nächsten Wintersaison ab Oktober 2014 - dem Beginn der dunklen Jahreszeit mit besonderer Lust auf gruselige Erlebnisse in der warmen Stube - nicht entgehen lassen wollen: Der Kartenvorverkauf dafür hat bereits begonnen.

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