Mögliche Gefahren durch die Hanglage

Rott – Die Stellungnahmen aus der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung zur zweiten Änderung des Bebauungsplans „Am Weinberg“ sind eingegangen.

Der Gemeinderat hat nun die Einwände abgewogen.

Die Höhere Landesplanung der Regierung von Oberbayern bat aufgrund der Ortsrandlage um eine an die Umgebung angepasste Bauweise und eine schonende Einbindung in das Orts- und Landschaftsbild. Hierzu weist der Gemeinderat einstimmig darauf hin, dass die Untere Bauaufsichts- und Naturschutzbehörde beteiligt worden sei. Wegen der Hanglage äußerte das Wasserwirtschaftsamt Bedenken. Es sei bei starkem Regen mit wild abfließendem Wasser zu rechnen. Es seien Freiflächen zur Versickerung vorzusehen. Ein Sickerschacht sei nicht zulässig.

Verwaltung und Gemeinderat erklärten einstimmig, dass durch die Hanglage durchaus eine Gefahrenlage bestehe. Eine mögliche Überflutung hänge jedoch vom baulichen Konzept ab. Der Rat weist darauf hin, dass die Beseitigung des Niederschlagswassers und der bauliche Schutz bei Starkregen durch Festlegungen gesichert seien.

Es war auch ein Hinweis eines Anliegers eingegangen. Ursprünglich konnte er sich wegen Zufahrtsproblemen nicht an diesem Bebauungsplan beteiligen. Doch nun sei dies nach eigenen Angaben geklärt und er wolle dabei sein. Er wolle sich ein Baurecht sichern.

Wie der Leiter der Geschäftsstelle, Maximilian Brockhoff, darlegte, würde die Beteiligung das Verfahren stoppen, die Gemeinde müsste wieder von vorne anfangen. Die Kommune gehe immer auf Bürger zu und versuche, vieles möglich zu machen. Doch es würde ein halbes Jahr vergehen, bis der jetzige Planungsstand wieder erreicht sei. Dies könne den Beteiligten nicht zugemutet werden.

Sitzungsleiter und Zweiter Bürgermeister Alfred Zimpel (BfR) sprach sich dafür aus, die Bauleitplanung abzuschließen. Dem folgte der Gemeinderat einstimmig. Außerdem befürwortete das Gremium ebenso einstimmig die vom Architektur büro Wüstinger und Rickert ausgearbeitete Änderung des Bebauungsplans am Weinberg als Satzungsbeschluss.

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