Moderner sozialer Wohnungsbau in Wasserburg: Zwei Amselfamilien schon eingezogen

Moderner sozialer Wohnungsbau in der Ponschaubaustraße 9 – und das sind die Macher: Robert Mayerhofer (mit Bild von Maria Stadler), Karin Funke, Edith Stürmlinger, Doris Schmid-Hammer, Ulrich Farthofer, Bürgermeister Michael Kölbl, Zweiter Bürgermeister Werner Gartner, Christoph Scheithauer und Mechtild Herrmann (von links).
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Moderner sozialer Wohnungsbau in der Ponschaubaustraße 9 – und das sind die Macher: Robert Mayerhofer (mit Bild von Maria Stadler), Karin Funke, Edith Stürmlinger, Doris Schmid-Hammer, Ulrich Farthofer, Bürgermeister Michael Kölbl, Zweiter Bürgermeister Werner Gartner, Christoph Scheithauer und Mechtild Herrmann (von links).
  • vonKarheinz Rieger
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Eigentlich ist die neue Wohnanlage in der Ponschabaustraße in Wasserburg erst ab 1. Juli bezugsfertig. Zwei Amselfamilien sind aber jetzt schon eingezogen. Der moderne soziale Wohnungsbau hat 5,5 Millionen Euro gekostet und bietet 23 Wohneinheiten. Die Quadratmeterpreise liegen zwischen 8,20 und 8,90 Euro.

Wasserburg – Die ersten Bewohner sind schon eingezogen: zwei Amselfamilien. Dies wurde mit einem Schmunzeln bei der Einweihung der Wohnanlage in der Ponschabaustraße festgestellt.

„Illegale Untermieter“: die ersten Bewohner der neuen Wohnanlage sind Amseln.

23 Wohneinheiten können jetzt in der Ponschabaustraße 9 nach und nach in zwei Abschnitten jeweils im Juli und August bezogen werden. Das Erfreuliche: Die Mieten bewegen sich zwischen 8,20 und 8,90 Euro pro Quadratmeter. Zudem sind alle Wohnungen barrierefrei, das Gebäude nach sozialen, ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten gestaltet.

5,5 Millionen Euro Gesamtkosten

Grund genug für alle Beteiligten, ihrer Freude, über das gelungene Werk Ausdruck zu verleihen. Es sei eine Bereicherung für die Stadt, da war man sich einig. Man sehe, was man im Bereich sozialer Wohnungsbau auf kommunaler Ebene vorbildlich leisten könne, so der Tenor.

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Einen überschaubaren Kreis an Gästen konnte Bürgermeister Michael Kölbl zur Eröffnung der neuen städtischen Wohnanlage zwar nur begrüßen, die Freude, dass die formal als ‚Arbeitsveranstaltung‘ bezeichnete Eröffnung trotz Corona bedingter Beschränkungen überhaupt so stattfinden konnte, war deutlich spürbar. In den Redebeiträgen schwang die Hoffnung mit, dass sich die neuen Bewohner künftig hier wohlfühlen sollten.

Zuschuss von der KfW

Rund 5,5 Millionen Euro habe das Ganze gekostet, so Michael Kölbl. Davon seien aber neben Eigenkapital und Grundstück von Seiten der Stadler-Stiftung insgesamt 1,65 Millionen an Zuschüssen im Rahmen des kommunalen Wohnraumförderprogramms der Regierung von Oberbayern eingeflossen, 2,5 Millionen habe man mit sehr günstiger Zinsbindung für 20 Jahre aufgenommen. 80.000 Euro kämen über einen Tilgungszuschuss der KfW herein, da womit der energetisch hochwertige Standard gefördert werde.

Freut sich mit den Architekten: Bürgermeister Michael Kölbl (Mitte) mit Christoph Scheithauer (links) und Ulrich Farthofer.

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Auf insgesamt 1500 Quadratmetern Wohnfläche sind in den vergangenen beiden Jahren vier Ein-Raum-Wohnungen entstanden, sieben Wohneinheiten mit zwei, neun mit drei Zimmern. Aber auch drei Einheiten mit vier Zimmern können bezogen werden. Dabei sei, so Kölbl, bei der wegen Corona etwas aufwendigeren Vergabe mit Besichtigung ein bunter Mix in der Bewohnerschaft das Ziel gewesen.

Großzügiger Innenbereich

Alt und Jung, Alleinstehende und Familien könnten sich nun in modern, seniorengerechten, barrierefreien und zweckmäßig gestalteten Räumen wohlfühlen, aber auch im großzügigen Innenbereich treffen und Gemeinschaft pflegen. Abstellmöglichkeiten für Fahrzeuge aller Art bis hin zum Kinderwagen seien genügend vorhanden. Insgesamt 108 Bewerber habe es gegeben, die Auswahl sei nach einem Punktesystem erfolgt, das künftige, lebendige Miteinander sei bei der Vergabe vordringlich im Fokus gestanden.

Viel Holz spart CO2

Besonders dankte Kölbl neben den Architekten Christoph Scheithauer und Ulrich Farthofer den Vertreterinnen der Regierung von Oberbayern, Karin Funke und Doris Schmid-Hammer von der Förderstelle Wohnungswesen, sowie Robert Mayerhofer vom Liegenschaftsamt undStadtbaumeisterin Mechthild Herrmann für ihren Einsatz. Auch die geduldige, entgegenkommende Nachbarschaft während der Bauzeit erwähnte er lobend.

Architekt Christoph Scheithauer freute sich über die unkomplizierte Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, vor allem, weil die Stadt hier mehr geleistet habe, als es sonst üblich sei. Durch den Aufbau des Gebäudes mit Licht von oben im Innenbereich, mit Betonkern und anliegenden, in Holz gehaltenen Wohnungen, sei auch viel CO2 eingespart worden.

Allein in den Decken seien 500 Kubikmeter Holz verarbeitet worden. Sein Kollege Ulrich Farthofer zeigte sich sicher, dass die künftigen Bewohner die Ideen der Planer positiv aufnehmen würden. Die Art der Bauweise könnte Standard werden. So würden derzeit 135 Wohneinheiten in ähnlichem Stil im österreichischen Hallein geplant.

Pfarrerin Cordula Zellfelder und Pfarrer Dr. Paul Schinagl segneten die Räumlichkeiten, bevor es an die Besichtigung des Gebäudes ging.

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