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Aus dem Gemeinderat

Mobilfunk: Werden LTE und 4G künftig von der Kläranlage in Ramerberg gesendet?

Ein Mast mit verschiedenen Antennen von Mobilfunkanbietern (Beispielfoto) könnte demnächst auch in Ramerberg errichtet werden – die Anfrage läuft.
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Ein Mast mit verschiedenen Antennen von Mobilfunkanbietern (Beispielfoto) könnte demnächst auch in Ramerberg errichtet werden – die Anfrage läuft.
  • Petra Maier
    VonPetra Maier
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Ein Mobilfunkdienstleister möchte in Ramerberg bei der Kläranlage einen Mobilfunkmasten aufstellen. Die Gemeinderäte reagierten unterschiedlich: Sowohl freudige Erwartung als auch deutliches Unwohlsein waren bei der jüngsten Ratssitzung zu hören.

Ramerberg– Ganz unterschiedlich reagierten die Ramerberger Gemeinderäte in der jüngsten Ratssitzung auf die Anfrage eines Mobilfunkdienstleisters zur Installation eines Mobilfunkmastes auf dem Gelände der Ramerberger Kläranlage.

Zur Vorgeschichte: Die Firma Eubanet ist derzeit im Auftrag der Telefonica unterwegs, um einen Standort für einen Mobilfunkmasten im Gemeindegebiet Ramerberg zu finden. Als Standort würde hier laut Eubanet insbesondere das Grundstück der gemeindlichen Kläranlage in Frage kommen. Der Mast wird voraussichtlich rund 50 Meter hoch und ist derzeit für LTE beziehungsweise 4G vorgesehen.

Eine spätere Nutzung als 5G-Mast kann nicht ausgeschlossen werden, allerdings biete die Firma einen vertraglichen Zusatz an, wonach der 5G-Standrard gegebenenfalls zurückgebaut würde, sofern eine wissenschaftliche Studie gesundheitliche Gefahren durch 5G nachweisen sollte. Wenn seitens des Gemeinderats grundsätzlich eine Zustimmung zum Standort Kläranlage erfolgen sollte, würde die Firma Eubanet in einem nächsten Schritt die tatsächliche Machbarkeit untersuchen und dann mit einem Vertragsentwurf wieder auf die Kommune zukommen, teilte die Verwaltung mit.

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Bürgermeister Manfred Reithmeier (Unabhängige Wähler Ramerberg) ergänzte, dass die Gemeinde Ramerberg im Rahmen der anstehenden Trink- und Löschwassersanierung eventuell selbst einen Platz in der Größe von zwei Doppelgaragen auf dem Gelände der Kläranlage nutzen wolle. Das sei für die Gemeinde kostengünstig, da ihr der Grund gehöre.

Petra Hölzle (Neue Ramerberger Liste/Freie Wählervereinigung Ramerberg) eröffnete die Diskussion mit einer Grundsatzfrage: „Sicher ist in der Bevölkerung mit großem Widerstand gegen die Installation zu rechnen. Wie wollen wir damit umgehen? Eine Umfrage starten oder ignorieren?“

Rupert Riedl (UWR) fragte, inwieweit ein Mobilfunkmast den laufenden Betrieb der Kläranlage stören könnte.

Jürgen Zott (UWR) meinte, man solle die Errichtung eines Mobilfunkmasts ruhig privaten Grundstückbesitzern überlassen, die sicher auch von Mobilfunkdienstleister angefragt würden.

Sophia Schuster (UWG) fand die Entscheidung sehr schwierig. Die möglicherweise zu erwartenden 4000 Euro an jährlicher „Standgebühr“, die Maximilian Brockhoff, Leiter der Geschäftsstelle der Verwaltungsgemeinschaft Rott, zuvor ausgerechnet hatte, stünden in keinem Verhältnis zu den möglichen Gefahren, die durch die Strahlung entstehen könnten. „Das sind doch für die Gemeinde Peanuts“, so die Gemeinderätin.

Stefan Kurfer (NRL/FWG) machte sich für den Mast stark: „Wir sollten das in die Hand nehmen. Die Jüngeren werden es uns danken. Wir sollten als Gemeinde für eine gute Internetanbindung sorgen.“ Die Bereitstellung von Grundstücke sollte Ramerberg nicht Privatleuten überlassen.

Konrad Fuchs (NRL/FWG) stimmte seinem Vorredner zu. Wenn ein Privater den Bau zulasse, dann könne das für die Bürger eventuell eine ungute Situation werden. „Ich würde die Anwohner mit ins Boot holen“, empfahl er.

Magnus Steinmüller (UWR) fand die Anfrage „sehr vage“. Das Anliegen müsse noch konkretisiert werde, forderte er.

Zott brachte daraufhin eine weitere mögliche Variante ins Spiel: Vielleicht könne der Mast sogar auf der Doppelgarage beim Klärwerk errichtet werden? Oder in Sendling, da hätte die Gemeinde auch ein Grundstück „in der Pampa“, das sich eignen könnte.

Zu diesem Thema gebe es noch viel zu besprechen, so der Tenor in der Sitzung. Mit 9:4 Stimmen sprach sich die Mehrheit dafür aus, der Errichtung des Mobilfunkmasts grundsätzlich zuzustimmen. Eine abschließende Entscheidung soll aber erst erfolgen, wenn ein entsprechender Vertragsentwurf seitens der Firma Eubanet vorliegt.

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