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Jubiläum

Seit jeher erfinderisch: Was den 90-jährigen Josef Hacker aus Mittbach jung hält

Der Jubilar mit seiner Familie und mit Gratulanten. Im Bild zu sehen sind (v.l.): Sohn Johannes, Pfarrer Josef Kriechbaumer, Ehefrau Marianne, Sohn Josef, Jubilar Josef Hacker, Sohn Michael, Schwiegertochter Gerlinde, Landrat Martin Bayerstorfer, Bürgermeisterin Irmgard Hibler – und Wachhund Xaver.
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Der Jubilar mit seiner Familie und mit Gratulanten (v.l.): Sohn Johannes, Pfarrer Josef Kriechbaumer, Ehefrau Marianne, Sohn Josef, Jubilar Josef Hacker, Sohn Michael, Schwiegertochter Gerlinde, Landrat Martin Bayerstorfer, Bürgermeisterin Irmgard Hibler und Wachhund Xaver.
  • Henry Dinger
    VonHenry Dinger
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Josef Hacker aus Mittbach bei Isen feiert seinen 90. Geburtstag. Was den Rentner all die Jahre lang jung gehalten hat.

Isen – 90 Jahre alt zu werden und dabei noch dazu körperlich und geistig rege zu bleiben, ist ein Privileg, das nicht viele haben. Josef Hacker aus Mittbach gehört dazu. An der Seite seiner Marianne, mit der er seit 63 Jahren verheiratet ist und im Kreis seiner Familie konnte er sein Jubiläum begehen. Zum Gratulieren kamen neben Pfarrer Josef Kriechbaumer auch Isens Bürgermeisterin Irmgard Hibler und der Erdinger Landrat Martin Bayerstorfer.

Seit 72 Jahren Mitglied der CSU

Mit ihm konnte er gleich Erinnerungen austauschen, denn die beiden sind Parteifreunde und hatten auch schon politisch miteinander Erfahrungen sammeln können. „Ich bin seit 72 Jahren Mitglied der CSU“, erzählt Josef Hacker. Mit 18 Jahren sei er eingetreten und hat sich lange Zeit engagiert – unter anderem als Ortsvorsitzender in Mittbach.

Aber auch im Kreistag hatte der Mittbacher ein Mandat, zunächst eine Periode in Wasserburg und nach der Gemeindegebietsreform 1972 zwei Perioden in Erding.

Familiengeschichte geht bis ins 16. Jahrhundert zurück

Die Familie Hacker und Mittbach sind untrennbar miteinander verbunden. Bis ins 16. Jahrhundert lässt sich ihre Geschichte zurückverfolgen, der Hackerhof gilt heute als der älteste Hof von Mittbach. Und oft haben die Hackers auch die Ortsgeschichte mitgeschrieben.

1959 übernahm Josef den Hof von seinem Vater und heiratete seine Marianne. Die Familie lebte von Milchvieh und Grünland. „Ich habe aber schon immer gerne getüftelt und Sachen ausgebessert“, erzählt der rüstige Senior.

Buslandungen kamen, um die erste Erfindung zu sehen

Ende der 1970er Jahre entwickelte er einen Melkstand, der nicht nur auf Messen zu sehen war und nach seinen Worten „von Südtirol bis nach Ostfriesland“ verkauft wurde, sondern auch ganze Busladungen interessierter Landwirte auf seinen Hof zog. Ab 1972 wurden auf dem Hackerhof von Lehrfrau Marianne 15 Lehrlinge in der Ländlichen Hauswirtschaft ausgebildet. In dieser Zeit wurden auch 23 Jahre lang vom Stadtjugendamt München Ferienkindergruppen auf den Hackerhof vermittelt.

Diese Kinder durften das Leben auf dem Bauernhof kennenlernen. „Manche wollten selbst melken und waren ganz überrascht, dass das Euter der Kuh ja ganz warm ist“, erinnert sich Josef Hacker schmunzelnd.

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Josef und Marianne Hacker selbst wurden vier Kinder geschenkt, drei Buben und ein Mädchen. Der jüngste Sohn, Michael, wohnt mit seiner Frau Gerlinde und vier Kindern mit am Hof. Er bewirtschaftet ihn seit dem Jahr 2000 im Nebenerwerb mit biologischem Ackerbau, Haselnüssen und Zuchtschafen.

Seine neueste Erfindung: Ein Äpfelpflücker

Und: Auch er begeistert sich für Technik wie sein Vater – und wird in Kürze mit einer von ihm betriebenen Nahwärmeanlage eine Vielzahl von Gebäuden in Mittbach mit Wärme versorgen.

Josef Hacker kümmert sich als leidenschaftlicher Imker auch mit 90 Jahren noch um seine Bienen und hilft mit im herrlichen Rosengarten seiner Frau. „Und das Erfinden macht mir bis heute Spaß“, sagt er und präsentiert stolz seine jüngste Idee – einen neuartigen Apfelpflücker, mit dem die Früchte gepflückt und auch vom Boden aufgenommen werden können.

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