217 Mitglieder: Albertaicher Wehr ist gut aufgestellt

Die neue Führungsriege der Feuerwehr Albertaich (von links): Bernhard Flötzinger (bisher zweiter Kommandant), Andreas Stettwieser, Patrick Spiel, Stefan Zehetmaier und Andreas Pfisterer (bisher Kommandant).

Die Herausforderungen sind für die kleine Wehr genau so groß wie für die Kollegen großer Feuerwehren. Mit Kameradschaft und viel persönlichem Einsatz nehmen die Mitglieder der Albertaicher Feuerwehr ihre Aufgabe wahr – unter neuer Führung.

Von Christa Auer

Obing – Die Albertaicher Wehr präsentierte sich bei ihrer Jahreshauptversammlung im Gasthof Reiter in Frabertsham gut aufgestellt und hoch motiviert. Zufrieden blickte der Vorsitzende Georg Mitterreiter auf das vergangene Vereinsjahr. Ende 2019 hatte sich in einer Dienstversammlung sich die Führungsriege neu formiert: Patrick Spiel wurde zum Kommandanten ernannt, Andreas Stettwieser zum ersten und Stefan Zehetmaier zum zweiten Stellvertreter des Kommandanten gewählt.

Der kameradschaftliche Zusammenhalt der 217 Mitglieder – 6 Frauen und 211 Männer – davon 35 Ehrenmitglieder, sei prima, so Mitterreiter. Mit Andreas Gehret habe es einen Neuzugang gegeben. Neben dem Dienst am Nächsten habe auch das Miteinander einen hohen Stellenwert

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Zufrieden zeigte sich auch Kassier Franz Mußner junior. Er konnte er einen Überschuss in der Vereinskasse verbuchen, weil im vergangenen Jahr die Ausgaben für Ausrüstung im Vergleich zu den Vorjahren niedriger ausgefallen seien.

Schriftführer Stefan Zehetmaier hob in seinem letzten Jahresrückblick einige Höhepunkte heraus. Demnach hat die Wehr diverse Vereinsfeste und Veranstaltungen befreundeter Wehren besucht und an kirchlichen Feierlichkeiten teilgenommen. Gut gelaufen sei wieder das Petersfeuer mit vielen Besuchern und guter Stimmung verlaufen. Im Anschluss stellte Zehetmaier sein Amt zur Verfügung. Er ist seit März zweiter Stellvertreter des Kommandanten. Zur neuen Schriftführerin wurde Christina Pemsl gewählt.

Uniformenfür die Jugend

Zudem stimmte die Versammlung einem Antrag auf Anschaffung von Uniformen für die Jugend im Wert von 2000 Euro zu und einer Satzungsänderung, die regelt, dass die Albertaicher Wehr statt einem künftig zwei Stellvertreter des Kommandanten hat.

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Darüber hinaus sind die Albertaicher wieder in Feierlaune. Die Versammlung beschloss, dass das 150-jährige Vereinsjubiläum 2023 groß gefeiert werden soll.

Positiv fiel auch der Kommandantenbericht von Andreas Pfisterer und Patrick Spiel aus. Mit 47 Aktiven sei die Feuerwehr gut aufgestellt. Neuzugänge seien jederzeit willkommen. Unter den Aktiven sind derzeit 19 Atemschutzträger. Erfreulich sei, dass ein aus dem Atemschutz ausgeschiedener Kamerad wieder zurückgewonnen wurde, so die Kommandanten. Überdies verfügt die Wehr über 9 ausgebildete Maschinisten – einer mehr als im Vorjahr. Neben den Kommandanten kann die Wehr auf 6 ausgebildete Gruppenführer zurückgreifen, darunter 4 neue.

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Die Jugendgruppe besteht aus fünf Jungfeuerwehrlern – darunter 2 Frauen. 2 Jungfeuerwehrler sind in den aktiven Dienst übergetreten. In den Übungen wurden vor allem feuerwehrtechnische Grundkenntnisse vermittelt. Zudem wurde der Lehrgang „modulare Truppausbildung“ mit Bravour bestanden und die Jugendlichen legten das Leistungsabzeichen Wasser in Bronze ab.

Die Mannschaftsstärke sei im Hinblick auf die Größe des Orts immer noch zufriedenstellend. Doch egal ob große oder kleine Wehr, die Herausforderungen seien vielfältig und die Verantwortung groß. Für den täglichen Einsatz an 365 Tagen im Jahr und rund um die Uhr brauche die Wehr eine entsprechende Anzahl an gut qualifizierten Kräften, deshalb sei die regelmäßige Ausbildung unumgänglich. Alles in allem sei die Wehr personell gut aufgestellt. Laut Pfisterer hatten die Helfer mit 22 Einsätzen und rund 566 Einsatzstunden „gut zu tun“. Unter anderem rückten die Kameraden zu 7 Brandeinsätzen, 12 Technischen Hilfeleistungen und 3 freiwillige Tätigkeiten wie Parkplatzdienste oder Dachräumen aus.

Herausforderungen: groß für kleine Wehr

Ein großes Augenmerk sei wieder auf die Ausbildung gelegt worden, sagte Pfisterer. Auf Standortebene wurden etwa 900 Stunden für Übungen aufgebracht. Insgesamt habe der Zeitaufwand für Einsätze und Übungen rund 1466 Stunden betragen – nicht eingerechnet: Lehrgänge, Schulungen, Kommandantenversammlungen und einiges mehr.

Bürgermeister Sepp Huber dankte der Wehr für die Übernahme der verantwortungsvollen, wertvollen Aufgabe. Kreisbrandinspektor Josef Egginger dankte für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den scheidenden Kommandanten und hoffte auf ebenso gute Zusammenarbeit mit der neuen Kommandantenriege. Abschließend gab Georg Mittereiter noch eine Terminvorschau: Am Freitag, 19. Juni, soll das Petersfeuer brennen, am Sonntag, 28. Juni, das Feuerwehrfest in Schnaitsee gefeiert werden und für August/September ist ein Feuerwehrausflug nach Wasserburg geplant.

Ehrungen für Vereinstreue

Rainer Schaffer wurde für 25 Jahre aktive Dienstzeit mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen ausgezeichnet.

Georg Hingerl, Franz Oberleitner und Georg Ober wurden für ihre 50-jährige Mitgliedschaft geehrt. Eine Ehrung für 40 Jahre aktive Dienstzeit werde Franz Göls, Wolfgang Maier und Sebastian Zehetmaier demnächst im Landratsamt zuteil, so Georg Mitterreiter.

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