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„Alles ist möglich, wenn man einen Vogel hat“

Zum Abschied hält Pfarrer Jakubowski Zwiesprache mit Schwein und Esel in der Gaberseer Kirche

Pfarrer Thaddäus Jakubowski bei seiner Eucharistiefeier in St. Raphael.
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Pfarrer Thaddäus Jakubowski bei seiner Eucharistiefeier in St. Raphael.

Abschied von Pfarrer Thaddäus Jakubowski: Anfang Oktober verlässt er die Kirche Sankt Raphael, die der kbo-Inn-Salzach-Klinik in Gabersee angehört. So unkonventionell wie Jakubowski arbeitete, so unkonventionell war auch sein letzter Gottesdienst.

Wasserburg – „Gabersee ist ein schöner Ort, wo es ganz normal ist, einen Vogel zu haben. Ich danke Gott, ich danke euch allen.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich Pfarrer Thaddäus Jakubowski von seiner Wirkungsstätte. Der Priester ist ab Samstag, 1. Oktober, vom Kirchendienst in Sankt Raphael entpflichtet. Bescheiden verabschiedete sich Jakubowski zusammen mit seinem 92-jährigen Co-Zelebranten Dr. Zygmunt Iwicki bei einer Eucharistiefeier von seiner „Klinik-Familie“. Zusammen mit seinem Esel und seinem blauen Schwein hielt er dabei noch einmal die gewohnte Zwiesprache, in der er über seine ungewöhnliche Plüschtier-Lebensgemeinschaft, quasi als Patchwork-Familie, philosophierte.

„Alles ist möglich, wenn man einen Vogel hat“

Alles sei möglich, wenn man nur einen Vogel habe, vor allem hier in Gabersee, einer zertifizierten Klinik, die aber auch eine Begegnungsstätte von vielerlei Menschen sei. Bei der anschließenden offiziellen Verabschiedung erinnerte Dr. Karsten Jens Adamski, Geschäftsführer der kbo-Inn-Salzach-Klinikum GmbH, vor allem an die besonderen Verdienste des scheinenden Priesters. Der Fachbereichsleiter Krankenhausseelsorge in der Erzdiözese, Dr. Martin Seitenader, der Grüße von Reinhard Kardinal Marx übermittelte, stellte fest, dass Jakubowski eigentlich gefühlt schon immer da war. Er sei sehr nahe am Menschen gewesen, aber nicht in einer Rolle, sondern als Mensch selbst. Dafür gebühre ihm großer Dank.

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Der kaufmännische Leiter der Klinik, Dr. Stefan Piehler, hob vor allem Jakubowskis unkonventionelle Art hervor. Er sei schon fast therapeutisch tätig gewesen mit seinem Ohr, das immer den Patienten zugewandt war. Er habe gezeigt, wie wichtig Klinikseelsorge sei. Pfarrer Holger Möller, evangelischer Kollege des scheidenden Priesters, schenkte diesem ein selbstbemaltes Holzkreuzchen zum Abschied und dankte für die Zusammenarbeit und das stets präsente Gegenüber.

Pfarrer Möller (rechts) steckt seinem Kollegen das bemalte Kreuzchen in die Brusttasche.

Den Anwesenden riet Möller zu versuchen, den eigenen Vogel mal zu entdecken, man finde dann vielleicht sogar mehrere und darunter eventuell auch den Heiligen Geist. Derzeit ist noch kein Nachfolger benannt. Man versprach aber auf verantwortlicher Seite, die Stelle in den nächsten Monaten neu zu besetzen.

BS

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