Missionsschwester legt ihre ersten Ordensgelübde ab

Schwester Cäcilia (links) nimmt von der Provinzoberin Schwester Ruth Maria Stamborski das Professkreuz in Empfang.
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Schwester Cäcilia (links) nimmt von der Provinzoberin Schwester Ruth Maria Stamborski das Professkreuz in Empfang.

Gars –. Am Samstag vor dem Erlöserfest, dem Hochfest der redemptoristischen Gemeinschaften, hatten die Missionsschwestern dreifachen Grund zum Feiern.

Schwester Cäcilia Schwaiger, Gemeindereferentin aus Brannenburg und seit Kurzem der Hausgemeinschaft in Kirchheim-Heimstetten zugehörig, legte ihre ersten Ordensgelübde ab. Auf 40 Jahre Profess schauen zurück Schwester Edith Bilstein aus Lindlar (NRW), ebenfalls Gemeindereferentin und seit 2007 als Altenheimseelsorgerin in Vaterstetten tätig, sowie Schwester Margret Obereder aus Attnang-Puchheim in Oberösterreich. Sie ist seit 2013 Generaloberin der Gemeinschaft, nachdem sie verschiedene Aufgaben in Gars und Stadl, in Maissau-Eggenburg und Wien sowie in der Provinz Ukraine inne hatte.

„Gott, du Quelle des Lebens!“ Dieses Motto stand über dem festlichen Gottesdienst in der Hauskapelle des Klosters Gars, dem Pfarrer Sebastian Heindl aus Rosenheim vorstand. Nicht von ungefähr hatte Schwester Cäcilia als Professevangelium die Stelle der Begegnung am Jakobsbrunnen gewählt. Das JA in der Profess bedeutet für sie die Antwort auf das JA Gottes, das sich von Anfang an durch ihre Lebensgeschichte gezogen hat. Ihn hat sie erfahren als denjenigen, der ihren Durst, ihre Sehnsucht nach Leben und Lebendigkeit stillen kann. Der sie befähigt, selbst als Quelle zu sprudeln, die sie als Geschenk der Erlösung weitergeben kann. Auch Schwester Anneliese Herzig, die Schwester Cäcilia durch das Noviziat begleitet hatte, betonte in ihrer Festansprache, dass das Ordensleben, ebenso wie jede andere Lebensform, zum Ziel hätte, selber Leben zu finden, Leben weiter zu geben und Leben zu ermöglichen. Schwester Cäcilia hätte sich mit der Profess jetzt auf diesen Weg gemacht, Schwester Edith und Schwester Margret würden den Weg bereits seit 40 Jahren gehen. Die beiden Jubilarinnen schauen voller Dankbarkeit auf diese Zeit zurück und haben sich auch in schwierigen Situationen von der Gemeinschaft ermutigt, gestärkt und getragen gefühlt.

Schwester Cäcilia hat bereits verschiedene Ausbildungen und berufliche Tätigkeiten hinter sich, ob im Haushalt, in der Krankenpflege, als Sennerin auf der Alm, als Betriebshelferin oder im Einzelhandel. Es war ihr schon immer eine Freude, ihre vielfältigen Begabungen einzusetzen auch im ehrenamtlichen Engagement in der Pfarrei, als Leiterin eines Kinder- und Jugendchores und in einem Kochkurs für Migranten. Die Suche nach ihrem persönlichen Weg, Nachfolge Christi zu leben, hat sie immer wieder in eine innere Unruhe versetzt. So reifte vor allem während ihres zuletzt absolvierten Studiums der Religionspädagogik in Eichstätt ihr Entschluss, den Schritt zu den Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser zu wagen. Gelockt und berührt von der Erfahrung, selber durch Jesus Christus bereits erlöst zu sein, verspürte sie den Wunsch, diese Erfahrung auch anderen Menschen zu ermöglichen. In ihrem künftigen Einsatz als Gemeindereferentin in der Erzdiözese München-Freising wird sie sich ganz dieser Aufgabe widmen können.

Situationsbedingt konnte nur eine kleine Anzahl von Mitschwestern, Verwandten und Freunden vor Ort mitfeiern. Über eine Übertragung im Internet war jedoch vielen die Möglichkeit gegeben, am Gottesdienst teilzunehmen. rd

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