WELTRAUMPROGRAMM DES GARSER GYMNASIUMS

Mission erfüllt

Der komplette Flug des Garser Wetterballons wurde von einer Kamera gefilmt.

Das Weltraumprogramm mit dem Namen „SpaceGG“ des Gymnasiums Gars ist erfolgreich angelaufen. Ein mit Helium gefüllter Wetterballon mit Bremsfallschirm ist bis in die Stratosphäre vorgedrungen. Die am Ballon angebrachte Sonde wurde unbeschädigt in Rabenden (Gemeinde Altenmarkt) wiedergefunden. Jetzt müssen noch die Daten ausgelesen werden.

Gars – Nachdem der ursprüngliche Starttermin wetterbedingt mehrmals verschoben werden musste, war es jetzt endlich so weit: Vier Wochen lang hatten sich die Schüler der Klassen 8a, 8d und 10b des Gymnasium Gars intensiv auf diesen Tag vorbereitet, sich mit der Flugphysik auseinandergesetzt und den Ballon mit der Styroporsonde als Nutzlast geplant und gebaut. Auch die Öffentlichkeitsarbeit wurde nicht vergessen: Bunte Info-Plakate hingen in der Schule, auf Stellwänden wurde der Ablauf der Mission erklärt und Pressemitteilungen wurden herausgegeben. Der große Tag in Zeitraffer:

7 Uhr: Ein Blick aus dem Fenster bestätigt die Prognosen der Wetterdienste. Der Himmel ist nahezu wolkenlos und der Wind ist nicht zu stark – es kann gestartet werden.

9 Uhr: Nach einer Teambesprechung beginnen die letzten Startvorbereitungen. Alle Materialien werden zum Startplatz auf der Sportwiese des Gymnasiums getragen und griffbereit platziert.

10.30 Uhr: Es bleiben noch 45 Minuten bis zum Start. Das Technik-Team schaltet die Kamera, den Datenlogger sowie die beiden GPS-Tracker für die Bergung ein. Nun muss es schnell gehen, denn die Akkulaufzeit der Technik ist begrenzt.

10.40 Uhr:Der Befüllvorgang wird gestartet. In den nächsten 30 Minuten fließen 2600 Liter Helium aus der Flasche in den Latex-Ballon, der sich dabei auf 1,8 Meter Durchmesser ausdehnt.

11.10 Uhr: Die Zwei-Kilogramm-Wasserflasche, die am Ballon befestigt wurde, hebt sich langsam. Die Auftriebskraft ist nun groß genug. Der Befüllvorgang ist abgeschlossen. Der Ballon wird verschlossen und mit der Nutzlast verbunden.

11.15 Uhr:Mittlerweile haben sich die Schüler des Gymnasium Gars auf der Sportwiese versammelt. Das PR-Team hat ganze Arbeit geleistet. Der Ballon hebt ab und ist nach wenigen Minuten nicht mehr mit dem bloßen Auge zu erkennen.

12.47 Uhr: Während des Aufstiegs dehnt sich der Ballon aufgrund des sinkenden Luftdrucks immer weiter aus. In einer Höhe von 27 Kilometern erreicht er einen Durchmesser von acht Metern, platzt schließlich und fällt zurück Richtung Erde.

14 Uhr: Schon zum fünften Mal ruft das Rückhol-Team die beiden GPS-Tracker der Sonde an, die längst wieder gelandet sein muss. Doch die erhoffte SMS mit den Landekoordinaten bleibt aus.

14.30 Uhr: Endlich sendet einer der beiden GPS-Tracker die Landekoordinaten. Die Sonde ist 40 Kilometer von Gars entfernt, unweit von Rabenden in einem Waldstück gelandet.

15 Uhr:Mithilfe der Koordinaten wird die Sonde gefunden. Allerdings hängt sie in etwa zehn Metern Höhe in einem Baum. Der Fallschirm hat allerdings gute Dienste geleistet, die Sonde ist unbeschädigt.

20.30 Uhr: Mit der Unterstützung der Feuerwehr Rab enden kann die Sonde noch am selben Tag geborgen werden.

Fazit: Das Projekt „SpaceGG“ war ein voller Erfolg. Durch die tolle Zusammenarbeit hat der Start reibungslos geklappt und die Sonde konnte heil wieder geborgen werden. Der komplette Flug wurde von der Kamera gefilmt und der Datenlogger hat einen vollständigen Datensatz aufgezeichnet. Sobald die Auswertung der Daten und des Videos abgeschlossen ist, werden die Ergebnisse auf der Website des Gymnasium Gars (www.gymnasiumgars.de) veröffentlicht.

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