ERNEUERBARE ENERGIEN

Mini-Wasserkraftwerk in Wasserburg bleibt erhalten

Die Wehranlage an der Wuhr wird saniert.
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Die Wehranlage an der Wuhr wird saniert.
  • Heike Duczek
    vonHeike Duczek
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100 Jahre gibt es die Wehranlage an der Wuhr schon. Das kleine Wasserkraftwerk wird auch in den nächsten Jahrzehnten weiter betrieben. Der Stadtrat hat einstimmig beschlossen, die dafür notwendigen Sanierungen in Höhe von insgesamt 427 000 Euro durchzuführen.

Wasserburg – 30 Haushalte versorgt die Anlage mit Strom. Jährlich produziert sie nach Angaben der kommissarischen Leiterin der Stadtwerke, Brigitte Lex, etwa 120 000 Kilowattstunden. Wasserwerke, die vor 2004 in Betrieb genommen wurden, werden nach derzeitiger Gesetzeslage unbegrenzt weitergefördert. Pro Kilowattstunde gibt es eine Vergütung nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) von 7,67 Cent.

Die Wehranlage an der Wuhr hat jedoch noch eine weitere wichtige Funktion: Sie trägt auch zum Hochwasserschutz bei, berichtete Lex im Stadtrat. Bei anbahnendem Hochwasser werde der Pegel im Stausee abgesenkt, sodass der Wuhrsee als Auffangbecken dienen könne.

2019 hat der TÜV Süd jedoch festgestellt, dass die Anlage erhebliche Mängel und Schäden aufweist. Die Standsicherheit ist leicht gefährdet, weil sich Hohlstellen, Risse und Abplatzungen entwickelt haben. Eine Absturzsicherung fehlt außerdem.

Rückbau würde um ein Vielfaches mehr kosten

Zur Sanierung gibt es nach Angaben der Stadtwerke nur eine Alternative: den kompletten Rückbau der Anlage mit Renaturierung des Sees. Das würde jedoch Kosten verursachen, die um ein Vielfaches höher wären, so Lex.

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2020 haben die Stadtwerke die Turbine erneuert. In drei Bauabschnitten wird jetzt bis 2023 die weitere Anlage saniert: Überlaufbecken, Ablaufrinne, Staumauer und der Absturz an der Schleuse werden erneuert und renoviert.

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