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Darum wird 2022 so viel Geld ausgegeben

11,5 Millionen Euro: Das ist im Rekordhaushalt von Griesstätt geplant

Die Investitionen für den laufenden Breitbandausbau in Griesstätt tragen zum Rekordhaushalt bei.
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Die Investitionen für den laufenden Breitbandausbau in Griesstätt tragen zum Rekordhaushalt bei.

Ohne Diskussion hat der Griesstätter Gemeinderat die Haushaltssatzung und der Haushaltsplan für 2022 mit 10:1 Stimmen beschlossen. Martin Hofmeister (Grüne) lehnte die Vorlage als zu unökologisch und nicht nachhaltig genug ab, ebenso als einziger den Finanzplan und das Investitionsprogramm.

von Karlheinz Rieger

Griesstätt – Eine präzise Präsentation zum Haushalt, vorgetragen und erläutert von Kämmerer Josef Furtner, hatte im Vorfeld den Anwesenden die wichtigsten Daten und Entwicklungen, auch für die nächsten Jahre, anschaulich aufgezeigt.

Kredite werden nötig

Mit seinem Gesamtvolumen von 11.469.150 Euro (Vorjahr 6.586.28 Euro) sticht dieser Rekordhaushalt 2022 dabei aus der Reihe seiner Vorgänger deutlich heraus. Grund hierfür sind vor allem die Investitionen für den laufenden Breitbandausbau, die sich im Vermögenshaushaltes allein im Bereich ‚weiße Flecken‘ derzeit auf 2.255.300 Euro, im Bereich ‚Gigabit‘ auf 917.100 Euro summieren.

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An effektiven Kosten fallen für die Gemeinde dabei allerdings durch die Förderpakete nur knapp 100.000 Euro an Eigenleistung an.

Der im Vergleich zum Vorjahr um knapp 1,2 Millionen angewachsene Verwaltungshaushalt in Höhe von insgesamt 6.666.000 Euro, speist sich vor allem aus der trotz Corona gestiegenen Einnahmen aus der Gewerbesteuer (plus 279.000 Euro), den Schlüsselzuweisungen (plus 100.412 Euro) und der Einkommenssteuer (plus 78.000 Euro).

Demgegenüber stehen als größte Ausgabenposten die zum Vorjahr um knapp 174.000 Euro auf 2.677.400 Euro gestiegenen Personalausgaben, die 1.443.400 Euro Kreisumlage, knapp 300.000 für den Unterhalt von Straßen, Gebäuden und Grundstücken, die 200.000 Euro Zuführung zum Vermögenshaushalt sowie eine ähnlich hohe Schulverbandsumlage.

Ohne neue Schulden aufzunehmen geht das alles allerdings heuer nicht. Zwar werden knapp 200.000 Euro alter Schulden getilgt, für 2022 müssen aber eine Million Euro neu aufgenommen werden.

Für die folgenden Jahre sind dann bis 2025 weitere Kredite nötig, um die Pflichtaufgaben der Gemeinde erfüllen zu können.

Klärbecken ist geplant

Dazu kommt die ausgelagerte Finanzierung des Kindergartenneubaus über das Forward-Darlehen, welches erstmals 2021 mit eingerechnet wurde. Hierfür müssen 182.800 Euro getilgt werden. Der Schuldenstand wächst so von 2.013.726 Euro in 2021 auf 2.633.401 Euro in diesem Jahr. Für 2023 und die folgenden Jahre wird vor allem zunächst weiter der Breitbandausbau mit über 2,5 Millionen in den Haushalten auftauchen. Dazu steht mit etwa 1,2 Millionen voraussichtlicher Kosten die Erneuerung des Klärbeckens in der Kläranlage an. Auch beim Kindergarten an der Schmiedsteige, für ein Feuerwehrfahrzeug und für die neue Murnbrücke kommen bis 2025 wegen nicht weitergehender Bezuschussung größere Ausgaben auf die Gemeinde zu.

Der Rekordhaushalt in Griesstätt lässt die Kurve nach oben schnellen. Grafik: Gemeinde Griesstätt

Die wichtigsten Zahlen

Gesamthaushalt 2022: 11.469.150 Euro (Vorjahr 6.586.28 Euro) davon Verwaltungshaushalt: 6.666.000 Euro (Vorjahr: 5.476.717 Euro) davon Vermögenshaushalt: 4.803.150 Euro (Vorjahr: 1.181.911 Euro)

Kreditaufnahmen für 2022

1.000.000 Euro

Einnahmen:

Gewerbesteuer: 976.700 Euro (Vorjahr 697.700 Euro)

Einkommenssteuer: 1.786.500 Euro (Vorjahr: 1.689.900 Euro)

Schlüsselzuweisungen: 947.100 Euro (Vorjahr: 846688 Euro)

Ausgaben:

Personalausgaben (aktuell 93 Beschäftigte, davon 48 im Kindergarten): 2.677.400 Euro (Vorjahr 2.503.435)

Kreisumlage: 2.582.700 Euro (Vorjahr 1.425.162 Euro)

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