Michael Kunze ist der neue Vorsitzende der SPD in Isen

Neuer Vorstand der Isener SPD: Michael Kunze (Vorsitzender, 2. von rechts), Sarah Berndt (Stellvertreterin, links), Rosa Kunzmann (Kassier, Mitte) und Marika Hiermann (Revisor). Wegen der dünnen Personaldecke im Orteverein war auf die Wahl von Schriftführer und Beisitzern verzichtet worden. Mit auf dem Foto: Martin Kern, Kreisvorsitzender.
+
Neuer Vorstand der Isener SPD: Michael Kunze (Vorsitzender, 2. von rechts), Sarah Berndt (Stellvertreterin, links), Rosa Kunzmann (Kassier, Mitte) und Marika Hiermann (Revisor). Wegen der dünnen Personaldecke im Orteverein war auf die Wahl von Schriftführer und Beisitzern verzichtet worden. Mit auf dem Foto: Martin Kern, Kreisvorsitzender.

Albert Zimmerer, langjähriger Vorsitzender der Isener SPD, hatte nach seinem schlechten Abschneiden bei der Bürgermeisterwahl den Bettel im Ortsverein hingeworfen. Nachdem SPD-Vize Michael Kunze in den letzten Monaten Zimmeres Amt nach dessen Rücktritt kommissarisch geführt hatte, wurde er jetzt offiziell als neuer Vorsitzender bestätigt.

Von Anne Huber

Isen – „Das Ergebnis war enttäuschend“, kommentierte Kunze die 16,5 Prozent, die Zimmerer bei der Wahl erreicht hatte. „Wir haben uns alle mehr ausgerechnet“. Allerdings könne „bei vier Kandidaten eben nur einer gewinnen“. Positiv sei, dass mit Gerhard Aimer-Kollroß und ihm wieder zwei Mitglieder der SPD im Gemeinderat sitzen. In der letzten Periode, 2014 bis 2020, waren durch die Listenverbindung von SPD und Grünen zwei Grüne sowie ein SPDler in den Gemeinderat gewählt worden. Jetzt könnten wieder gezielt soziale Themen eingebracht werden, welche für das Wahlprogramm festgelegt worden seien.

Nahezu ins Schwärmen geriet Kunze bei seinem Bericht aus dem Marktgemeinderat: Allen Räten sei anzumerken, dass sie etwas voranbringen wollten, das Gremium werde „sehr angenehm“ von der Bürgermeisterin und Geschäftsführerin geführt. „Man merkt, da ist Schwung drin“, sagte er über die Stimmung im Gemeinderat. Durch die unterschiedlichen Berufe und das daraus resultierende Fachwissen sei der Rat zudem „super aufgestellt“. Allerdings seien Mitglieder durch die nötige Einarbeitung in die aktuellen Themen „auch ganz schön eingespannt“, sagte er.

+++

Lesen Sie auch: Der Corona-Ticker – Aktuelle Entwicklungen zu Covid-19 in der Region, Bayern und der Welt

+++

„In den nächsten Jahren geht etwas vorwärts, obwohl wir die Schule haben“, ging der SPD-Vorsitzende auf laufende und geplante Projekte wie die Schulsanierung ein. „Es ist bekannt, dass ich kein Freund davon war, dass die Schule für so viel Geld saniert wird“, teilte er mit. Für die veranschlagten Baukosten sah der Bauingenieur schwarz: Sie basierten auf Werten, „die jetzt gelten. Man muss kein Prophet sein, um zu sehen, dass es teurer wird“. Es entspreche allerdings seinem demokratischen Verständnis, auch bei einer Sache mitzuarbeiten, die er nicht befürwortet habe. „Es gehört dazu, dass man überstimmt wird“, schilderte er.

Zum Motiv für die Kandidatur als Rat sagte er: „Man kann nicht schimpfen, ohne selbst etwas zu tun“.

Lesen Sie auch: Irmgard Hibler (FW) ist Isens neue Bürgermeisterin

Neben der Schule seien die Baugebiete Ransichberg/Ziegelstadl und Pemmering große Projekte, bei denen mit „äußerster Sorgfalt“ vorzugehen sei. So sei weder im Pemmering noch auf der Raiffeisen-Kreuzung in Isen die Erschließung gesichert. „Wenn wir damit durch sind, muss unbedingt der TSV kommen“, betonte Kunze bezugnehmend auf die immer wieder verschobene Vergrößerung und Verlegung der Sportanlage.

„Wir können etwas für den Ort bewegen“

Doch Kunze hatte nicht nur die Gemeinde im Blick. Für den SPD-Ortsverein wünschte er sich, dass „das tolle Team auch nach dem Wahlkampf weitermacht und dran bleibt“. „Wir können auf kommunaler Ebene etwas für den Ort bewegen“, war er sich sicher. Da der Wahlkampf wegen Corona „nicht ordentlich abgeschlossen werden konnte“, versprach er ein gemeinsames Treffen aller Kandidaten. Auf die politische Situation im Kreis ging Kreisvorsitzender Martin Kern ein. Nach der Corona-Zwangspause werfe der Bundestagswahlkampf seine Schatten voraus, teilte er mit.

Kommentare