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Mahnwache zum Ukraine-Krieg in Wasserburg

„Kampf um Frieden und Freiheit ist nicht zum Nulltarif zu haben“

Michael Altinger, Schirmherr des Aktionsbündnisses wasserburg.bunt, und Werner Gartner, Zweiter Bürgermeister von Wasserburg, (von links) bei der Mahnwache am Marienplatz.
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Michael Altinger, Schirmherr des Aktionsbündnisses wasserburg.bunt, und Werner Gartner, Zweiter Bürgermeister von Wasserburg, (von links) bei der Mahnwache am Marienplatz.
  • VonKarheinz Rieger
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Mehr als 100 Teilnehmer kamen zur Mahnwache am Marienplatz in Wasserburg – für Frieden, Demokratie, Hoffnung und Mut. Sie sprachen deutliche Worte zu dem Krieg in der Ukraine, „ bei dem es keine Gewinner geben wird“.

Wasserburg – Wenigstens in Gedanken bei den Opfern des russischen Überfalls auf die souveräne Ukraine zu sein, war eigentlich das ursprüngliche Anliegen bei der Mahnwache für Frieden, Demokratie, Hoffnung und Mut am Freitagabend auf dem Marienplatz. Die gut 100 Teilnehmer setzten zudem ein starkes Zeichen der Solidarität mit den Opfern des Krieges, verstärkt durch einige emotionale Redebeiträge, in denen auch über aktuelle Hilfsmöglichkeiten informiert wurde.

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Eine spontan angeregte Spendensammlung brachte insgesamt 632 Euro ein. Das Geld wird vom Wasserburger Patenprojekt Asyl verwaltet und für die erwarteten Geflüchteten aus den ukrainischen Krisenregionen zusätzlich zur Verfügung stehen.

Dass Krieg kein Mittel der Politik sein dürfe, stellte die Organisatorin und Moderatorin der Mahnwache Anita Arz gleich zu Beginn in den Vordergrund. Dazu erfolgte die Aufforderung, sich auch für den Frieden einzusetzen. Auch die folgenden Redebeiträge, immer wieder ergänzt durch musikalisch passende Songs von Andreas Schuur, Christof Büdding und Anna Meissner, orientierten sich an dieser Haltung.

Zweiter Bürgermeister, Werner Gartner, bedauerte besonders, dass unter diesem Wahnsinn vor allem die Kinder leiden. Die Ukraine und die Menschen, die fliehen müssen und mussten, würden aber nicht allein gelassen. Wir alle kämpfen für den Frieden, auch wenn es in diesem Krieg, der wie ein Albtraum über uns hereingebrochen sei, keine Sieger geben werde, so Gartner. Er forderte aber auch an die nötige Bereitschaft ein, die Kosten dafür zu tragen.

Dass es keine Geflüchteten erster und zweiter Klasse geben dürfe, daran erinnerte Stadträtin Monika Rieger und Verantwortliche für das Patenprojekt Asyl. Sie gab zudem zahlreiche Informationen über den Rechtsstatus Geflüchteter weiter, nannte die offiziellen Anlaufstellen und informierte über den regionalen Helferkreis inklusive eines Überblicks über den aktuellen Stand der laufenden Hilfsmaßnahmen in der Region. Derzeit würden weitere Hilfsangebote gesammelt, um bei Bedarf schnell handeln zu können.

Stadtrat Christian Flemisch betonte die Chancen, jetzt noch besser zusammenzustehen und durch gute Taten wie Spenden und die Aufnahme von Geflüchteten ein Zeichen der Liebe und Zuwendung zu setzen.

Dass dieser Kampf um Frieden und Freiheit nicht zum Nulltarif zu haben sei, betonte der Schirmherr des Aktionsbündnisses wasserburg.bunt, Michael Altinger.

Er vertrat die Meinung, dass solange unsere Hauptsorge nur der steigende Benzinpreis sei, es uns vor Ort noch nicht so schlecht gehen könne. Mit unserer Bundeswehr würden wir den Aggressor in Moskau, der nur an das Recht des Stärkeren glaube, zwar nicht beeindrucken können, wohl aber dadurch, dass wir bereit seien, von unserem gewohnten Lebensstandard noch weiter zurückzutreten.

Abschließend gab Clemens Grill, der letzte Woche fünf Tage im polnischen Przemysl aktiv mit der Verteilung von Hilfsgütern und der Betreuung Geflüchteter befasst war, noch einen aktuellen Bericht von der Lage an der ukrainischen Grenze ab.

Spenden verstärkt für die Geflüchteten vor Ort

Er stellte fest, dass es immer schwerer würde, Hilfslieferungen für die Menschen in das ukrainische Krisengebiet zu bringen. Grill regte an, auch durch Spenden verstärkt in den Aufnahmeregionen Geflüchteter für diese zu sorgen.

Karlheinz Rieger