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Anbau am Kindergarten

Nach einem halben Jahr Bauzeit: Mehr Platz für Reitmehringer Kinder

Das neue Spielzimmer im „Spatzennest“ (von links): Anja Zeller, Michael Kölbl und Erzieherin Anja Katzer mit zwei Krippenkindern.
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Das neue Spielzimmer im „Spatzennest“ (von links): Anja Zeller, Michael Kölbl und Erzieherin Anja Katzer mit zwei Krippenkindern.

Die Holzhütte fürs „Spatzennest“ wurde in Betrieb genommen, nach nur einem halben Jahr Bauzeit. Jetzt gibt es in Reitmehring 25 Kindergartenplätze mehr.

Wasserburg – In das kleine Holzhaus neben dem Kindergarten in Reitmehring ist Ende Oktober Leben eingekehrt – weil die Krippengruppe dort eingezogen ist. Quasi aus dem Boden gestampft wurde die Gartenlaube, denn heuer im März kamen so viele Anfragen nach Kindergarten- und Krippenplätzen, dass die Stadt sofort reagierte. Im Mai angefangen mit Planung, Ausschreibung und Aufbau des Häuschens konnte es nun offiziell in Betrieb genommen werden – nur ein halbes Jahr später.

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Geplant war natürlich eine große Feier, mit Bürgermeister, Stadträten, Erzieherinnen, Eltern und Kindern – leider hat Corona auch hier einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Dennoch fand in einem kleinen Rahmen mit Bürgermeister Michael Kölbl, der Leiterin der Kindertagesstätte, Anja Zeller, und mit dem Hochbautechniker vom Stadtbauamt, Roy Tinter, eine Begehung statt. Der Rundgang zeigt: Viel Liebe steckt in dem Objekt. Durch die Holzbauweise ist die Atmosphäre warm und heimelig. Der Boden im Spielzimmer ist mit einem kuscheligen Teppich ausgelegt. Hier sitzen schon die Krippenkinder und spielen in ihrem neuen „Spatzennest“, das ihnen sichtlich gefällt. Es gibt eine kleine Küche, einen Wickelraum mit Heizelementen, die an der Decke angebracht sind, und einen Schlafraum mit kindgerechten Betten.

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Im Winter ist es hier schön warm, im Sommer bleibt durch die „Sandwich-Bauweise“ alles kühl, wie Tinter erklärt. Das bedeute, zwischen den beiden Holzwänden sei eine Isolierung, die verhindere, dass sich die Gartenlaube zu sehr aufheize. Außerdem sei eine Klimaanlage integriert, so der Hochbautechniker.

Auch Anja Zeller ist begeistert von der Hütte und berichtet, dass sich die Kinder schnell eingelebt hätten und sich dort „sehr wohlfühlen“. Neben der Betreuung der Kinder war sie selbst sehr eingespannt mit der Organisation und dem Aufbau des Häuschens, sagt die Leiterin. Die Idee dazu lag eigentlich auf der Hand: Da viele Buden zurzeit nicht gebraucht würden – durch ausfallende Herbst- und Weihnachtsmärkte – bot sich die freie Markthütte geradezu an.

Die Nachfrage nach Plätzen ist groß

„Zuerst dachten wir an einen Container. Auch eine Waldgruppe war im Gespräch. Bei der Suche nach einer Lösung sind wir dann auf die Holzhütte gestoßen“, erzählt Kölbl. „Es war sehr viel Arbeit. Von der Planung bis zur Fertigstellung – Genehmigungen, Brandschutz, Installation von Wasser- und Abwasserleitungen. Dann noch die Lieferschwierigkeiten wegen Corona – eine große Herausforderung.“

Das kleine Holzhäuschen ist allerdings nur gemietet, erst einmal für zwei Jahre – für insgesamt 120  000 Euro vom Eigentümer. Für Kölbl eine kostengünstige Alternative. „Und dann müssen wir weiterschauen“, so der Rathauschef.

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Möglicherweise könne der Mietvertrag verlängert werden, vielleicht sei der Bedarf auch anderweitig zu decken. Beispielsweise ist die Adventgemeinde mit dem Bebauungsplan für den Kindergarten Am Burgstall „auf der Zielgeraden“, so Kölbl. Nächstes Jahr könne wahrscheinlich das Baugenehmigungsverfahren eingeleitet werden, so der Bürgermeister. Mit der Fertigstellung des Neubaus mit 62 Kitaplätzen werde Ende 2023 gerechnet (wir berichteten). Außerdem wurde der Kindergarten in der Altstadt erweitert, er beinhaltet jetzt ebenfalls eine Krippen- und drei Kindergartengruppen, so Kölbl.

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Für die neuentstandene „Igelgruppe“ in Reitmehring wurde personell aufgestockt. Denn dadurch, dass das Spatzennest ausgezogen ist, ist Platz für eine weitere Gruppe mit 25 Kindern. Bislang sind 14 Mädchen und Buben in der neuen Kindergartengruppe dabei, allerdings werden schrittweise Neulinge aufgenommen. Jetzt sind noch zwei Erzieherinnen mit an Bord. Auf die drei Kindergartengruppen und das Spatzennest kommen nun 15 Mitarbeiterinnen, bestehend aus Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen, Praktikantinnen und einer Küchenkraft.

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