Maske für Theaterbesucher weg: Theater Wasserburg sagt, Wirtschaftlichkeit bleibt Thema

Frauen Schutzmaske Corona
+
Maske tragen - Theaterbesucher sind in Bayern nun von dieser Pflicht befreit.

„Das ist eine erfreuliche Vorausschau, dass die Maskenpflicht der Theatergäste indoor nun wegfällt. Da gehen wir mit noch mehr Zuversicht an die Proben ran, die gerade beginnen“, sagt Regina Semmler, Sprecherin des Theater Wasserburg.

Wasserburg – Dennoch: Wenn die Abstandsregelungen bleiben, heißt das im krassesten Fall, dass 10 Leute auf der Bühne stehen und 20 sitzen im Publikum.

Die Sprecherin des Theater Wasserburg, Regina Semmler, sagt, wenn die Abstandsregelungen bleiben, sei es schwer, wirtschaftlich zu arbeiten, weil zu wenig Besucher zuschauen dürfen.

Ministerpräsident Markus Söder verkündete eine entsprechende Lockerung gestern Mittag in der Pressekonferenz. Dennoch: Das Theater Wasserburg bleibt dabei: Voraussichtlich am 2. Oktober soll die erste Premiere sein. „Wir können nun nicht mit einer Hauruck-Aktion reagieren und ein Programm hervorzaubern. Wir sind ein großes Schiff, das einen organisatorischen Vorlauf braucht und schon personell nicht so kurzfristig reagieren kann“, so Semmler weiter.

Das Schauspiel-Ensemble besteht aus sechs bis zwölf Akteuren, die sich über den Sommer nun andere Projekte vorgenommen haben. Normalerweise spielt das Theater Wasserburg im Juli ein Open-Air. Noch vor dem Corona-Lockdown hat man darauf heuer verzichtet, weil zeitgleich das Bürgerspiel in Wasserburg angesetzt war. Aber auch das wurde wegen Corona abgesagt.

+++

Lesen Sie auch: Der Corona-Ticker – Aktuelle Entwicklungen zu Covid-19 in der Region, Bayern und der Welt

+++

„Trotz der abgeschafften Maskenpflicht bleiben noch die Abstandsregelungen. Wenn die im Oktober noch bestehen, ist der Spielbetrieb natürlich eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Wir sind ein privates Theater, die Eigenfinanzierungsquote ist hoch. Wenn zehn Leute auf der Bühne stehen und nur 20 im Publikum sein dürfen – wo ist da die Verhältnismäßigkeit“, fragt sich Semmler.

Kommentare