Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Markt muss keinen Zuschuss leisten

  • VonLudwig Meindl
    schließen

Haag – Akribisch und detailliert wollten manche Haager Gemeinderäte in der jüngsten öffentlichen Sitzung den Haushaltsplan des katholischen Kindergartens „Arche Noah“ erklärt wissen.

Thema waren der Haushaltsplan 2021 und die Haushaltsrechnung 2020.

Fakt ist: Für beide Jahre muss die Marktgemeinde keine Zuschüsse zahlen, auch wenn für 2020 ein Defizit errechnet wurde. Die Kenntnisnahme der Jahresrechnung erfolgte im Gremium mit großer Mehrheit – mit 18 gegen eine Stimme.

Zweiter Bürgermeister Stefan Högenauer (CSU), der die Sitzung im Bürgersaal leitete, erläuterte die Ausgangslage. Träger der „Arche Noah“ sei die Kirchenverwaltung. Die Gemeinde, generell zuständig für die Kinderbetreuung, übernehme laut Vereinbarung aus dem Jahr 2011 das anfallende Defizit.

Aus diesem Grunde habe die Kindergartenleitung den aktuellen Haushalt vorzulegen. Das Kindergartenjahr 2021 schließe voraussichtlich mit einem Überschuss von 41 280 Euro. Die Haushaltsrechnung 2020 wies allerdings ein Defizit von 47 388 Euro auf.

Normalerweise würde die Marktgemeinde 80 Prozent des Defizits ausgleichen, so Högenauer. Das sei allerdings in diesem Fall nicht nötig, da der Träger diese Summe selbst „abfangen könne“. Es bestehe ein Überschuss aus den Vorjahren, „ohne dass wir etwas zuschießen mussten“.

Verwaltungsleiterin Sabine Materna vom Katholischen Kita-Verbund Haag berichtete auf Nachfrage über die aktuelle Situation. Dem Kindergartenverbund seien der Haager katholische Kindergarten, der von Kirchdorf und der von Rechtmehring angeschlossen.

Die achtgruppige „Arche Noah“, vier Krippen- und vier Kindergartengruppen, entspreche der Größe von zwei Kindergärten, sei als Einrichtung eine eigene „Hausnummer“. Im Rückblick verwies Materna da rauf, dass für die Mitarbeiterinnen im vergangenen Jahr die Ausbildungen ausgefallen seien und diese nun nachgeholt würden. Dazu beteilige man sich an der Fortbildungsmaßnahme für die Leitung großer Einrichtungen.

Buchungen und Personalstand können nach Verwal-tungsleiterin Materna gehalten werden. Im vergangenen Jahr hatte der Kindergarten mehr Buchungen als geplant. Sie rechne mit einem ausgeglichenen Haushalt und mit einer „schwarzen Null“ für 2021. Siegfried Meier (SPD) fiel die hohe Telefonrechnung von 880 Euro auf, er wollte wissen, welchen finanziellen Anteil die Kirche für den Kindergarten übernehme.

Das konnte im Detail im Rahmen der Gemeinderatssitzung nicht beantwortet werden. Nur eine knappe Antwort erhielt Egon Barlag (Freie Wähler), der wissen wollte, für wen die Honorare von 26 700 Euro ausbezahlt worden seien. Die Fürsorgestelle, nannte Materna. Viel „Undurchsichtiges“ vermutete Meier und kommentierte, „man wolle wohl den Deckmantel des Schweigens über die Zahlen ausbreiten“.

Dagegen protestierte Hermann Jäger (PWG), der sich auch in der Kirchenverwaltung engagiert. Die Gemeinde solle froh darüber sein, dass sie einen Träger für den Kindergarten habe, „der so gut wirtschaftet“. Da gäbe es „keinen Schwindel“.

Hans Urban (CSU) versuchte zu beschwichtigen. Die Räte dürften nicht so großes Misstrauen säen. Früher habe der Kindergarten hohe Verluste aufgewiesen. Das sei nun vorbei, hob er hervor.

Der Antrag von Siegfried Meier auf Vertagung, damit die Zahlen belegt werden können, wurde mit zwei gegen 17 Stimmen abgelehnt. Verwaltungsleiterin Materna kündigte an, die gefragten Details Gemeindegeschäftsleiter Manfred Mörwald zu liefern. Mit 18 gegen eine Stimme erfolgte schließlich die Kenntnisnahme der Jahresrechnung.xy

Mehr zum Thema

Kommentare