Maria Stoiber aus Maitenbeth hat Rezept für ein langes Leben: „Immer in Bewegung bleiben“

Als Bürgermeistersgattin war Maria Stoiber 16 Jahre langweitgehend allein für Familie und Unternehmen verantwortlich.
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Als Bürgermeistersgattin war Maria Stoiber 16 Jahre langweitgehend allein für Familie und Unternehmen verantwortlich.
  • vonLorenz Richterstetter
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Wer Maria Stoiber begegnet oder erlebt, kann sich kaum vorstellen, dass sie erst kürzlich 85 Jahre alt geworden ist. Sie ist auf niemanden angewiesen, führt ihren eigenen Haushalt, ist mobil und somit fast völlig unabhängig.

Maitenbeth –„Ich versuche, immer in Bewegung zu bleiben und aktiv am Leben teilzunehmen. Ich bin viel im Garten beschäftigt,“ verrät sie ihr Rezept, warum sie so jung geblieben ist. „Aber auch, wenn es im ersten Moment vielleicht nicht so aussieht, gibt es schon auch einige Dinge, die etwas nachlassen. Man wird einfach von Jahr zu Jahr ein bisschen langsamer.“ Aber sie könne immer auf die Hilfe ihrer Tochter Beate zurückgreifen, erzählt sie.

Ehemann hielt bei Betriebsausflug um ihre Hand an

Maria Stoiber ist eine geborene Fischer und wurde in Achrain bei Murnau geboren. Dort wuchs sie mit fünf Geschwistern auf. Schon im Alter von sieben Jahren zog sie mit ihrer Familie nach Neupullach und ging in Forstinning zur Schule. Mit zwölf Jahren kam sie zu Verwandten nach Neumühlhausen und besuchte die letzten drei Jahre die Schule in Hohenlinden.

Danach arbeitete sie zunächst in mehreren Haushalten und anschließend sechs Jahre bei der Firma Eicher in Forstern. Dort lernte sie ihren späteren Ehemann Martin kennen, der 1960 bei einem Betriebsausflug um ihre Hand anhielt. Schon vier Wochen später heiratete das Paar.

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Drei Töchter kamen zur Welt, heute ist die Jubilarin Oma von sechs Enkeln und Uroma von zwei Urenkeln.

Als Bürgermeistegattin gefordert

Zwölf Jahre begleitete sie als zweite Kraft ihren Mann auf dessen Milchtransporter und kümmerte sich um die Buchführung. Danach arbeitet sie noch weitere zwölf Jahre im Kreisklinikum Ebersberg im Versorgungsbereich. 1984 übernahm Ehemann Martin das Bürgermeisteramt in Maitenbeth und sie trug in dessen 16 Jahren Amtszeit weitgehend alleine die Verantwortung für das Unternehmen, das Haus und die Familie.

1971 hatten sie ihr neues Eigenheim bezogen und 1983 erheblich erweitert.

Engagierte Jubilarin

Im Jahr 2000 musste Maria Stoiber ihren Ehemann Martin zu Grabe tragen, der einem Krebsleiden erlegen war.

Maria Stoiber war zwölf Jahre ehrenamtlich im Pfarrgemeinderat tätig. Zwölf Jahre lang war sie Vorsitzende der katholischen Frauengruppe. Im Maitenbether Singkreis wirkte sie 21 Jahre mit. Die Seniorennachmittage, an denen sie regelmäßig teilgenommen hat, die aber coronabedingt derzeit nicht stattfinden, vermisst sie sehr. Von einigen gesundheitlichen Rückschlägen hat sie sich wieder gut erholt und genießt das Leben im Kreise ihrer Familie in vollen Zügen.

Gefeiert wurde der Geburtstag zu Hause im engsten Familienkreis. „Groß gefeiert wird alle 20 Jahre und das ist dann wieder bei ihrem 100. der Fall“, sagt Tochter Beate. schmunzelnd.

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